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Die Wirtschaftskrise hat Spanien fest im Griff, und die deutsche Kanzlerin ist aufgrund ihrer rigiden Sparpolitik nicht gerade beliebt. Doch als ein fast bankrotter Damenfriseur von den Plänen eines Terroranschlags während ihres Besuchs in Barcelona erfährt, muss er in einem Wettlauf gegen die Zeit eingreifen. Seine Schwester, die Ex-Prostituierte Cándida, soll ihm dabei helfen und als perfekt frisierte Kopie von Doña Angela am Flughafen mit der echten Kanzlerin vertauscht werden. - Mendoza, ein Meister des komischen Genres, hat sich in seinem neuen Roman selbst übertroffen: eine geniale…mehr

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Produktbeschreibung
Die Wirtschaftskrise hat Spanien fest im Griff, und die deutsche Kanzlerin ist aufgrund ihrer rigiden Sparpolitik nicht gerade beliebt. Doch als ein fast bankrotter Damenfriseur von den Plänen eines Terroranschlags während ihres Besuchs in Barcelona erfährt, muss er in einem Wettlauf gegen die Zeit eingreifen. Seine Schwester, die Ex-Prostituierte Cándida, soll ihm dabei helfen und als perfekt frisierte Kopie von Doña Angela am Flughafen mit der echten Kanzlerin vertauscht werden. - Mendoza, ein Meister des komischen Genres, hat sich in seinem neuen Roman selbst übertroffen: eine geniale Satire über die Auswirkungen der Schuldenkrise und ein rasant erzählter Kriminalroman, in dem Not viel mehr als nur erfinderisch macht.

Dieser Download kann aus rechtlichen Gründen nur mit Rechnungsadresse in A, D, L ausgeliefert werden.

  • Produktdetails
  • Verlag: Nagel & Kimche Verlag Dig
  • Seitenzahl: 288
  • Erscheinungstermin: 29. Juli 2013
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783312005888
  • Artikelnr.: 38107787
Autorenporträt
Eduardo Mendoza, geboren 1943 in Barcelona, ist einer der wichtigsten spanischsprachigen Autoren der Gegenwart. Mendoza studierte Jura und arbeitete zunächst als Rechtsanwalt. Danach war er zehn Jahre lang Dolmetscher bei der Uno in New York. Bereits sein erster Roman Die Wahrheit über den Fall Savolta wurde 1975 mit dem renommierten Premio de la Critica ausgezeichnet. Der Barcelona-Roman Die Stadt der Wunder verhalf Mendoza 1986 zum Durchbruch als international gefeierter Autor; das Buch wurde in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt. Für seinen Roman Katzenkrieg erhielt Eduardo Mendoza 2010 den höchstdotierten spanischen Literaturpreis, den Premio Planeta, sowie 2013 den Europäischen Buchpreis für den besten Roman. 2016 wurde der Autor mit dem Cervantes-Preis, dem wichtigsten Literaturpreis der spanischsprachigen Welt, ausgezeichnet.
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 14.10.2013

Man schnorrt sich so durch, wäscht sich seltener die Haare und lässt anschreiben

Schelmisches Gagatum: Der portugiesische Autor Eduardo Mendoza hat einen satirischen Krimi zur Euro-Krise geschrieben, "Der Friseur und die Kanzlerin".

Nachdem Eduardo Mendoza, der große Stilmixologe aus Katalonien, seine Leser zuletzt zum Buchmessenschwerpunkt Katalonien mit einem sterbenslangweiligen Buch über einen Politik treibenden Zahnarzt enttäuscht hat, geht es auf einmal wieder steil nach oben. Man muss vorausschicken, dass steil nach oben nicht bedeutet, dass Eduardo Mendoza einen bedeutenden Roman geschrieben hat. "Die Stadt der Wunder" etwa, sein pikaresker Klassiker von 1986, handelte vom Aufstieg eines Provinzjungen zum mächtigsten Politiker Barcelonas, wobei Verbrechen und Politik in dieser gleißenden Gesellschaftssatire virtuos zu einer regionalen Mentalitätsgeschichte verschmolzen wurden. In "Der Friseur und die Kanzlerin" greift Mendoza zunächst das Personal eines früheren Romans wieder auf.

In "Niemand im Damensalon" wurde der Held dieser neuen Erzählung bereits eingeführt. Das war vor zehn Jahren. Dieser linkische Friseur ist ein Taugenichts und hat von seinem Schwager einen Damensalon in Barcelona übernommen. Dort wartet er nun auf Kundschaft, die sich auf gut 280 Seiten kein einziges Mal einstellt. Die erwähnte Euro-Krise hat die Bürger von Barcelona fest im Griff. Man schnorrt sich so durch, wäscht weniger Haare als sich gegenseitig die Hände - und im Restaurant lässt man anschreiben. In der Zwischenzeit nimmt der namenlose Held seine Tätigkeit als Spürnase im Dienste verschiedener Auftraggeber wieder auf. Der Auftrag lautet dieses Mal nicht, Licht ins Dunkel eines korrupten Staatsapparats zu bringen. Es geht vielmehr darum, einem kleinen Mädchen (Quesito) den Gefallen zu tun, ihren Ersatzvater wiederzufinden. Es handelt sich um Romulus den Schönen: "Er sah dem damals auf dem Gipfel seiner Kunst und Schönheit stehenden Tony Curtis außerordentlich ähnlich."

Die beiden Männer kennen sich aus der bereits im ersten Friseur-Buch eingeführten Irrenanstalt des Dr. Sugrañes, wo Romulus der Schöne seinen täppischen kleinkriminellen Freund einst vor bösartigen Übergriffen beschützte. Nun ist der Friseur Romulus was schuldig und begibt sich auf die Suche nach dem Helden seiner Knastzeit. Und dann wird es verworren, irrwitzig und im Grunde unerzählbar. Offenbar hat Quesitos Mutter, ihres Zeichens Angestellte einer Gebäudereinigungsfirma, Romulus vor mehr als zehn Jahren als treuen Freund gewonnen. Sie putzte das Gebäude, in dem Romulus nach seiner Haftentlassung als Pförtner arbeitete. "Trotz des Standesunterschieds zwischen einem uniformierten Pförtner und einer einfachen Reinemachefrau entstand zwischen den beiden eine schöne Kameradschaft."

Doch Romulus kann - Tony Curtis hin oder her - den Verlockungen der Unterwelt nicht widerstehen. Er hat sich von alten Strippenziehern zu einem krummen Ding überreden lassen. Seither ist er verschwunden. Nicht ohne vorher einen Brief an Ziehtochter Quesito verfasst zu haben. Darin steht in wehleidigem Ton, dass sehr wahrscheinlich bald schon sein Name in den Massenmedien verunglimpft werde. Es wird also als Erstes die Ehefrau des Gesuchten eingeschaltet. Lavinia zeigt sich lasziv im Damensalon, weiß aber auch nicht, wo ihr schöner Gatte steckt. Die Unterinspektorin Victoria Arrozales wiederum möchte die alten V-Mann-Qualitäten des Friseurs aktivieren und hält ihm das Foto eines international gesuchten Terroristen unter die Nase. Zeitgleich tut Quesito die Adresse eines Yogastudios auf. Dort soll eine Spur zu Romulus führen. Dessen Frau Lavinia pflegt dort offenbar eine Beziehung zum diensthabenden Swami. Ein schwarzer Albino-Pantomimekünstler wird als Wachposten vor dem Zielobjekt installiert sowie andere halbseidene Gestalten, die selbstverständlich, wie auch der Held, das Herz auf dem rechten Fleck haben: "Ich bin nur ein Damenfriseur mit einem Kredit der Caixa - weniger dionysisch kann man nicht sein."

In diesem satirischen Krimi passiert soviel Slapstick, dass es sich kaum wiedergeben lässt. Als Quesito den chinesischen Salonnachbarn vorgestellt wird, sagt der Patriarch: "Das ist ein schöner Name: Kue-schi-tou. In unserer Sprache bedeutet er Mondnacht im Sommer." "Stimmt nicht", sagt sein kleiner Sohn. "Es heißt Abgelaufenes Zäpfchen." In diesem Stil zündet Eduardo Mendoza einen Witz nach dem anderen, und man muss sich wirklich verbeugen vor so viel Mut zum pikaresken Gagatum. Nur kommt die Gesellschaftskritik, die Mendoza auch zu üben für sich in Anspruch nimmt, da manchmal zu kurz. Es soll sich ja um eine Satire angesichts der Euro-Krise handeln. Das wird insofern eingelöst, als es sich bei dem zu vereitelnden Terroranschlag, in den Romulus verwickelt ist, um ein Attentat auf unsere Kanzlerin handelt. Aufgrund einer actionreichen Travestienummer erwischt es aber nicht Angela, sondern nur ihr Double, die kapriziöse und etwas einfältige Schwester des Friseurs. Und ausgerechnet die chinesischen Warenhausbesitzer und höflichen Nachbarn des Damensalons übernehmen bald die Geschäfte des unfähigen Spaniers. Mitleidig und wohltätig sind sie gegenüber ihren wirtschaftlich ausgebluteten Gastgebern, denn unser Friseur darf fortan im Restaurant die Teller waschen: "Westler sind schlechte Mathematiker." Sehr viel tiefer geht es nicht. Man hat also seinen albernen Spaß mit diesem neuen Mendoza, aber als Parabel auf das sinkende Schiff Europa und einen übermächtigen und krisenbewussten asiatischen Markt oder einfach als Parodie des grassierenden Deutschenressentiments wird das Ganze nicht in die Literaturgeschichte eingehen.

KATHARINA TEUTSCH.

Eduardo Mendoza: "Der Friseur und die Kanzlerin".

Aus dem Spanischen von Peter Schwaar. Nagel & Kimche Verlag, München 2013. 280 S., geb., 18,90 [Euro].

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 08.08.2013

Unfrisiert
Euro-Trash: Eduardo Mendozas
„Der Friseur und die Kanzlerin“
Auf dem Flughafen in Barcelona wird die Kanzlerin erwartet. Alle sind bereit, besonders bereit aber sind der namenlose Held und seine Komplizen, um Angela Merkel zu entführen und sie durch ein Double zu ersetzen. Das klappt schneller, als es die Polizei erlaubt, und weil Merkel in dem gealterten Katalanen einen früheren Geliebten zu erkennen meint, lässt sie sich mitnehmen, ohne zu murren. Die Entführung ist gutwillig, denn sie wollen die Kanzlerin vor einem terroristischen Anschlag bewahren. Tatsächlich wird kurz darauf auf den Balkon des Rathauses geschossen, Schreie und Entsetzen, während Merkel in einer schmierigen Kneipe versucht, ihren Manolito zur Vernunft zu bringen.
So ein Plot klingt nach einem Schmarren. Und anfangs hält man Eduardo Mendoza für einen nervigen Witzigtuer, der in jedem Satz ein Späßchen unterbringen muss. Aber dann liest man das Buch wie einen Comic-Strip, grell koloriert und unverschämt unterhaltsam. Und man nimmt ihm sogar seine seltsam gedrechselten Sprechblasen ab: „Natürlich bin ich in dieser schwierigen Phase der Präadoleszenz ausschließlich mit mir selbst beschäftigt“ – sagt ein dreizehnjähriges Mädchen. „Der Friseur und die Kanzlerin“ ist ein Trash-Comic auf die Euro-Krise. Wenn wir schon untergehen, dann bitte so, dass wir uns totlachen.
Der Damensalon unseres Helden hat zwar täglich geöffnet, aber dass eine Dame hereinkommt und sich die Haare machen lässt, ist nicht zu erwarten. Obwohl naheliegend, spielt Merkels Frisur zum Glück keine Rolle, höchstens in einem kurzen Witz, der nicht wehtut. In den Bars und Restaurants gibt es kaum Gäste, weil die Menschen kein Geld übrig haben. Nur ein chinesisches Warenhaus, ausgerechnet gegenüber dem Salon, macht Gewinn mit billigem Tand. Am Ende kapern die Chinesen den verschuldeten Salon und richten einen Imbiss ein.
Unser Held hat Wichtigeres zu tun. Er muss Angela Merkel retten. Und er muss einen alten Freund aufspüren, den er in die Attentatspläne verwickelt glaubt. Dazu heuert er in der Fußgängerzone lebende Statuen an, die er da und dort zum Spionieren aufstellt. Der alte Freund ist ein nicht mehr ganz junger Stenz, trotzdem heißt er wie früher Romulus der Schöne. Dieser Ganove hat bereits einiges verbockt. Die Entführung der Barça-Fußballer im Flugzeug ist kläglich gescheitert. Dass sich sein neuer Partner als echter Terrorist entpuppt, trifft ihn selbst am tiefsten. Aber Zeugen dafür will er nicht haben. Auch seinen alten Freund nicht, unseren Helden, den er in der Wohnung einer Frau überrascht. Er kramt nach seiner Pistole, doch er findet sie nicht. Er denkt, er hat sie nicht eingesteckt. Und bricht in Tränen aus.
Um ihn zu trösten, sagt die Frau: „Das muss der Stress der letzten Tage gewesen sein.“ Wenn Frauen es allzu gut meinen, vernichten sie die Männer. Darum ist Romulus mit diesen einfühlsamen Worten erledigt.
RALPH HAMMERTHALER
Eduardo Mendoza : Der Friseur und die Kanzlerin. Roman. Aus dem Spanischen von Peter Schwaar. Verlag Nagel & Kimche, Zürich 2013. 288 S., 18,90 Euro.
Wenn wir schon untergehen, dann
bitte so, dass wir uns totlachen
DIZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über www.sz-content.de
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Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Angetan zeigt sich Rezensentin Jeannette Villachica von Eduardo Mendozas Roman über ein krisengeschütteltes Barcelona. Im Mittelpunkt sieht sie einen - aus früheren Büchern des spanischen Schriftstellers bereits bekannten - Friseur und Hobbydetektiv, der einem geplanten Terroranschlag auf die unbeliebte deutsche Bundeskanzlerin auf die Schliche kommt und den er mit einigen Freunden zu vereiteln sucht. Von einigen etwas zähen Passagen abgesehen hat Villachica den Roman mit großem Vergnügen gelesen. Er strotz ihres Erachtens nur so von komischen Szenen, zeigt einen absurden Humor und entwickelt sich zunehmend zu einer "aberwitzigen Gesellschaftssatire".

© Perlentaucher Medien GmbH
"Beißend-komische Krimi-Farce von einem der Stars der spanischen Literatur." Focus, 29.07.13 "Grell koloriert und unverschämt unterhaltsam." Ralph Hammerthaler, Süddeutsche Zeitung, 08.08.13 "Eine mit barocker Sprachlust erzählte Slapstick-Komödie mit einer genial-verrückten Hauptperson." Sibylle Peine, DPA, 06.08.13 "Wild, laut, bunt und erfüllt von der rustikalen Komik des spanischen Volkstheaters." Katharina Döbler, Deutschlandradio Kultur, 06.09.13 "Humor zu wagen, sei immer ein Risiko, aber dieses Risiko liebt Mendoza, genauso, wie er die Finger nicht von der Rebellion lassen kann und will." Jeannette Villachica, Neue Zürcher Zeitung, 07.12.13 "Ein überdrehtes, komisches, albernes, rührendes, schnelles Buch, das zum heißen Sommer passt." Tobias Rüther, FAS, 28.07.13