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Berlin um 1930. Die Wiener Schauspielerin Elli ist wieder einmal ohne Engagement. Die nächste Miete ist bereits überfällig und die tägliche triste Mahlzeit besteht schon seit Wochen aus Suppe. In einer von Wirtschaftskrise, Massenarbeitslosigkeit und greller Armut geschüttelten Zeit scheint immerhin ihre neue Liebe, der solide Jura-Student Robert, eine Schulter zum Anlehnen zu versprechen. Und dann gibt es da auch noch das neue Kabarett-Kollektiv "Jazz". Gemeinsam mit einem bunten Trüppchen gleichgesinnter, mittelloser junger Künstler und Künstlerinnen hat Elli das Kabarett gegründet - aus der…mehr

Produktbeschreibung
Berlin um 1930. Die Wiener Schauspielerin Elli ist wieder einmal ohne Engagement. Die nächste Miete ist bereits überfällig und die tägliche triste Mahlzeit besteht schon seit Wochen aus Suppe. In einer von Wirtschaftskrise, Massenarbeitslosigkeit und greller Armut geschüttelten Zeit scheint immerhin ihre neue Liebe, der solide Jura-Student Robert, eine Schulter zum Anlehnen zu versprechen. Und dann gibt es da auch noch das neue Kabarett-Kollektiv "Jazz". Gemeinsam mit einem bunten Trüppchen gleichgesinnter, mittelloser junger Künstler und Künstlerinnen hat Elli das Kabarett gegründet - aus der Not, aber mit viel Idealismus und noch mehr Hoffnung auf den großen Sprung.
  • Produktdetails
  • Verlag: Aviva
  • Seitenzahl: 215
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 224 S. m. Abb.
  • Deutsch
  • Abmessung: 217mm x 131mm x 22mm
  • Gewicht: 364g
  • ISBN-13: 9783932338366
  • ISBN-10: 3932338367
  • Best.Nr.: 26359620
Autorenporträt
Lili Grün wurde 1904 als Tochter eines jüdischen Kaufmanns in Wien geboren. Sie machte eine Ausbildung zur Kontoristin, nahm Schauspielunterricht und spielte an der Bühne der Sozialistischen Arbeiterjugend (SAJ). Ende der 1920er Jahre ging sie nach Berlin, wo sie zur quirligen Kabarettszene gehörte und Gedichte und Geschichten im Berliner Zeitgeist-Magazin Tempo und im renommierten Prager Tagblatt veröffentlichte. Zurück in Wien, verarbeitete sie ihre Berlin-Erlebnisse in ihrem Roman "Alles ist Jazz" (Erstauflage 1933 unter dem Titel "Herz über Bord" im Paul Zsolnay Verlag). Die Wiener Presse bejubelte Lili Grüns Debüt; noch im selben Jahr wurde sie - neben Hilde Spiel - für den Julius-Reich-Dichter-Preis vorgeschlagen. Nach einem längeren Aufenthalt in Prag und Paris erschien 1935 der Theater-Roman "Loni in der Kleinstadt". Nach der nationalsozialistischen Okkupation Österreichs im März 1938 hatte Lili Grün als jüdische Schriftstellerin schlagartig keine Möglichkeit mehr zu publizieren. Verarmt und lungenkrank blieb ihr die Emigration ins rettende Ausland verwehrt. Am 27. Mai 1942 wurde sie aus Wien deportiert und sofort nach ihrer Ankunft im weißrussischen Maly Trostinec am 1. Juni 1942 ermordet.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Sabine Rohlf freut sich über die Wiederentdeckung dieser besonderen Autorin. Der Roman der 1904 Geborenen spiele im Berlin der Weltwirtschaftskrise, und erzähle lakonisch vom Lieben und Leiden einer sehr jungen Schauspielerin. Ein Zeitporträt und das Porträt einer frisch emanzipierten Frauengeneration, so Rohlf. Lili Grüns Berlin-Roman sei 1933 in Wien erschienen und prompt mit einem Preis ausgezeichnet worden. "Um diese Lili Grün ist mir nicht bange", habe damals der bekannte Wiener Publizist Robert Neumann in der Wiener "Neuen Presse" über die 29-Jährige geschrieben, deren Leben dann 1942 in einem Konzentrationslager bei Minsk ein gewaltsames Ende finden sollte. So wird die Kritikerin von diesen unsentimentalem Roman durch das Wissen um das Schicksal seiner Autorin doppelt berührt.

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