Wir trafen uns in einem Garten - Humpe, Inga
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Inga Humpe versammelt erstmals ihre preisgekrönten Texte und erzählt von ihren Anfängen.
Punk, Neue Deutsche Welle, Techno und Elektropop: Inga Humpe ist seit Jahrzehnten eine der innovativsten Musikerinnen. Mit "2raumwohnung" entwickelt sie seit 20 Jahren, gemeinsam mit Tommi Eckart, immer wieder aufs Neue einen aufregend intensiven und zugleich lässigen Sound. Ihr erstes Buch nimmt uns mit in ihren Kosmos. In Songs wie "Wir trafen uns in einem Garten", "Sexy Girl" oder "Ich und Elaine" erzählt Inga Humpe von der Sehnsucht nach Leben und Liebe, die das Lebensgefühl einer ganzen Generation…mehr

Produktbeschreibung
Inga Humpe versammelt erstmals ihre preisgekrönten Texte und erzählt von ihren Anfängen.

Punk, Neue Deutsche Welle, Techno und Elektropop: Inga Humpe ist seit Jahrzehnten eine der innovativsten Musikerinnen. Mit "2raumwohnung" entwickelt sie seit 20 Jahren, gemeinsam mit Tommi Eckart, immer wieder aufs Neue einen aufregend intensiven und zugleich lässigen Sound. Ihr erstes Buch nimmt uns mit in ihren Kosmos. In Songs wie "Wir trafen uns in einem Garten", "Sexy Girl" oder "Ich und Elaine" erzählt Inga Humpe von der Sehnsucht nach Leben und Liebe, die das Lebensgefühl einer ganzen Generation prägt. Neben Songtexten und unveröffentlichten Fotos enthält dieses Buch eine Erzählung Inga Humpes über ihre Kindheit in einem kleinen Ort im Sauerland, aus dem sie später ins West-Berlin der 1980er-Jahre aufbrach. Helene Hegemann hat mit Inga Humpe zahlreiche Gespräch geführt und einen atmosphärisch dichten Text über die Anfangsjahre von "2raumwohnung" beigesteuert.
  • Produktdetails
  • KiWi Taschenbücher
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch
  • Artikelnr. des Verlages: 4002440
  • Seitenzahl: 288
  • Erscheinungstermin: 7. November 2019
  • Deutsch
  • Abmessung: 216mm x 162mm x 25mm
  • Gewicht: 478g
  • ISBN-13: 9783462053173
  • ISBN-10: 3462053175
  • Artikelnr.: 56040916
Autorenporträt
Humpe, Inga
Inga Humpe, 1956 in Hagen geboren, ist Sängerin, Komponistin und Texterin. In Berlin gründete sie die Punkband »Neonbabies«, und gehörte mit DÖF (»Codo«: »Ich düse, düse, düse im Sauseschritt«) und Humpe & Humpe zu den bekanntesten Musikerinnen der Neuen Deutschen Welle. Sie schrieb Songs für Kylie Minogue, arbeitete mit Udo Lindenberg und remixte Songs für Ennio Morricone und Herbert Grönemeyer. Mit Tommi Eckart bildet sie heute die Band »2raumwohnung«. Inga Humpe erhielt als Mitglied von »2raumwohnung« diverse Auszeichnungen, darunter zum Beispiel mehrfach den Dance Music Award. 2005 erhielt sie zusammen mit ihrer Schwester Annette Humpe für ihr Lebenswerk die 1 Live Krone. Im Mai 2018 wurde sie mit dem Fred-Jay-Preis für ihre Liedtexte ausgezeichnet.
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 24.11.2019

3. Der Beat der Nacht

Es soll Menschen geben, die noch nicht im Auto alleine, zu zweit oder gleich im Familienverbund "Bei dir bin ich schön" oder "36 Grad" in Endlosschleifen mitgesungen haben, die also vielleicht viele Jahre auf einem fernen Planeten verbringen mussten und an denen so der lyrische Zauber der Texte von Inga Humpe und die lebensumarmende Leichtigkeit der Musik des Elektropop-Duos 2raumwohnung, das sie mit ihrem Partner Tommi Eckart bildet, bisher vorbeigegangen sind. Ist nicht schön, kann aber passieren. Selbst für sie jedoch eröffnet das Buch "Wir trafen uns in einem Garten" von Inga Humpe einen Kosmos, der weit über ein Porträt und (die gesammelten) Songtexte hinausgeht. Denn die Geschichte der Texterin, Sängerin und Musikerin ist ein faszinierender bundesrepublikanischer Entwicklungsroman, dessen Rhythmus dem Beat der Nacht folgt, von der Provinz ins harte Berlin: Punk, New Wave, Techno, Ecstasy, immer nah dran, immer mittendrin, der Kälte und Entfremdung davontanzend.

Inga Humpe schildert in einer kurzen, virtuosen Erzählung, deren Fortsetzung man sofort herbeisehnt, die Anfänge im Sauerland, wo sie mit ihrer Schwester Annette aufwuchs: "Diese Zeit erscheint mir heute wie ein Block harter, bitterer Schokolade . . . Mir wurde klar, dass ich niemanden in meiner Familie freiwillig liebte. Das war wohl der Moment, in dem die Pubertät anfing, die ich mit Kotzen und Selbstmordgedanken verbrachte . . . weil ich in meinem Herzen einfach nicht die Sonne hatte, die man sich gegenseitig in Poesiealben wünschte. In mir tobte eine Mördergrube, und ich beschloss, Terroristin zu werden." Warum daraus nichts wurde, erklärt das scharfsinnige, umfassende 2raumwohnung-Humpe-Porträt von Helene Hegemann, die einfühlsam die Prosa (Benjamin von Stuckrad-Barre schwärmt im Nachwort von "hingetupften Erzählungen") entschlüsselt: "Ein Großteil dieser Texte resultiert aus der tieftraurigen Orientierungslosigkeit von Momenten, in denen du haarscharf an einer lebensverkürzenden Depression entlanggeschlittert bist. Wie ist es dir gelungen, diese Traurigkeit umzudeuten und zu etwas zu machen, das Menschen beim Anhören für unbeschwerte Lebensbejahung halten?" Die Antwort gibt dieses Buch.

Rainer Schmidt

Inga Humpe: "Wir trafen uns in einem Garten". Kiepenheuer & Witsch, 288 Seiten, 16 Euro

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