Nicht alle waren Mörder - Degen, Michael
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Mit elf Jahren musste Michael Degen zusammen mit seiner Mutter vor den Nationalsozialisten fliehen. Es folgte ein Leben im Untergund, mit der ständigen Angst entdeckt und deportiert zu werden. Aber in dieser Welt, die aus den Angeln gehoben war, gab es Menschen, die sie versteckten, bis der Krieg vorbei war. Freunde und Fremde, Menschen die nicht fragten, sondern wortlos halfen.…mehr

Produktbeschreibung
Mit elf Jahren musste Michael Degen zusammen mit seiner Mutter vor den Nationalsozialisten fliehen. Es folgte ein Leben im Untergund, mit der ständigen Angst entdeckt und deportiert zu werden. Aber in dieser Welt, die aus den Angeln gehoben war, gab es Menschen, die sie versteckten, bis der Krieg vorbei war. Freunde und Fremde, Menschen die nicht fragten, sondern wortlos halfen.
  • Produktdetails
  • List Taschenbücher Nr.60910
  • Verlag: List Tb.
  • Seitenzahl: 332
  • Erscheinungstermin: September 2009
  • Deutsch
  • Abmessung: 188mm x 118mm x 25mm
  • Gewicht: 239g
  • ISBN-13: 9783548609102
  • ISBN-10: 3548609104
  • Artikelnr.: 25549934
Autorenporträt
Degen, Michael
Michael Degen, geboren 1932 in Chemnitz, überlebte die Nazizeit versteckt mit seiner Mutter im Berliner Untergrund. Er spielte an allen großen deutschsprachigen Theatern und wurde einem breiten Publikum durch Kino- und Fernsehrollen bekannt. Mit Nicht alle waren Mörder - Eine Kindheit in Berlin wurde er zum Bestsellerautor.
Rezensionen
Besprechung von 04.03.2000
Mit Martchen
Die Kindheitserinnerungen des
Schauspielers Michael Degen
„Bis zum heutigen Tag werde ich das Gefühl von Minderwertigkeit nicht los, das ich als Kind eingeimpft bekam” – der jüdische Junge, der davon träumt, in die SS eintreten zu dürfen („Die Macht wäre auf meiner Seite”), verbarg sich die letzten beiden Kriegsjahre mit seiner Mutter in Berlin, angewiesen auf die geradezu tollkühne Hilfsbereitschaft von Menschen, die sich selbst damit in Lebensgefahr brachten. Nicht alle waren Mörder ist der Titel dieser Erinnerungen an die Helfer in finsteren Zeiten: an den kommunistischen Gärtner und seine gütige Schwägerin Martchen mit ihrer Nase „in fabelhafter Überlänge”; an die adelige russische Emigrantin, die dem elfjährigen Jungen Sexspielchen beibringt und Chopin spielt „bis zum Gehtnichtmehr”; an die freundliche Nutte Grete mit ihren Zahnstummeln und Säbelbeinen; an Nationalsozialisten, die längst nicht mehr an den Endsieg glauben; an das Personal in Botschaften und Gefangenenlagern, das gefälschte Papiere besorgt und Nahrungsmittel abzweigt, um die Verfolgten durchzufüttern – keine Widerstandskämpfer, sondern Menschen, die sich wie selbstverständlich über Verbote und Vorschriften des Unrechtsregimes hinwegsetzen. Ihrer grandiosen Unbekümmertheit verdankt der Erzähler das Leben. Und sie verdanken ihm nun ihre plakative Wiederbelebung. Denn Michael Degen findet keine Sprache für sein Material, so wie ihm auch offenbar nicht bewusst ist, dass für einen solchen Rückblick in die Kindheit eine Erzählweise hätte gewählt werden müssen, in der sich erzählendes und erlebendes Ich voneinander abgrenzen.
So plaudert er sich durch den Schrecken, wie wir es aus Talkshows kennen, wenn Prominente ihre Vergangenheit ausbreiten: bewegt, aber nicht zu sehr – ein schneller Scherz bremst die Betroffenheit, Anekdoten auf Pointe hin serviert, aber durchaus dem Ernst des Themas angeglichen, ganz viel wörtliche Rede im Dienste der Authentizität, und das klingt dann – zum Beispiel über den Luftangriff der Amerikaner – so: „Mein Gott, dachte ich, da sitzen die Leute in ihren Flugzeugen, haben andere Uniformen an, sprechen eine andere Sprache und wir sitzen hier unten zwischen dieser beschissenen Mörderbande mit ihrem beschissenen Onkel Adolf und seiner beschissenen Ausrotter-SS. Gleich werden die da oben ihre Bomben runterschmeißen auf diese miese Bande. Aber sie können auch uns töten. ”
GERDA MARKO
MICHAEL DEGEN: Nicht alle waren Mörder. Eine Kindheit in Berlin. Econ, München 1999. 320 S. , 39,90 Mark.
SZdigital: Alle Rechte vorbehalten - Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung exklusiv über www.diz-muenchen.de
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"Dass Degen nichts beschönigt, weder sein Handeln und Denken, noch das der anderen Personen, ist eine der Stärken des Buches." (DIE WELT)

"Vor allem ist das Buch ein wundersam schlichtes Denkmal für all jene, Deutsche waren sie, die den Degens unter der Gefährdung ihres Lebens und ihrer Familie halfen." (STUTTGARTER ZEITUNG)

"Ein außerordentliches Zeitgemälde." (MITTELDEUTSCHE ZEITUNG)