-45%
5,99
Bisher 10,90**
5,99
Alle Preise in Euro, inkl. MwSt.
**Preis der gedruckten Ausgabe (Broschiertes Buch)
Sofort per Download lieferbar
Bisher 10,90**
5,99
Alle Preise in Euro, inkl. MwSt.
**Preis der gedruckten Ausgabe (Broschiertes Buch)
Sofort per Download lieferbar

Alle Infos zum eBook verschenken
Als Download kaufen
Bisher 10,90**
-45%
5,99
Preis in Euro, inkl. MwSt.
**Preis der gedruckten Ausgabe (Broschiertes Buch)
Sofort per Download lieferbar
Abo Download
9,90 / Monat*
*Abopreis beinhaltet vier eBooks, die aus der tolino select Titelauswahl im Abo geladen werden können.

Preis in Euro, inkl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Einmalig pro Kunde einen Monat kostenlos testen (danach 9,90 pro Monat), jeden Monat 4 aus 40 Titeln wählen, monatlich kündbar.

Mehr zum tolino select eBook-Abo
Jetzt verschenken
Bisher 10,90**
-45%
5,99
Preis in Euro, inkl. MwSt.
**Preis der gedruckten Ausgabe (Broschiertes Buch)
Sofort per Download lieferbar

Alle Infos zum eBook verschenken
0 °P sammeln

  • Format: ePub

Jetzt bewerten


Berlin in den 20er Jahren. Glitzerndes Nachtleben, drohende Unruhen und Massenelend. Die Fieberkurve der Inflation steigt immer schneller. Im Tiergarten wird eine ermordete Prostituierte gefunden: hingerichtet mit einem Genickschuss. Kurz vor ihrem Tod soll sie versucht haben, brisante Informationen an die Alliierte Kontrollkommission zu verkaufen. Hat man sie zum Schweigen gebracht? Weiß ihre Freundin Henny mehr, als sie zugibt? Nicht nur die Kriminalpolizei geht der Sache nach, sondern auch der britische Geheimdienst. Henny, eine schillernde, androgyne Schönheit, lässt sich jeden Abend durch…mehr

Produktbeschreibung
Berlin in den 20er Jahren. Glitzerndes Nachtleben, drohende Unruhen und Massenelend. Die Fieberkurve der Inflation steigt immer schneller. Im Tiergarten wird eine ermordete Prostituierte gefunden: hingerichtet mit einem Genickschuss. Kurz vor ihrem Tod soll sie versucht haben, brisante Informationen an die Alliierte Kontrollkommission zu verkaufen. Hat man sie zum Schweigen gebracht? Weiß ihre Freundin Henny mehr, als sie zugibt? Nicht nur die Kriminalpolizei geht der Sache nach, sondern auch der britische Geheimdienst. Henny, eine schillernde, androgyne Schönheit, lässt sich jeden Abend durch die Nachtlokale treiben, auf der Suche nach zahlungskräftigen Liebhabern und ein paar Gramm Kokain. Im Auftrag des britischen Agenten Arthur Rowland folgt sie den Spuren ihrer ermordeten Freundin und wagt sich dabei immer weiter auf die dunkle Seite Berlins. Eine Spur führt zu einer Wannsee-Villa, in der eine Geschlossene Gesellschaft ihre sadomasochistischen Feste feiert. Henny ahnt nicht, worauf sie sich eingelassen hat. Es geht um das bestgehütete Geheimnis ihrer Zeit, und der Gegner ist umso gefährlicher, als er jeden ihrer Schritte beobachten kann. Ein tödlicher Wettlauf beginnt.

Dieser Download kann aus rechtlichen Gründen nur mit Rechnungsadresse in A, B, BG, CY, CZ, D, DK, EW, E, FIN, F, GB, GR, H, IRL, I, LT, L, LR, M, NL, PL, P, R, S, SLO, SK ausgeliefert werden.

  • Produktdetails
  • Verlag: Books on Demand
  • Seitenzahl: 320
  • Erscheinungstermin: 07.03.2016
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783741214479
  • Artikelnr.: 44696414
Autorenporträt
Lührs, Manfred
Manfred Lührs, geboren in Hamburg, studierte Geschichte und Architektur, war in der Baubranche tätig und übersetzte amerikanische Literatur. Er veröffentlichte zunächst Kurzgeschichten und Erzählungen, dann erschien bei Reclam Leipzig sein Roman "Im Dunkel Berlins". Sein neues Projekt ist eine Reihe von Kriminalromanen, die in Portugal spielen, dem Land, in dem er heute lebt. Der erste Band wird demnächst erscheinen. www.manfredluehrs.com
Rezensionen
Möchten Sie mal einen richtigen, saftigen Schmöker konsumieren? So einen, der sich zur gepflegten Literatur verhält wie ein soßengewürzter, zwiebelbelegter Hamburger zum erlesenen Feinschmecker-Diner? Dann sei Manfred Lührs Politkrimi aus der Reichshauptstadt der zwanziger Jahre empfohlen, den jeder, auch der historisch nicht Vorgebildete, verstehen kann. Und er lässt in keiner Zeile Langeweile aufkommen. Frankfurter Allgemeine Zeitung
Besprechung von 29.08.2000
Wo alle Betthasen grau sind
Manfred Lührs macht die Weimarer Republik zum Tatort

Möchten Sie mal einen richtigen, saftigen Schmöker konsumieren? So einen, der sich zur gepflegten Literatur verhält wie ein soßengewürzter, zwiebelbelegter Hamburger zum erlesenen Feinschmecker-Diner? Dann sei Manfred Lührs' Politkrimi aus der Reichshauptstadt der zwanziger Jahre empfohlen, den jeder, auch der historisch nicht Vorgebildete, verstehen kann. Und er läßt in keiner Zeile Langeweile aufkommen.

Erstaunlich, wie gut Manfred Lührs sich auf dem Stadtplan Berlins auskennt. Dabei ist er gar kein Berliner, sondern ein Hamburger, der in irgendeinem Nest bei Schleswig wohnt. Ebenso souverän hantiert er mit Ereignissen, über die schon mehr als dreieinhalb Jahrzehnte hinweggegangen waren, als er 1959 geboren wurde. Des Rätsels Lösung ist wohl, daß es vorzügliche Stadtkarten und auskunftsfreudige Nachschlagewerke gibt. Seine Berliner Szene wirkt nur dort ein bißchen schwach, wo ein Lexikon nicht weiterhelfen kann, in der spezifischen Stadtatmosphäre. Der Norddeutsche Lührs ist nicht intim mit den Berliner Menschentypen und seine Nase nicht mit dem Odeur Berlins. Klugerweise hat er sich mit dergleichen auch gar nicht weiter eingelassen, sondern die politkriminellen Elemente seiner historischen Inszenierung in die erste Reihe gestellt.

Die Geschichte spielt im Jahre 1923. Die Deutschen leiden unter der Reparationslast, die der Versailler Vertrag ihnen aufbürdet, und unter der Demütigung, die mit der Kriegsniederlage 1918 über sie hereingebrochen ist. Im französisch besetzten Westen tobt der Ruhrkampf. Berlin laboriert noch an den Wunden aus dem Spartakusaufstand 1919 und dem Kapp-Putsch 1920. Zahllose Parteien zerreißen das Volk, von rechts und von links. Vor den Stadttoren, im Dunkel der Wälder, schulen sich militärische Kader für ihren Wiederaufstieg zur Macht.

Das alles zeigt der Roman aber nicht, er läßt nur davon reden. Denn nicht als Handlungselemente braucht er diese historischen Fakten, sondern als Bauteile der eigentlichen Dramenbühne. Auf dieser Bühne agiert eine dreiteilige Personage: erstens die Repräsentanten der siegreichen Entente, zusammengefaßt in einer Kontrollkommission, die jede Spur neuer deutscher Kriegslüsternheit bekämpfen soll. Aber anders als nach dem Zweiten Weltkrieg stehen den alliierten Kontrolleuren keine eigenen Eingreiftruppen zur Verfügung. Deshalb müssen, zweitens, deutsche Helfer an die Heimatfront. Sie demonstrieren den moralischen Niedergang der Besiegten, mühsam kaschiert vom Glitzerglanz der fiebrigen Zwanziger. Und drittens gibt es den deutschen Feind der Alliierten wie der Kollaborateure, den in der Theorie patriotischen, in der Praxis kriminellen Widerstand gegen die Versailler Verträge.

Rechnet man diese Ingredienzen zusammen, so ergibt sich ein Cocktail aus Kriminaldrama und 007-Legende. Genau das ist der Roman, und in ihm agiert auch eine Art James Bond der roaring twenties, nämlich Arthur Rowland vom Secret Service, aus London nach Berlin entsandt, um zugunsten des britischen Empires zu operieren. Allerdings verfügt Rowland nicht über Bonds zielbewußte Aufrichtigkeit. Er läßt seine Operation eher schleifen und verwendet Zeit wie Kraft lieber für illegale Inflationsgeschäfte. Und für allerlei Bettgeschichten, zum Beispiel mit Lina, die ein geborenes Fräulein von Beelitz ist und sich dem Kommunismus verschrieben hat. Vor allem aber schäkert Rowland mit Henny, die - beziehungsweise der - eigentlich Henrik heißt und als aufregender androgyner Betthase gilt.

Alles ist vorhanden, was ein Thriller braucht: die unbarmherzige Mordbereitschaft der Politstrolche samt entsprechenden Taten; die Unbeirrbarkeit eines wackeren Berliner Kriminalkommissars, dessen Ermittlungsergebnisse von rechtslastigen Chefs unter den Teppich gekehrt werden, die Unzulänglichkeiten der alliierten Kontrolleure; die zwielichtige Berliner Vergnügungsszene, in der Begierden à la Marquis de Sade provoziert und bedient werden. Vor allem das letztgenannte Detail prägt den Roman. Was da in Grunewaldvillen und Hinterhofkabuffs geschieht, würde der lesende Normalbürger für unmöglich halten, hätte ihn nicht sein Fernseher eines Besseren belehrt. Die De-Sade-Jünger sind weitgehend identisch mit den militaristischen Ultrarechten. Das mutet sonderbar an, wenn man an die schrille Kleinbürgermoral der später siegreichen Hakenkreuzfraktion denkt. Allerdings zeichnete ein Hans Fallada, Zeitgenosse und Porträtist der Zwanziger, in seinem Roman "Wolf unter Wölfen" einen Leutnant der Schwarzen Reichswehr, bei dem Mädchenschändung und Mord auch nicht weit auseinanderliegen.

Ansonsten geht im Buch alles wie das Hornberger Schießen aus. Eine Enttäuschung für den gutmeinenden Leser? Zu derlei Regungen kommt er gar nicht. Bis zur letzten Seite muß er um allzu viele Figuren zittern, die den rechten Verschwörern in politischem oder erotischem Zusammenhang gefährlich geworden sind. Am Ende zittert er um die Kommunistin Lina, deren Seele an der Enthüllung krankt, daß der große Lenin die illegale Aufrüstung der Reichswehr unterstützt. Aber nicht aus diesem Kummer wächst das Menetekel, sondern daraus, daß Lina ein Mordgeheimnis der Rechtsradikalen aufgedeckt und sich damit die Feme auf den Leib gehetzt hat. Zurückverwandelt in das Fräulein von Beelitz, flüchtet sie in einem Auto, das von einem zwielichtigen Leutnant gesteuert wird. Wo rollt es hin? Zurück in die nationale Vaterwelt? Oder vorwärts zur nationalistischen Richtstätte? Der Romanautor ist unbarmherzig, er versagt uns die Antwort.

SABINE BRANDT

Manfred Lührs: "Im Dunkel Berlins". Roman. Reclam Verlag, Leipzig 2000. 318 S., geb., 39,80 DM.

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
…mehr

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Sabine Brandt empfiehlt dieses Buch all jenen, die gerne mal wieder einen "richtigen, saftigen Schmöker" in die Hand nehmen möchten. Spannend bis zur letzten Seite findet sie diesen Berlin-Thriller, der im Jahr 1923 angesiedelt ist und in ihren Augen eine Art 007-Geschichte der zwanziger Jahre ist. Wirklich erstaunlich findet Brandt die historischen Berlin-Kenntnisse des Norddeutschen Lührs, wenngleich sie einräumt, dass diese Kenntnisse beim "Berliner Menschentypus" an eine Grenze stoßen. Das kann sie jedoch verschmerzen, da in diesem Buch vielmehr die Krimi-Elemente im Vordergrund stehen, wie sie anmerkt. Alle krimitypischen Ingredienzien sieht Brandt hier vorhanden. Besonders beeindruckt zeigt sie sich darüber hinaus von dem, was sich in "Grunewaldvillen und Hinterhofkabuffs" abspielt, wo nämlich ultrarechte Bösewichter ihrer Verehrung für den Marquis de Sade huldigen. Gut, dass man so etwas schon aus dem Fernsehen kennt, findet sie, sonst würde man es "für unmöglich halten".

© Perlentaucher Medien GmbH