0,99 €
0,99 €
inkl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar
0 °P sammeln
0,99 €
0,99 €
inkl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Alle Infos zum eBook verschenken
0 °P sammeln
Als Download kaufen
0,99 €
inkl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar
0 °P sammeln
Jetzt verschenken
0,99 €
inkl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Alle Infos zum eBook verschenken
0 °P sammeln


  • Format: ePub

5 Kundenbewertungen


Berlin zur Zeit der Weimarer Republik: Der Schauspieler Hendrik Höfgen hat es im Hamburger Künstlertheater zum Star gebracht. Er arrangiert sich mit den neuen Machthabern des Nationalsozialismus und wird Intendant am Berliner Staatstheater. Doch er fürchtet, dass seine kulturbolschewistische Vergangenheit ihm zum Verhängnis wird. Eine Inszenierung Goethes Faust offenbart seinen Opportunismus. Er, Höfgen, hat tatsächlich einen Pakt mit dem Teufel geschlossen und verrät sogar seine Gebliebte. Das bekannteste Werk Klaus Manns.…mehr

  • Geräte: eReader
  • ohne Kopierschutz
  • eBook Hilfe
  • Größe: 0.49MB
Produktbeschreibung
Berlin zur Zeit der Weimarer Republik: Der Schauspieler Hendrik Höfgen hat es im Hamburger Künstlertheater zum Star gebracht. Er arrangiert sich mit den neuen Machthabern des Nationalsozialismus und wird Intendant am Berliner Staatstheater. Doch er fürchtet, dass seine kulturbolschewistische Vergangenheit ihm zum Verhängnis wird. Eine Inszenierung Goethes Faust offenbart seinen Opportunismus. Er, Höfgen, hat tatsächlich einen Pakt mit dem Teufel geschlossen und verrät sogar seine Gebliebte. Das bekannteste Werk Klaus Manns.

Dieser Download kann aus rechtlichen Gründen nur mit Rechnungsadresse in A, B, BG, CY, CZ, D, DK, EW, E, FIN, F, GR, HR, H, IRL, I, LT, L, LR, M, NL, PL, P, R, S, SLO, SK ausgeliefert werden.

  • Produktdetails
  • Verlag: epubli
  • Altersempfehlung: ab 1 Jahre
  • Erscheinungstermin: 25. August 2020
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783752988932
  • Artikelnr.: 60049589
Autorenporträt
Klaus Heinrich Thomas Mann, geboren am 18. November 1906 in München und gestorben am 21. Mai 1949 in Cannes, Frankreich, war ein deutscher Schriftsteller und der älteste Sohn des Schriftstellers Thomas Mann. Zunächst ein literarischer Außenseiter, avancierte er zu einem der stärksten Kritiker des Nationalsozialismus, ging ins Exil in die USA und zählt heute zu den wichtigsten Vertretern der deutschsprachigen Exilliteratur nach 1933.
Rezensionen
Die Jahrzehnte seit seiner Entstehung hat dieser Roman ohne jegliche Einbuße an Bedeutung und Schönheit überdauert. FAZ

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 26.10.2009

DAS HÖRBUCH
Zierlich über Kadaver hüpfen
Jörg Hube liest Klaus Manns „Roman einer Karriere”
Im Mai vergangenen Jahres las Jörg Hube in Unterschleißheim bei München auszugsweise Klaus Manns „Mephisto”. Auch den Werken von Alfred Andersch, Oskar Maria Graf, Karl Kraus, Wolfgang Koeppen wandte er sich in derselben Veranstaltungsreihe zu. Die skeptischen Zeitgenossen also des 20. Jahrhunderts wollte Hube, den man, wäre das Wort nicht so entstellt, einen bayerischen Volksschauspieler nennen müsste, vergegenwärtigen. Außerhalb Bayerns ist es kaum begreiflich zu machen, welche Hochschätzung der ebenso bodenständige wie noble Hube genoss und welche Lücke sein Tod im Juni hinterließ.
Immer blieb dem in Neuruppin geborenen, am Ammersee aufgewachsenen Hube das kehlige, das für Oberbayern typische ‚r‘, nicht übermäßig laut, nicht besonders tief, Cantus firmus all seinen Redens. Er stellte den schwierigen Konsonanten nicht aus, wie manch anderer Brettl-Held oder Brauchtumsdarsteller, es war gerade kein Laut zur Erzeugung von Gemütlichkeit. Das ,r‘ sorgte vielmehr, indem es sacht mitlief, nicht auftrumpfte und sich nicht versteckte, für eine innere Reserve. Für Bruchteile einer Sekunde lugte der Mensch hinter der Rolle hervor, wurde das Theater als Theater sichtbar – denn natürlich war es Hube selbst, der mit jedem ,r‘ sich vorstellte, und nicht die Figur: ein Verfremdungseffekt im Vorübergehen.
Titelheld Hendrik Höfgen ist der Gegenentwurf zu einer solchen humanistischen Bodenhaftung. Als Preuße gibt sich der „blonde Rheinländer” zu erkennen, seine Erfolge feiert und seinen Opportunismus zelebriert er in Berlin, und seine Stimme dürfte eher im Tenor denn im Bariton angesiedelt sein. Schließlich gab der Großmime und Staatstheaterintendant Gustav Gründgens das Vorbild ab. Klaus Mann liefert in seinem „Roman einer Karriere” zahlreiche Hinweise, welchen Duktus die Stimme des unablässig schauspielernden Schauspielers habe, der mit den Nationalsozialisten paktierte, damit die Karriere keinen Schiffbruch erleide. Vor 1933 rechnete man ihn den von den neuen Machthabern verabscheuten „Kulturbolschewisten” zu.
Mit gespitztem Mund
Während Hermann Göring, stets „der Fliegergeneral” genannt, eine „scharfe und fette Kommandostimme” ertönen lässt und ein „fettes, grunzendes Gelächter”, führt Höfgens „scharfe, klirrende Stimme” mit ihrem „leuchtenden, raffiniert geschulten Metallton” direkt ins darstellerische, ins latent hochstaplerische Gewerbe. Hube gibt hier nicht dem Affen Zucker, versucht sich auch nicht an einer Parodie des Düsseldorfer Zungenschlages. Er bleibt ein Lesender, wird kein Spielender. Deshalb hebt er die Stimme nur ein wenig an, beschleunigt das Tempo, lässt aber wie gewohnt die Satzenden einfach fallen, akzentuiert sie nicht, meidet jeden Anflug von Pathos: „Denn alles, was entsteht, ist wert, dass es zugrunde geht.”
Die Dezenz ist ein wohltuender Kontrapunkt zur Determiniertheit von Manns Prosa. Jede Beschreibung geriet dem ältesten Sohn von Thomas Mann zum Kommentar, oft zur Denunziation. Görings Gespielin hat „Kuhaugen” nebst Doppelkinn, Göring selbst ist ein „Klotz”, kein Mensch, ein „fetter Riese”, und Höfgen hat ein „aufgeschwemmtes Gesicht” mit den grausamen, gierigen „Augen eines bösen und gefräßigen Fischs”. Hube nimmt die Sätze sachlicher, als sie geschrieben sind, und wehrt so das Dämonische ab. Er treibt die Handlung voran, wo Mann beim Genrebild verharrt.
Der Lyriker und Zivilisationskritiker Benjamin Pelz preist einmal „das schöne Fest der Marterungen hinter den Mauern der Konzentrationslager”. Mit einem zynischen, aber ehrlich gemeinten Satz prophezeit er Höfgen eine glänzende Zukunft in Hitlers Deutschland. Der Schauspieler werde „am zierlichsten über die Kadaver hüpfen”. Hube liest den Satz leichter als manch andere Ungeheuerlichkeit, scheint den Mund zu spitzen und hält erst inne, als Höfgen das Interesse an Pelz verliert. So nämlich war das in Deutschland: Man plauderte den Tod herbei. ALEXANDER KISSLER
KLAUS MANN: Mephisto. Roman einer Karriere. Gelesen von Jörg Hube. Oskar Verlag, München 2009. 2 CD, 87 Minuten, 15,49 Euro.
SZdigital: Alle Rechte vorbehalten - Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung exklusiv über www.sz-content.de
…mehr
"Mephisto", 1936 im Exil geschrieben, war einer der ersten Romane, die sich mit den Zuständen im Dritten Reich auseinandersetzten. Das Buch war seit seinem Erscheinen heftig umstritten und wurde 1968 in der Bundesrepublik verboten. "Der zeitliche Abstand hat (inzwischen) den Roman endgültig der Literaturgeschichte übereignet." (Wilfried F. Schoeller in der "Süddeutschen Zeitung")