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1. Einführung
Ein Access Panel stellt einen Pool von Adressen von Personen dar, die sich dazu bereit erklärt haben, zu Umfragen dieses Access Panels eingeladen zu werden. Ein Access Panel kann daher nur Personen enthalten, die grundsätzlich befra-gungsbereit sind.
Die Adressen dieser befragungsbereiten Personen können Telefonnummern oder E-Mail-Adressen sein. Sie repräsentieren den Auswahlrahmen, aus dem heraus die für Befragungen erforderlichen Stichproben gezogen werden. Von Bedeutung ist daher die Frage, wie geeignet der Auswahlrahmen für diesen Zweck ist.
Wie diese Frage zu
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Produktbeschreibung
1. Einführung

Ein Access Panel stellt einen Pool von Adressen von Personen dar, die sich dazu bereit erklärt haben, zu Umfragen dieses Access Panels eingeladen zu werden. Ein Access Panel kann daher nur Personen enthalten, die grundsätzlich befra-gungsbereit sind.

Die Adressen dieser befragungsbereiten Personen können Telefonnummern oder E-Mail-Adressen sein. Sie repräsentieren den Auswahlrahmen, aus dem heraus die für Befragungen erforderlichen Stichproben gezogen werden. Von Bedeutung ist daher die Frage, wie geeignet der Auswahlrahmen für diesen Zweck ist.

Wie diese Frage zu beantworten ist, hängt im Prinzip von drei Faktoren ab. Zum ersten davon, wie der Auswahlrahmen entstanden ist. Zum zweiten davon, für welche Grundgesamtheit der Auswahlrahmen Verwendung finden soll. Und zum dritten davon, wie Ausfälle das Rekrutierungsergebnis verändern.

Der erste Faktor kann auch so formuliert werden: Wie sind die Befragungs-personen in das Access Panel und damit den Auswahlrahmen gelangt? Entscheidend ist dabei, ob die Rekrutierung in das Access Panel auf der Basis eines kon-trollierten Auswahlverfahrens erfolgt ist oder nicht.

Bei kleinen Populationen wird nicht selten der Fall eintreten, dass alle Populationselemente ausgewählt werden, um den Auswahlrahmen herzustellen. In aller Regel sind dies zugleich spezielle Populationen. Studierende eines Studiengangs einer Universität wären hier als ein Beispiel anzuführen, bei denen die betreffende Studierendendatei quasi als Access Panel genutzt wird, um daraus gegebenenfalls wiederholt Stichproben für Befragungen zu ziehen. Analog könnte beispielsweise bei Belegschaften von Betrieben oder den Mitgliedern eines Verbandes verfahren werden.

Bei großen Populationen kann der Regelfall nur sein, dass nicht alle Populationselemente den Auswahlrahmen bilden. Man denke nur an die wahlberechtigte Bevölkerung Deutschlands als Beispiel einer großen allgemeinen Population. Sehr groß können aber auch spezielle Populationen sein, in denen Umfragen realisiert werden sollen. Beispiele wären Befragungen unter Angehörigen bestimmter Berufsgruppen, Branchen oder ethnischer Gruppen. Dann ist un-vermeidlich zu fragen, ob der Erstellung des späteren Auswahlrahmens für das Access Panel selbst ein kontrollierter Auswahlprozess von Populationselementen zugrunde liegt und wie sich das Verhältnis des Auswahlrahmens zur Population in punkto Über- bzw. Unterdeckung darstellt.

Man kann sich dies über eine Analogie bei der Ziehung von Zufallsstichproben verdeutlichen. Solche Stichproben werden in aller Regel direkt aus einer Auswahlgesamtheit gezogen, welche die fragliche Population repräsentieren soll. Es ist dann stets zu beachten, dass alle Populationselemente eine von Null ver-schiedene, angebbare Ziehungswahrscheinlichkeit besitzen. In gleicher Weise gilt dies bei Access Panels für den Rahmen, der nachgelagert als Grundlage für die Ziehung von Stichproben innerhalb des Access Panels dient. Der Auswahl-rahmen tritt gewissermaßen zwischen die Population auf der einen Seite und die Stichprobe auf der anderen Seite. Die Ziehung von Zufallsstichproben innerhalb eines Access Panels kann dabei die speziell von Zufallsstichproben erwarteten Vorteile dann nicht mehr erfüllen, wenn der Zufallscharakter der Auswahl zuvor bereits bei der Erstellung des Auswahlrahmens zerstört oder beschädigt wurde. Grundsätzlich kann dies auf unterschiedliche Weise geschehen. Zu aller erst dadurch, dass überhaupt auf eine kontrollierte Auswahl verzichtet wird. Dies ist stets bei passiv rekrutierten Access Panels der Fall, da es dort einzig und allein davon abhängt, ob jemand auf die Befragungsgelegenheit eines Access Panels aufmerksam wird und sich bei Interesse für eine Mitwirkung daran entscheidet. Aber auch bei aktiv rekrutierten Access Panels kann es zu Beeinträchtigungen des Zufallscharakters der Auswahl kommen, und zwar aus in der Sozialforschung hinlänglich bekannten Gründen. Zum einen kann es zu systematischen Ausfällen bei dem Versuch kommen, einen Stichprobenplan zu realisieren. Es resultiert trotz Zufallsziehung dann eine verzerrte Stichprobe. Wird diese Stichprobe nun aber als Rekrutierungsstichprobe für die Erstellung des Auswahlrahmens des Access Panels genutzt, so überträgt sich diese Verzerrung auf diesen Rahmen und die später daraus gezogenen Stichproben. Wer verstehen will, in welcher Weise der Auswahlrahmen eines Access Panels gegebenenfalls verzerrt ist, muss auch verstehen, in welcher Weise die vorgelagerten Rekrutierungs-stichproben verzerrt sind. Und dies bedeutet zu verstehen, von welchen Faktoren es abhängt, wer an Umfragen teilnimmt und wer nicht. Genau diese Frage steht im Mittelpunkt vorliegender Ausarbeitung.

Zum anderen kann der Zufallscharakter einer Rekrutierungsstichprobe da-durch beeinträchtigt werden, dass die verwendete Auswahlgesamtheit die Grundgesamtheit nur teilweise abdeckt. In Deutschland kann dieser Fall inzwi-schen bei telefonischen Befragungen eintreten, wenn sich die Auswahl auf Fest-netzanschlüsse beschränkt und dadurch diejenigen ausgeklammert werden, die nur oder in erster Linie nur noch über Mobilfunk erreicht werden können. Deshalb wurde in vorliegendem Projekt die Rekrutierung über das telefonische Festnetz um eine Rekrutierung über Mobilfunk ergänzt.

Access Panels stellen durchaus keine Seltenheit dar. Bei einer Internetrecher-che im Sommer 2010 konnten international 139 Access Panels gefunden wer-den, davon 54 in Deutschland und 60 in den USA. Wir haben über die Ergeb-nisse dieser Recherche an anderer Stelle genauer berichtet (Vehre 2011). Be-merkenswert ist, dass gut 60 Prozent dieser recherchierten Access Panels passiv rekrutiert sind. Das bedeutet, dass der Anmeldung zum Panel kein wissenschaft-lich kontrolliertes Auswahlverfahren zugrunde liegt. Stattdessen werden Perso-nen beispielsweise durch Werbebanner auf Webseiten auf die Möglichkeit der Teilnahme an einem Access Panel aufmerksam und entscheiden sich bei Interes-se gegebenenfalls für eine Mitwirkung daran. Zudem gibt es Webseiten, deren Zweck darin besteht, interessierten Personen einen Überblick über Teilnahme-möglichkeiten an Access Panels zu vermitteln. Dass solche Seiten funktionieren, hängt wesentlich damit zusammen, dass der Überblick über Teilnahmemög-lichkeiten zugleich einen Überblick über Verdienstmöglichkeiten darstellt. Um-frageteilnahme gegen Bezahlung ist das tragende Prinzip.

Knapp 10 Prozent der recherchierten Access Panels erwiesen sich hingegen als aktiv rekrutiert und weitere circa 15 Prozent als teilweise aktiv und teilweise passiv. Bei aktiver Rekrutierung werden die Zielpersonen direkt zur Teilnahme aufgefordert, beispielsweise telefonisch oder per E-Mail. Damit verbindet sich der Vorteil, der Aufforderung zur Teilnahme an einem Access Panel ein wissen-schaftlich kontrolliertes Auswahlverfahren zugrunde zu legen. Dies ist der Weg, der in vorliegender Studie mit dem Einsatz telefonischer Zufallsauswahlen ein-geschlagen wurde.

Rund 78 Prozent der recherchierten Access Panels erwiesen sich als reine Onlinepanels, bei weiteren 11 Prozent ergänzt um einen weiteren Erhebungs-modus. Geschätzt wird, dass sich die Zahl der Onlinepanels weltweit auf über 600 beläuft (Batinic/Moser 2005).


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  • Produktdetails
  • Verlag: Campus Verlag
  • Seitenzahl: 366
  • Erscheinungstermin: 08.10.2012
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783593418124
  • Artikelnr.: 37171631
Autorenporträt
Prof. Dr. U. Engel ist Leiter des Sozialwissenschaftlichen Methodenzentrums der Universität Bremen. S. Bartsch, Dr. rer. pol., ist dort wiss. Mitarbeiterin. Diplom-Soziologin C. Schnabel leitet die wiss. Abteilung der PARSHIP GmbH, Hamburg. H. Vehre, Dr. rer. pol., ist Senior Projektleiterin am LINK Institut für Markt- und Sozialforschung, Frankfurt.
Inhaltsangabe
Inhalt

Vorwort 9
1. Einführung 12

2. Umfrageteilnahme: Theorie und Forschungsstand 20
2.1 Allgemeine Theorien zur Umfrageteilnahme 20
2.2 Besonderheiten der Umfrageteilnahme nach Modus 27
2.3 Antwortneigung 30
2.4 Einfluss von Interviewern 33

3. Umfragedesign 38
3.1 Rekrutierung 39
3.2 Konzeption und Frageprogramm der Rekrutierungsinterviews 49
3.3 Panelaufbau 54

4. Stichprobe: Plan und Realisierung 59
4.1 Auswahlrahmen 59
4.2 Antwortraten: Rekrutierung, Wiederbefragungsbereitschaft, Panelteilnahme 66
4.3 Umfrageklima 68
4.4 Wiederbefragungsbereitschaft und Panelteilnahme 74
4.5 Weitere Rekrutierungs- und Panelaufbauphasen 77
4.6 Panelsurveys 81
4.7 Verteilung soziodemographischer Variablen im Vergleich von Rekrutierungsstichproben, Access Panel und Mikrozensus 2009 87

5. Der Kontaktverlauf als Determinante der Umfrageteilnahme 97
5.1 Einführung 97
5.2 Zielgrößen und Verlaufstypologie 101
5.3 Interviewwahrscheinlichkeit und Kontaktverlauf 112
5.4 Incentives 128
5.5 Persönlicher Bezug und Sensitivität der Umfragethematik 129
5.6 Flexibles Umfragedesign 131
5.7 Verweigerungswahrscheinlichkeit 135
5.8 Wahrscheinlichkeit, einen Haushalt nicht (wieder) zu erreichen 139

6. Überzeugung zögerlicher Personen: Aufwand und Strategien 142
6.1 Generelle Befragungsbereitschaft 142
6.2 Überzeugungsstrategien 150

7. Umfrageerfahrung und Teilnahmegründe 156
7.1 Umfrageerfahrung 156
7.2 Teilnahmegründe 160

8. Integration und Soziodemographie 165

9. Interviewereffekte 170
9.1 Interviewwahrscheinlichkeit als zu erklärende Zielgröße 170
9.2 Stimmliche und kommunikative Merkmale 173
9.3 Antwortneigung und stimmliche und kommunikative Merkmale 178
9.4 Interviewwahrscheinlichkeit und Einstellungen von Interviewern 182
9.5 Interview- und Verkaufserfahrung der Interviewer 195
9.6 Geschlecht und Alter des Interviewers 197

10. Modellierung der Antwortneigung 201

11. Panelteilnahme 215
11.1 Das Modell in der Übersicht 215
11.2 Zielgröße 1: Teilnahme am Rekrutierungsinterview 216
11.3 Zielgröße 2: Wiederbefragungsbereitschaft 217
11.4 Zielgröße 3: Panelteilnahme 230

12. Soziale Integration und Panelteilnahme 254
12.1 Integrationsindikatoren und Wiederbefragungsbereitschaft 254
12.2 Verhältnis zur Politik 256
12.3 Ehrenamtliches Engagement 261
12.4 Interesse für wissenschaftliche Themen 262
12.5 Wertrationale Einstellungen 263
12.6 Leben in Deutschland 272
12.7 Normakzeptanz 273
12.8 Integration und sozialer Austausch 273
12.9 Soziodemographie 279

13. Befragungseffekte 286
13.1 Die Experimente und Modus-Vergleiche in der Übersicht 286
13.2 Auswertungstechniken 289
13.3 Skalen- und Fragerichtung 291
13.4 Skalenart 305
13.5 Fünf- vs. siebenstufige Zustimmungsskalen 306
13.6 Elfstufige Zustimmungsskalen 311
13.7 Skalenlabel 321
13.8 Fragereihenfolgeeffekte 335
13.9 Siebenstufige Skalen im Modus-Vergleich 344
13.10 Zusammenfassung 350

14. Im Rückblick 355

Literatur 360