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Eine Einführung in die Philosophie Martin Heideggers ist nach der Veröffentlichung der "Schwarzen Hefte" ein Wagnis. Heideggers Äußerungen über das "Weltjudentum" und seine politische Hartnäckigkeit nach dem Zweiten Weltkrieg belasten sein Denken schwer. Wie kann man in diese Philosophie einführen, ohne gleichzeitig den Boden zu bereiten, auf dem diese inakzeptablen Ideen wachsen können? Peter Trawny versteht seine kritische Einführung als eine Darstellung auch und gerade des Problematischen von Heideggers Denken. Zugleich versucht sie allerdings, seine außergewöhnliche Bedeutung im Kontext…mehr

Produktbeschreibung
Eine Einführung in die Philosophie Martin Heideggers ist nach der Veröffentlichung der "Schwarzen Hefte" ein Wagnis. Heideggers Äußerungen über das "Weltjudentum" und seine politische Hartnäckigkeit nach dem Zweiten Weltkrieg belasten sein Denken schwer. Wie kann man in diese Philosophie einführen, ohne gleichzeitig den Boden zu bereiten, auf dem diese inakzeptablen Ideen wachsen können? Peter Trawny versteht seine kritische Einführung als eine Darstellung auch und gerade des Problematischen von Heideggers Denken. Zugleich versucht sie allerdings, seine außergewöhnliche Bedeutung im Kontext der Philosophie des 20. Jahrhunderts zu erfassen.Writing an introduction to the philosophy of Martin Heidegger after the publication of the "Black Notebooks" is a daring venture. Heidegger's statements about "world Jewry" and his political stubbornness after the Second World War seriously incriminate his thinking. How can one go about introducing the reader into this philosophy without at the same time laying the ground on which these unacceptable ideas can grow? Peter Trawny´s critical introduction is conceived as a representation precisely of the problematic aspects of Heidegger's thinking. At the same time, though, it clearly points out its extraordinary importance in the context of 20th century philosophy."Trawnys kritische Einführung ist eine unbedingt lesenswerte Proba darauf, wie Heideggers Denkentwiclung aus der Immanenz seines Werkes verstanden werden könnte." literaturkritik.de"Pointiert benennt Trawny die fatale Ambivalenz in Heideggers Werk. Dennoch hält Trawny nichts davon, Heideggers Philosophie in Bausch und Bogen zu verwerfen." philosophie magazin
Autorenporträt
Peter Trawny ist Leiter des Martin-Heidegger-Instituts an der Bergischen Universität Wuppertal.
Rezensionen
Martin Heidegger - Philosophie des Lebens

Martin Heidegger ist einer der einflussreichsten, aber auch umstrittensten Philosophen des 20. Jahrhun-derts. Die Einführung von Peter Trawny bietet die Grundlagen zum Verständnis des Heideggerschen Denkens.

Heideggers Philosophie hat sich nicht nur auf das geistige Klima Europas, sondern noch weit darüber hinaus ausgewirkt. Sein Werk Sein und Zeit hat Generationen von Philosophen und Intellektuellen geprägt, von Sartre bis Gadamer und Foucault. Die französische Philosophie der Gegenwart ist ohne Heidegger nicht zu verstehen und keine Geisteswissenschaft konnte sich seinem Einfluss entziehen. Heidegger ist einer der am meisten übersetzten deutschen Philosophen und sein Denken hat sowohl in Asien als auch Amerika unübersehbare Spuren hinterlassen. Dennoch - von vielen Kritikern wird er massiv abgelehnt, weil er sich politisch in den Nationalsozialismus verstrickte.

Peter Trawny führt durch Heideggers Philosophie von dessen ersten philosophischen Schriften in den zwanziger bis zu den technikkritischen Ausführungen in den sechziger und siebziger Jahren und bietet damit eine wichtige Grundlage zum Verständnis moderner Philosophie. Er macht Heideggers Komplexität verständlich und zeigt, dass es geradezu ein Charakteristikum seines Denkens ist, das Abwegige und Entlegene nicht zu scheuen. Es wird transparent, dass diese "Irrwege" mit Heideggers Überzeugung zusammenhängen, dass das Denken nah am Lebensweg und nah an den Schicksalen der Menschen bleiben müsse. So macht diese Einführung auch deutlich, wie sich Heideggers Philosophie den Katastrophen des 20. Jahrhunderts gestellt hat und dadurch zu einer Art Echo der Zeit geworden ist."
(Verlagsrezension)
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