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Glück geht vorbei – zum Glück! Ein Lesebuch der besonderen Art.
Mit dem Glück ist es wie mit Diäten oder Erkältungskrankheiten: tausend Rezepte – aber keine überzeugenden Erfolge. Gar keine? Deutschlands lustigster Arzt findet die Trüffel der Glücksforschung, das Kuriose, Komische und Menschliche. Endlich spricht einer aus, was keiner wahrhaben will: Wir sind von Natur aus bestens geeignet, das Glück zu suchen, aber eklatant schlecht darin, zufrieden zu sein. Warum? Wer die evolutionären Webfehler in unseren Wünschen kennt, hat gut lachen. Ein erfrischend provokanter Perspektivenwechsel auf Finanzkrise, Partnerwahl und Erdbeermarmelade.…mehr

  • Geräte: eReader
  • ohne Kopierschutz
  • eBook Hilfe
  • Größe: 14.61MB
Produktbeschreibung
Glück geht vorbei – zum Glück! Ein Lesebuch der besonderen Art.
Mit dem Glück ist es wie mit Diäten oder Erkältungskrankheiten: tausend Rezepte – aber keine überzeugenden Erfolge. Gar keine? Deutschlands lustigster Arzt findet die Trüffel der Glücksforschung, das Kuriose, Komische und Menschliche. Endlich spricht einer aus, was keiner wahrhaben will: Wir sind von Natur aus bestens geeignet, das Glück zu suchen, aber eklatant schlecht darin, zufrieden zu sein. Warum? Wer die evolutionären Webfehler in unseren Wünschen kennt, hat gut lachen. Ein erfrischend provokanter Perspektivenwechsel auf Finanzkrise, Partnerwahl und Erdbeermarmelade.

Dieser Download kann aus rechtlichen Gründen nur mit Rechnungsadresse in A, B, BG, CY, CZ, D, DK, EW, R, E, FIN, F, GR, H, IRL, I, HR, LR, LT, L, M, NL, PL, P, SK, SLO, S, GB ausgeliefert werden.

  • Produktdetails
  • Verlag: Rowohlt E-Book
  • Seitenzahl: 416
  • Erscheinungstermin: 24.12.2016
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783644001077
  • Artikelnr.: 47104919
Autorenporträt
Eckart von Hirschhausen

DR. MED. ECKART VON HIRSCHHAUSEN, geboren 1967, ist Deutschlands bekanntester Arzt und einer der erfolgreichsten Sachbuchautoren («Glück kommt selten allein ...», «Wunder wirken Wunder»). Hirschhausen verbindet medizinische Inhalte mit Humor und nachhaltigen Botschaften. Seit über 20 Jahren ist er als Komiker auf allen großen Bühnen Deutschlands unterwegs, aktuell mit seinem Liveprogramm «Endlich!». In der ARD moderiert Hirschhausen die Wissensshows «Frag doch mal die Maus» und «Hirschhausens Quiz des Menschen» und dreht Reportagen. Mit seiner Stiftung HUMOR HILFT HEILEN bringt er gesundes Lachen ins Krankenhaus und stärkt das Humane in der Humanmedizin und Pflege.

Rezensionen
Man muss sich Hirschhausen als einen glücklichen, weil glückbringenden Menschen vorstellen.
Besprechung von 04.03.2009
Das Hedonimeter weist den Weg

Er ist nach eigenem Bekunden der lustigste Arzt Deutschlands und adlig obendrein: Eckart von Hirschhausen tritt neuerdings als ratgebender Glücksbringer auf.

Sie kennen den Dr. Hirschhausen noch nicht? Dann gehören Sie zu einer schwindenden Minderheit. Sie haben also, wofür es gute Gründe gibt, die Sendung "Schmidt & Pocher" nie gesehen, wo der Doktor regelmäßig zu Gast ist. Sie schauen offensichtlich generell nicht oft fern und lesen womöglich auch keine Zeitungen oder Zeitschriften, weil Ihnen sonst der Mann, der sich als "lustigster Arzt Deutschlands" feiern lässt, längst begegnet wäre. Sie gehören auch nicht zu den anderthalb Millionen Käufern des bestverkauften Sachbuch-Taschenbuchs 2008, Verfasser: Dr. med. Eckart von Hirschhausen, Titel: "Die Leber wächst mit ihren Aufgaben". Mit seinen Auflagen wächst wiederum die Wahrscheinlichkeit, dass Sie den Doktor demnächst doch kennenlernen. Soeben hat er ein neues Buch veröffentlicht, das sofort an die Spitze der Sachbuchliste gestiegen ist. Jeder muss jederzeit damit rechnen, dass es ihm jemand schenkt.

Getrost dürfen wir von einem Bestseller auf Bestellung sprechen. Von Hirschhausen vereint mehrere Attribute, mit denen man in unserem Lande Eindruck machen kann: Er ist promoviert. Er ist Arzt. Er ist adlig. Er ist Humorist, und jene können seit einiger Zeit schreiben, worüber sie wollen, ob über Religion (Dieter Nuhr) oder über die eigene Katze (Ralf Schmitz): Die Leute nehmen's ihnen ab, in Massen. Solche Bücher landen verlässlich in den Bestsellerlisten, obwohl oder gerade weil sie kaum rezensiert werden. Lieber führen die Redaktionen mit dem Autor ein launiges Gespräch oder lassen ihn gleich selbst schreiben. In dem, was wir für seriöse Presse halten, haben wir eine Rezension des Hirschhausen-Buchs bis Redaktionsschluss nicht entdecken können, dafür diverse Interviews und Buchauszüge. Die "Bild"-Zeitung widmete dem Werk gleich eine Serie, womit die Sache endgültig gelaufen war. Das Lob, das der Doktor im Anhang seiner Managerin spendet, der "unermüdlichen Strategin hinter meinem Erfolg", ist vollauf verdient: Die Frau hat ganze Arbeit geleistet.

Schon das Exposé zum Buch muss ein Verlegertraum gewesen sein. "Glück kommt selten allein . . .", so der Titel, verspricht Lebenshilfe, Populärwissenschaft, Psychologie und Zivilisationskritik, dargereicht in sanften Dosen und verpackt in weiche Comedy-Polster. Das riecht nach neuem Rekord an Amazon-Verweisen - wenn die Leser von Dietrich Grönemeyer, Dale Carnegie, Bastian Sick, Harald Schmidt und Hape Kerkeling alle zu den Heilmitteln des Herrn Doktor greifen.

"Dieses Buch kann Sie glücklich machen", schreibt der Doktor in seinem "Vorwort für Optimisten und Neugierige" und beruhigt den Gelegenheitsleser: "Es ist ja keine Literatur. Auf mühselige Erklärungen wird verzichtet, denn was hilft einem die Philosophiegeschichte, wenn ich wissen möchte, wie ich im Alltag meinen Jammerlappen auswringen kann?" Unangestrengte Unterhaltungslektüre mit maximalem Profit: Das ist Maßarbeit nicht nur für jene Manager, die sich vom Referenten Eckart von Hirschhausen schon im "Führen mit Humor" unterrichten lassen ("Entwickeln Sie Ihr komisches Eigenkapital"). Und noch ein zweites Vorwort hat der Doktor verfasst, nämlich eines "für Pessimisten und Kritiker". Sie fordert er auf, ihr negatives Urteil ruhig zu verbreiten: "Sonst erwischt es noch jemanden, der nicht ausreichend kritisch an die Sache herangeht. Und der würde womöglich Spaß daran haben." Wenn uns das Buch nicht zusagt, dann liegt das also nicht am Buch, sondern an uns Miesepetern, die anderen keinen Spaß gönnen.

Man dürfe ihn den "Hape Kerkeling der Wanderniere" nennen, befindet von Hirschhausen und offenbart so, in wessen Liga er sich wähnt. Der böse Blick des Pessimisten käme womöglich zu einem anderen Ergebnis, nämlich dass der lustige Medicus über ein eher beschränktes komödiantisches Repertoire verfügt: ein Mario Barth mit Fremdwörtern. Durch das neue Buch kann man sich davon überzeugen, dass mäßiges Kabarett nicht gewinnt, wenn man es niederschreibt. Das liest sich nämlich so: "Die Digitalfotografie hat viel Positives, gerade weil sie ohne Negative auskommt." - "Die Schattenseite der Schokoladenseite ist die Sucht." - "Beim Tanzen kann man seine Sorgen vergessen, sogar die um Alzheimer." - "Für den Opernliebhaber ist Placido Domingo besser als Placebo." Diese Erscheinungsform des Humors scheint ansteckend zu sein. Erste Symptome zeigt der Hirnforscher Manfred Spitzer, der sich auf dem Buchrücken mit dem Satz zitieren lässt: "Hirschhausen ist spitze, ich bin Spitzer!"

Welche geheimen Glücksrezepte verrät uns nun der Doktor? Musik tut ebenso gut wie frische Luft und Freunde. Wir sollen singen, tanzen und Sport treiben. Uns Zeit nehmen für uns und für andere. Schokolade essen und Wein trinken, aber nicht zu viel. Außerdem empfiehlt er uns, "die Glotze" abzuschaffen; das immerhin ist, aus dem Munde eines Fernseharztes, originell. Die meisten anderen Ratschläge sind es weniger. Fachkenntnis kann man von Hirschhausen nicht absprechen, der viele wissenschaftliche Werke gelesen hat, leider aber auch alte Witzbücher. Nicht einmal den abgenützten Yeti-Gag ("Wie, den Messner gibt's wirklich?") erspart er uns. Und direkt auf eine bedenkenswerte Analyse der Floskel, dass man seinem Ärger stets Luft machen sollte, folgt ein Abschnitt darüber, warum Männer gern in der Nase bohren.

Das alles würde längst keine knapp vierhundert Seiten füllen, streckte der Doktor den Text nicht mit etlichen Ulkfotos, Gimmicks und Bastelbögen - vom Mundwinkelmesser "Hedonimeter" bis zur "dunklen Seite", die man einfach rausreißen solle. Beigelegt ist außerdem ein Aufkleberset mit Buchzitaten, mit dessen Hilfe die Leser - wieder so ein raffinierter Schachzug - des lustigen Doktors Wort in die Welt tragen können. Und dann gibt es noch, zum Verschicken an gute Freunde, eine Postkarte mit der Botschaft: "Ich wollte nur, dass Du weißt, dass ich Dich mag." Die Briefmarke ziert ein treuherzig blickender Dr. von Hirschhausen. Spätestens dieses Arsenal von Niedlichkeiten offenbart, mit wem der omnipräsente Glücksbringer tatsächlich in einer Liga spielt: mit der Diddl-Maus.

JÖRG THOMANN

Eckart von Hirschhausen: "Glück kommt selten allein . . ." Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 2009. 384 S., Abb., geb., 18,90 [Euro].

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Für Jörg Thomann riecht das Buch nach "Bestseller auf Bestellung". Dass sich Thomann als Vertreter der seriösen Presse dieses Schmökers der Kategorie "profitable Unterhaltungslektüre" dennoch annimmt, verdient natürlich unseren Respekt. Um so mehr, als die von Eckart von Hirschhausen für sich reklamierte Verwandtschaft zu den Harald Schmidts und Hape Kerkelings laut Rezensent ein Wunschtraum des Autors bleibt. Mit seiner Lebenshilfe im Comedykorsett, Bastelbögen und Aufkleberset inklusive, spielt der Autor für Thomann eher in der Liga der Diddl-Maus. Die hier versammelten Lebensweisheiten (Wein, Weib und Gesang) erscheinen ihm trotz aller Fachkenntnis des Doktor Hirschhausen (Achtung Fremdwörter!) nicht nur wenig originell, sondern auch von nur mäßigem komödiantischen Reiz.

© Perlentaucher Medien GmbH