Der Überdruss - Mo Yan
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Mo Yans neuer Roman beginnt am 1. Januar 1950 in der Hölle. Kurz zuvor ist durch Mao Tsetungs Landreformbewegung die traditionelle Ordnung des ländlichen China abgeschafft worden.Zwei Jahre lang hat Fürst Yama, der Herrscher der Unterwelt, den Grundbesitzer Ximen Nao jeder möglichen Folter unterworfen, um ihn zu zwingen, die Anklagepunkte zu akzeptieren, die zu dessen Hinrichtung durch die Kleinbauern führten. Aber Ximen Nao beteuert hartnäckig seine Unschuld.Widerwillig lenkt Yama schließlich ein und erlaubt Ximen, auf die Erde zu seinem früheren Besitz im verarmten Shandong zurückzukehren.…mehr

Produktbeschreibung
Mo Yans neuer Roman beginnt am 1. Januar 1950 in der Hölle. Kurz zuvor ist durch Mao Tsetungs Landreformbewegung die traditionelle Ordnung des ländlichen China abgeschafft worden.Zwei Jahre lang hat Fürst Yama, der Herrscher der Unterwelt, den Grundbesitzer Ximen Nao jeder möglichen Folter unterworfen, um ihn zu zwingen, die Anklagepunkte zu akzeptieren, die zu dessen Hinrichtung durch die Kleinbauern führten. Aber Ximen Nao beteuert hartnäckig seine Unschuld.Widerwillig lenkt Yama schließlich ein und erlaubt Ximen, auf die Erde zu seinem früheren Besitz im verarmten Shandong zurückzukehren. Aber als dieser dort ankommt, findet er zu seiner Enttäuschung heraus, dass er nicht als Mann wiedergeboren wurde, sondern als Esel. Mit den Augen des Tieres verfolgt er nun das Schicksal seiner früheren Familie, seiner Freunde, Rivalen und Feinde. Weitere Wiedergeburten lassen ihn zu einem Stier, einem Schwein, einem Hund und einem Affen werden und schließlich zu einem Jungen mitgroßem Kopf,der ein verblüffendes Gedächtnis und ein Talent für Sprachen hat. Aus der derben und außerordentlich unterhaltsamen Perspektive eines jeden Charakters - sowie von Mo Yan selbst, der immer wieder unterbricht, um Ereignisse zu kommentieren - erzählt dieser Roman die letzten 50 Jahre der stürmischen Geschichte Chinas. 'Der Überdruss' ist dazu bestimmt, ein Klassiker der gegenwärtigen Literatur zu werden.
  • Produktdetails
  • Verlag: Horlemann
  • Originaltitel: Shengsi Pilao
  • 2. Aufl.
  • Seitenzahl: 812
  • Erscheinungstermin: Oktober 2012
  • Deutsch
  • Abmessung: 235mm x 164mm x 63mm
  • Gewicht: 1246g
  • ISBN-13: 9783895023446
  • ISBN-10: 3895023442
  • Artikelnr.: 36672863
Autorenporträt

Guan Móyè, bekannt unter seinem Pseudonym Mo Yan, wurde am 17. Februar 1955 in Gaomi in der Provinz Shandong geboren. Als Sohn einer Bauernfamilie verließ der junge Mo Yan mit zwölf Jahren die Schule um ebenfalls in der Landwirtschaft, als Hirte, tätig zu werden. Sein Studium der Literatur begann er an der Kunsthochschule der chinesischen Volksbefreiungsarmee im Jahr 1984. Dieser hatte er sich bereits acht Jahre zuvor angeschlossen.


Mo Yans erster veröffentlichter Text war eine Novelle in einer chinesischen Literaturzeitschrift, damals allerdings noch unter seinem Geburtsnamen. Seinen Durchbruch erzielte er mit seinem Roman "Trockener Fluss"(1986, dt. 1997), zu diesem Zeitpunkt verwendete er allerdings bereits seinen Künstlernamen, der übersetzt so viel bedeutet wie "nicht sprechen" - eine selbstironische Betitelung. Sein wohl bekanntestes Werk, der Historienroman "Das rote Kornfeld", wurde 1987 (dt. 2007) publiziert und noch im gleichen Jahr verfilmt.


Seine größte Herausforderung beim Schreiben sieht Mo Yan in der Verarbeitung von sozialen Realitäten. Um diese möglichst authentisch darzustellen lässt er viele seiner eigenen Kindheitserfahrungen in seine Arbeit einfließen, weshalb diese nach seiner eigenen Aussage untrennbar mit seinem Privatleben verbunden ist.


Heftige Kritik musste Mo Yan nach dem Gewinn des Nobelpreises für Literatur 2012 über sich ergehen lassen. Einige frühere Gewinner des Preises bemängelten seine Nähe zur chinesischen Regierung, seine Aussagen zur Zensur, sowie sein Schweigen bezüglich des in China inhaftierten Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo. Die Tatsache, dass er trotz seiner Tätigkeit als stellvertretender Vorsitzender im chinesischen Schriftstellerverband Kritik an seinem Heimatland übte, sowohl in seinen Werken wie auch in seiner Dankesrede in Stockholm, wurde dabei jedoch größtenteils ignoriert.


Neben dem in Frankreich im Exil lebenden und im Jahr 2000 ausgezeichneten Gao Xingjianist Mo Yan erst der zweite Träger des Literaturnobelpreises aus China.


Auch nach dem Erhalt der Auszeichnung arbeitet Mo Yan weiter an seinen Büchern. Der Autor lebt heute in Peking.