Das Buch der unheimlichen Orte in Deutschland
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Geheimnisvolle Seen, legendäre Spukorte, Nixen, Moorleichen, verlassene Klöster und keltische Kultstätten: In Deutschland gibt es eine Vielzahl verwunschener Orte und sagenumwobener Plätze. Ob Blautopf, Falkensteiner Höhle, Externsteine oder Kyffhäuser: Dieser Bildband über Lost Places und das sagenhafte Deutschland porträtiert mystische Orte und verfluchte Stätten. Er lüftet Geheimnisse und stöbert dabei den ein oder anderen Waldgeist auf.…mehr

Produktbeschreibung
Geheimnisvolle Seen, legendäre Spukorte, Nixen, Moorleichen, verlassene Klöster und keltische Kultstätten: In Deutschland gibt es eine Vielzahl verwunschener Orte und sagenumwobener Plätze. Ob Blautopf, Falkensteiner Höhle, Externsteine oder Kyffhäuser: Dieser Bildband über Lost Places und das sagenhafte Deutschland porträtiert mystische Orte und verfluchte Stätten. Er lüftet Geheimnisse und stöbert dabei den ein oder anderen Waldgeist auf.
  • Produktdetails
  • Verlag: Frederking & Thaler
  • Artikelnr. des Verlages: .16227, 16227
  • 1. Auflage
  • Seitenzahl: 223
  • Erscheinungstermin: 21. März 2018
  • Deutsch
  • Abmessung: 261mm x 194mm x 25mm
  • Gewicht: 944g
  • ISBN-13: 9783954162277
  • ISBN-10: 395416227X
  • Artikelnr.: 50219005
Autorenporträt
Aubel, Henning
Als Redakteur, Lektor und Autor widmet sich Henning Aubel vor allem Themen aus Natur und Technik, Geschichte und Politik, Länderkunde und Reisen. Er entwickelt auch Konzepte und wagt sich an umfangreiche Aufgaben heran. Mit wachem Auge blickt der gelernte Historiker gern hinter die Dinge, um unter der Oberfläche Verborgenes ans Licht zu bringen.
Rezensionen
Besprechung von 29.04.2018
Für den Tisch Dass gerade Deutschland etwas Düsteres bis Verwirrendes an sich habe, ist in der Geistesgeschichte ein immer wiederkehrendes Thema. "Ich kann Deutsch genauso gut wie der Irre, der es erfunden hat", sagte Mark Twain vor etwas mehr als einhundert Jahren. Und zu dem Ausruf "Mein Gott, sind sie abscheulich" ließ Virginia Woolf sich hinreißen, als sie ein einziges Mal kurz in Deutschland war. Will man die Orte besuchen, die ganz besonders zu dem etwas unheimlichen Ruf beitragen, den Deutschland hat, gibt es jetzt das Buch für eine schaurige Rundreise. Sie kann lang werden. Rund 50 seltsame Teiche, gefährliche Flüsse, Labyrinthe, Stollen, Tunnel oder Felsen stellt das "Buch der unheimlichen Orte in Deutschland" vor. Und natürlich ist der Brocken dabei, auf dem die Hexen in der Walpurgisnacht mit dem Teufel eine Party feiern. Aber der ist ja nur das, was jeder erwartet in einer solchen Sammlung. Viel überraschender: Es gibt einen ganz bestimmten Teich, an dem Frau Holle hauste und den Menschen Güte und Grausamkeit brachte, je nachdem, wie sie gerade wollte. Seit 1641 gibt es den Frau-Holle-Teich, und er soll besonders unergründlich tief sein, liegt mitten im Hohen Meißner im Fulda-Werra-Bergland, nur mit einer guten Karte zu finden (die natürlich im Buch abgedruckt ist).

Angeblich war das Gewässer eine Kultstätte schon zu Zeiten des römischen Reichs, nur weiß niemand, wofür genau - damit ist es so etwas wie unser Stonehenge. Ein Teich im Wald, wie viel sagt das über die deutsche Seele? Um die geht es überhaupt oft. Am Pfingstsonntag 1886 stirbt König Ludwig II. im Starnberger See, und bis heute ist unklar, ob es Mord, Selbstmord oder ein Unfall war. Womöglich war der Mann, der sich Neuschwanstein bauen ließ, homosexuell und hielt die Heimlichkeit nicht mehr aus. Mit dem Monarchen liegt tot im See ein anderer Mann, ebenfalls ertrunken, der Psychiater Bernhard von Gudden. Ein Kreuz erinnert an die Stelle. Wer mehr als nur ein Kreuz sehen will, wer mitten in das Gespenstische hinein will, muss sich vielleicht Ruinen der Industrie ansehen. Viele der unheimlichen Orte sind menschengemacht. Die Geisterdörfer, die der Braunkohletagebau hinterlassen hat etwa, südlich von Mönchengladbach. Der Regierungsbunker im Ahrtal bei Bonn, als Atom-Zuflucht für den Kanzler ab 1960 gebaut. Oder, natürlich, die Berliner Unterwelten. In Bunkern und Tunnels hallt die Geschichte der Stadt wider, von Bombenangst bis zu deutsch-deutschen Fluchtversuchen. Ein Verein macht diese Unterwelten den Touristen zugänglich. Das Beklemmende hat eine Faszination. Aber man ist froh, wenn man wieder oben ankommt.

Henning Aubel: "Das Buch der unheimlichen Orte in Deutschland. Schaurige Plätze und ihre Geschichten". Frederking & Thaler, 224 Seiten, 25,99 Euro

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