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November 1989. Zwei Wochen nach der Maueröffnung betritt Molly, Typ Mauerblümchen, die S-Bahn in Richtung Ostberlin zum Geburtshaus ihrer Mutter. Auf der Strecke zwischen S-Charlottenburg und U-Schönhauser Allee begegnet die junge Deutschamerikanerin dem Ostberliner Schauspielstudenten Mick. Und beide müssen feststellen, dass noch viele unsichtbare Mauern fallen müssen – auch in ihnen selbst. «Mauerblümchen» ist die Geschichte einer Liebe auf den ersten Blick und einer Reise in ein unbekanntes Land, auf der zwei junge Menschen sich selbst, die Magie der Liebe und die Rätsel der deutsch-deutschen Verfremdungen entdecken.…mehr

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Produktbeschreibung
November 1989. Zwei Wochen nach der Maueröffnung betritt Molly, Typ Mauerblümchen, die S-Bahn in Richtung Ostberlin zum Geburtshaus ihrer Mutter. Auf der Strecke zwischen S-Charlottenburg und U-Schönhauser Allee begegnet die junge Deutschamerikanerin dem Ostberliner Schauspielstudenten Mick. Und beide müssen feststellen, dass noch viele unsichtbare Mauern fallen müssen – auch in ihnen selbst. «Mauerblümchen» ist die Geschichte einer Liebe auf den ersten Blick und einer Reise in ein unbekanntes Land, auf der zwei junge Menschen sich selbst, die Magie der Liebe und die Rätsel der deutsch-deutschen Verfremdungen entdecken.

Dieser Download kann aus rechtlichen Gründen nur mit Rechnungsadresse in A, B, BG, CY, CZ, D, DK, EW, R, E, FIN, F, GR, H, IRL, I, HR, LR, LT, L, M, NL, PL, P, SK, SLO, S, GB ausgeliefert werden.

  • Produktdetails
  • Verlag: Rowohlt E-Book
  • Seitenzahl: 160
  • Altersempfehlung: ab 13 Jahre
  • Erscheinungstermin: 15.02.2010
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783644417717
  • Artikelnr.: 37448656
Autorenporträt
Holly-Jane Rahlens

Holly-Jane Rahlens kam Anfang der 70er Jahre aus ihrer Heimatstadt New York nach Berlin. Mit Funkerzählungen, Hörspielen und Solo-Bühnenshows machte sie sich dort in den 80ern und 90ern einen Namen. Außerdem arbeitete sie als Journalistin, Radiomoderatorin und Fernsehautorin, bis sie sich ganz dem Schreiben widmete.
Holly-Jane Rahlens, a born New Yorker, grew up in Brooklyn and Queens and graduated from Queens College. She moved to Berlin soon after where she has lived virtually all her adult life. While remaining an American citizen, she has flourished in the German media world, working in radio, television and film as an actress, producer, and commentator, and creating a series of highly-praised one-woman-shows. She has written two novels for adults, Becky Bernstein Goes Berlin, Mazel Tov in Las Vegas and Infinitissimo. In 2003 her first novel for teens, Prinz William, Maximilian Minsky and Me, earned the prestigious Deutscher Jugendliteraturpreis as the best young adult novel published in Germany. In 2006 the Association of Jewish Libraries named it a Sydney Taylor Honor Book. It has since been published in 15 countries, twelve languages, and was released in Germany as a major motion picture in fall 2007. Rahlens has published ten novels to date and is currently working on several screenplays, two of which are based on her novels.

Sabine Ludwig

Sabine Ludwig arbeitet seit Jahren außerordentlich erfolgreich als Autorin und Übersetzerin und wurde als «Lesekünstlerin des Jahres 2010» ausgezeichnet. Sie lebt mit ihrer Familie in Berlin.

Rezensionen
Besprechung von 31.10.2009
Schnäppchenjäger, Stasi-Spitzel

Zwanzig Jahre nach dem Fall der Mauer ist das einst geteilte Deutschland auch das Thema einiger Jugendbücher. Dass es nicht leicht ist, sich dieser Vergangeheit zu stellen, wird in jedem der Bücher deutlich. Und auch, dass es sehr viele Wege dorthin gibt.

Zum Mauerfall-Jubiläum ist auch eine ganze Reihe von Kinder- und Jugendbüchern erschienen. Wie erklären sie das Gestern, und wozu dient ihnen diese Deutung im Hier und Jetzt? Denn mit der Historie kann man, wie sich schon Nietzsche erboste, einerseits vortrefflich das Geschehene als das faktisch Gegebene legitimieren, andererseits mit ihr nach Aufklärung über sich selbst forschen. Welchen Blick zurück werfen die Neuerscheinungen auf die Wende und den sozialistischen Alltag?

Claire Lenkovas großartiger Comic "Grenzgebiete" berichtet von den unschönen Seiten des DDR-Alltags. Die Geschichte von der eigentlich ganz normalen Familie, die dann Ende der achtziger Jahren in den Westen ging, fungiert als abschreckendes Beispiel für jegliche aufkeimende Ostalgie. Sie blendet in das öffentliche Gedächtnis die fehlenden Stimmen von ausgereisten Dissidenten ein: Wie erlebten sie die DDR und die Wende? Wer sich wie die religiös engagierten Eltern der kindlichen Helden nicht staatsfromm verhielt, wurde, so führt es das Buch vor, ausgegrenzt; Karriere, private Bindungen und Familienglück wurden unbarmherzig zerstört. Die heute gern erinnerte Unterstützung durch das sozialistische Kollektiv hatte eben auch ihre hässlichen Seiten: Unter Freunden und Nachbarn befanden sich Stasi-Informanten; als die Familie in die Bundesrepublik ausreiste, bereicherten sich andere habgierig an deren Besitz.

Lenkova spart aber auch nicht mit Kritik, wenn es um das neue Leben im Westen geht. Selbst die Wende bringt keine Besserung: Schnäppchenjäger, Stasi-Spitzel und Handlager der Diktatur holen sie wieder ein.

Im Stil eines Fotoalbums friert Lenkova schlaglichtartig Licht- und Schattenseiten im Leben der Familie ein. Die bildlichen Erinnerungsbruchstücke werden zum besseren Verständnis mit Informationen zu Politik und Gesellschaft ergänzt. Durch gekippte Bildachsen, extreme Auf- und Untersichten oder Detailaufnahmen verfremdet sie den Alltag, vermittelt Angst, Einsamkeit und Ohnmacht. Lenkova findet eine expressive Bildsprache für die Schwierigkeit, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen. Ort der Rückschau ist symbolträchtig das ehemalige Grenzgebiet zwischen Ost und West. In der Form zweier Leporelloalben sind vor dem Leser Fundstücke prähistorischer Versteinerungen aufgefaltet und assoziativ mit der Geschichte des wiedervereinigten Landes verwoben. Eine einst lebendige Debatte über die Vergangenheit und die Zukunft des Landes ist völlig erstarrt: Man muss sich ins Niemandsland begeben, um sedimentierte Erinnerung freizusetzen.

Das Thema der Heimatlosigkeit greift auch Petra Kasch in ihrem Roman "Bye-bye, Berlin" auf, dessen Handlung im Jahr 1995 spielt. Die dreizehnjährige Nadja bleibt bei ihrem Vater, als dieser die Chance ausschlägt, zusammen mit seiner Frau ein neues berufliches Umfeld in Hamburg zu finden. Zu DDR-Zeiten noch ein hochgeschätzter Fotograf, stößt er mit einer wendekritischen Ausstellung auf keinen Widerhall; künstlerisch ausgebrannt, greift er zur Flasche. Kasch beschreibt einfühlsam, aber auch sehr beklemmend, wie Nadja und ihr Vater damit überfordert sind, die Folgen der Wende zu verarbeiten. Die emotionale Erstarrung des Vaters löst sich erst, als Nadja für ihn eine öffentliche Ausstellung zusammenstellt, er wieder Interesse und Anerkennung seiner Erinnerungen und Empfindungen erfährt. Am Ende werden Vater und Tochter nach Hamburg ziehen, wo er mit einer neuen Kamera fotografieren wird. Ein Wermutstropfen für den Leser ist der symbolisch grobgestrickte Romanschluss, der die Schuld an der Misere den kapitalistischen Verhältnissen zuschiebt.

Auch die in Berlin lebende amerikanische Autorin Holly-Jane Rahlens erzählt in "Mauerblümchen" eine ungewöhnliche Geschichte über Heimatlosigkeit und die Wende. Sie wählt ein klassisches, wenn auch triviales Handlungsmuster: Ein jugendliches Liebespaar aus West und Ost liegt sich nach Irrungen und Wirrungen endlich in den Armen, und das will uns sagen: Die Wiedervereinigung wird noch ins Lot kommen (wir befinden uns in den unmittelbaren Wendewirren des Jahres 1989). Rahlens' Liebesgeschichte überzeugt mit ihrem leichtfüßigen, manchmal witzigen Ton; sie schafft mit ihrer Ich-Erzählerin, der jüdischen Amerikanerin Molly, eine Figur, die als Fremde noch ganz unverstellt die Kuriositäten und Härten des sozialistischen Alltags beobachten kann, und sie vermittelt dem Leser davon sinnlich-intensive Eindrücke.

Nachdem Molly schon beschlossen hat, nach New York zurückzukehren, weil sie im Westteil Berlins überhaupt keinen Anschluss findet - es ergeht ihr als "Mauerblümchen" im Westen wie Lenkovas Figuren -, kommt alles anders. Auf der Fahrt zum Geburtshaus ihrer verstorbenen Mutter in Ost-Berlin lernt sie Mick, einen jungen Ostdeutschen, kennen, der ihre stereotype Wahrnehmung von Menschen aus der DDR doch sehr in Frage stellt. Sie verliebt sich in ihn - und es sieht fast so aus, als wäre es von Dauer.

HEIDI STROBEL.

Claire Lenkova: "Grenzgebiete". Eine Kindheit zwischen Ost und West. Gerstenberg Verlag, Hildesheim 2009. 47 S., geb., 14,90 [Euro]. Ab 10 J.

Petra Kasch: "Bye-bye, Berlin". Ravensburger Buchverlag, Ravensburg 2009. 252 S., geb., 12,95 [Euro]. Ab 12 J.

Holly-Jane Rahlens: "Mauerblümchen". Rowohlt Verlag, Reinbek 2009. 160 S., br., 12,95 [Euro]. Ab 13 J.

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Besprechung von 06.11.2009
Der literarische Marktplatz
Wende-Geschichten, Liebe inbegriffen
Das historische Datum, 20 Jahre Mauerfall, hat viele Autoren zum Schreiben angeregt, um von den Stimmungen und Gefühlen der Betroffenen zu erzählen. Wie sich das Schicksal der Jugendlichen damals veränderte, schildern zwei Titel, die dabei auf das bewährte Muster der Liebesgeschichte setzen.
Die Heldin im Roman Tine Eisenbeisser (Jacoby & Stuart, 14,95 Euro) schlägt sich mit Problemen herum, die typisch sind für das moderne Jugendbuch: erste Liebe, Schwierigkeiten in der neuen Schule, pubertäre Auseinandersetzungen mit den Eltern, und doch scheint sie auf einem anderen Planeten zu leben. Einmal im Monat beginnt der Schulunterricht mit dem Fahnenappell und in der 7. Klasse werden sie im Unterrichtsfach PA (Produktive Arbeit) in die Betriebe geschickt. Im „Centrum Warenhaus” suchen sie und ihre Mutter nach „Bückware”, und alle acht Wochen versammelt sich die ganze Familie vor dem Fernseher um „Ein Kessel Buntes”, die Unterhaltungssendung aus dem Berliner Friedrichstadtpalast anzuschauen. Dazu trinken die Kinder „Thälmannlimonade” oder „Club Cola”. Es ist das Leben in der DDR, an das sich die Autorin Ira Wedel erinnert, es sind die Wochen von September bis November 1989, die Zeit vor und nach der Öffnung der Mauer, die sie selbst als Dreizehnjährige erlebte und von der sie jetzt erzählt. Für die Jugendlichen, die in Ost- und Westdeutschland nichts mehr davon wissen, und gegen die grassierende Ost-Nostalgie auch der Erwachsenen.
Die Familie Eisenbeisser hat ihren gesellschaftlichen Aufstieg geschafft, als sichtbares Zeichen wurde ihnen eine Wohnung im Zentrum von Berlin zugewiesen: Der Vater, ein linientreuer Volkspolizist, der kritiklos hinter dem Regime steht, obwohl es überall kriselt, die Mutter, Verkäuferin im Volkseigenen Betrieb „Obst, Gemüse und Speisekartoffeln”, die die politische Situation realistischer sieht, und Tine, die in der Schule die Zwänge des Systems mit miesen Lehrern erlebt und deren Freund nach Westberlin flüchtet. Ihr Leben ändert sich radikal nach der Maueröffnung. Mit einem respektlosen, treffsicheren und manchmal ironischen Blick auf das politische Geschehen steht hier die private „Wende” der Familienmitglieder im Mittelpunkt. Sie gipfelt in einem Besuch einer Westberliner Familie, die Tine bei einem heimlichen Ausflug in Westberlin aufnahm. Der Aufprall der zwei deutschen aber völlig fremden Welten findet erst nach viel Alkohol ein versöhnliches Ende, und das Happy-End, Tine begegnet ihrem verlorenen Freund in Westberlin wieder, ist das Zugeständnis an die Gefühle der jungen Leser.
Die Lust auf Liebesgeschichten nutzt auch die Autorin Holly-Jane Rahlens in ihrem Roman Mauerblümchen (rororo rotfuchs, 12,95 Euro). Molly, ihre Heldin, eine junge Deutsch-Amerikanerin, ist im wahrsten Sinne des Wortes so schüchtern wie der Titel signalisiert. Sie lebt mit ihrem Vater, der für ein Jahr eine Gastprofessur angenommen hat, in Berlin. Weil sie sich in ihrer deutschen Schulklasse nicht wohlfühlt, plant sie, ihren Aufenthalt vorzeitig abzubrechen. Die Öffnung der Mauer hat sie auch nicht besonders beeindruckt. Am letzten Tag vor ihrem Rückflug steigt sie in die S-Bahn, um das Haus in Kreuzberg zu suchen, in dem ihre verstorbene Mutter aufwuchs, bevor sie mit ihrer Familie vor den Nazis in die USA flüchtete. Bei der Fahrt trifft sie auf einen Jungen, der sie nicht nur unglaublich fasziniert, sondern ihr auch das Leben in Ostberlin zeigt.
Holly-Jane Rahlens wohnt seit den 70er Jahren in Westberlin und hat ihre Erfahrungen und Erlebnisse aus Mauerfall und Wende in dieser Liebesgeschichte eingebracht. Sie lässt den Jungen realistisch aus seinem DDR-Alltag erzählen und verzichtet auf Schwarz-Weiß-Malerei und Klischees. So fühlt er sich nicht als Held, weil er in Ost-Berlin geblieben ist. Eine Rolle, die auch in die optimistische Stimmung der Geschichte nicht passen würde. (ab 12 Jahre) ROSWITHA BUDEUS–BUDDE
SZdigital: Alle Rechte vorbehalten - Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung exklusiv über www.sz-content.de
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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Eine junge jüdische Amerikanerin kommt im Spät-Achtziger West-Berlin nicht zurecht und will schon zurück nach New York. Dann aber fällt die Mauer, sie lernt einen Mann aus dem Osten kennen und lieben und schon sieht die Welt anders aus. Ein bisschen schematisch findet die Rezensentin Heidi Strobel das auf der Ebene der Erzählkonstruktion schon, aber Holly Jane Rahlen mache dann das beste daraus. Stilistisch sei das immer gelungen und in der Fremdperspektive auf den Osten speziell interessant. Umso besser, dass die Autorin davon dann auch "sinnlich-intensive Eindrücke" zu vermitteln versteht.

© Perlentaucher Medien GmbH