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Rom hat die Welt unterworfen und sie zivilisatorisch und politisch geeint. Souverän und stilistisch bravourös schildert Greg Woolf, wie es gelang, diesen bis heute einzigen Weltstaat der Geschichte zu sichern und ihm Dauer zu verleihen: ein packender Parcours durch 1500 Jahre Weltgeschichte- das neue Standardwerk.
Triumph und Leistungen einer Weltmacht: Greg Woolf, einer der international renommiertesten Historiker für das antike Rom, betrachtet die Geschichte der römischen Republik und Kaiserzeit als Einheit. Dadurch lässt er ganz Europa und die Mittelmeerwelt vor unseren Augen lebendig
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Produktbeschreibung
Rom hat die Welt unterworfen und sie zivilisatorisch und politisch geeint. Souverän und stilistisch bravourös schildert Greg Woolf, wie es gelang, diesen bis heute einzigen Weltstaat der Geschichte zu sichern und ihm Dauer zu verleihen: ein packender Parcours durch 1500 Jahre Weltgeschichte- das neue Standardwerk.

Triumph und Leistungen einer Weltmacht: Greg Woolf, einer der international renommiertesten Historiker für das antike Rom, betrachtet die Geschichte der römischen Republik und Kaiserzeit als Einheit. Dadurch lässt er ganz Europa und die Mittelmeerwelt vor unseren Augen lebendig werden. Alle wichtigen Facetten der römischen Zivilisation kommen zur Sprache. Der Autor zeigt, wie das Römische Reich funktionierte, und stellt es in den Zusammenhang anderer Reiche von China bis Peru. Allerneueste archäologische und
historische Erkenntnisse lassen den weltgeschichtlich einzigartigen Erfolg Roms in einem neuen Licht erscheinen. Nicht zuletzt geht es um die alles bedeutende Frage: Warum konnte gerade Rom unter allen uns bekannten Imperien so lange überdauern und eine derart unvergleichliche Wirkung ausüben - bis zum heutigen Tag?
  • Produktdetails
  • Verlag: Klett-Cotta
  • Originaltitel: Rome
  • Seitenzahl: 495
  • Erscheinungstermin: 11. November 2017
  • Deutsch
  • Abmessung: 211mm x 142mm x 35mm
  • Gewicht: 457g
  • ISBN-13: 9783608961942
  • ISBN-10: 3608961941
  • Artikelnr.: 48082280
Autorenporträt
Greg Woolf studierte Altertumswissenschaften an den Universitäten von Oxford und Cambridge. Er ist einer der weltweit führenden Historiker für die Geschichte des Römischen Reichs. Von 1998 bis 2014 lehrte er als Professor für die Geschichte des Altertums an der Universität St Andrews, Schottland. Seit 2015 ist er Direktor des Institute of Classical Studies in London. Seine Forschungsschwerpunkte sind die römische Wirtschafts- und Sozialgeschichte sowie die Geschichte der antiken Religion.
Rezensionen
"Ungemein lesenswert." Manuel Opitz, Praxis Geschichte, Januar 2016 "Am Ende legt der Leser ein Buch aus der Hand, das mit gründlicher Sachkenntnis und spürbarer Leidenschaft geschrieben wurde - bereits dies verdient lang anhaltenden Beifall." Werner Dahlheim, Zeitschrift für Geschichtswissenschaft, Dezember 2015 "Eine sehr innovative Studie, deren Lektüre sehr zu empfehlen ist." Patrick Reinard, Antike Welt, September 2015 "Wer sich auf das anspruchsvolle Buch einlässt, wird nach der Lektüre sicher zu dem Ergebnis gelangen, dass "Zukunft und Nachleben des Römischen Reiches eine aufregende Angelegenheit" ist." Stefan Rebenich, Neue Zürcher Zeitung, 2.9.2015 "Woolfs Analyse einer 1500 Jahre umfassenden Geschichte liest sich spannend wie ein Krimi, auch für den (alt-)historischen Laien wird einsichtig, warum sich eine Weltmacht so lange halten konnte, welche Konsequenzen das sogar noch für die Gegenwart hat. Woolf zieht kenntnisreich Vergleiche zu anderen (auch außereuropäischen) Imperien, arbeitet dabei die Effektivität des römischen plastisch heraus." Kleine Zeitung, 22.8.2015 "Seine Biografie Roms eröffnet neue Blicke auf die Geschichte des Reiches. Bei einem so intensiv erforschten Thema wie der römischen Geschichte ist das eine beachtliche Leistung." Ann-Kathrin Büüsker, Deutschlandradio Kultur LesArt, 15.8.2015 "Der Historiker Greg Woolf hat eine fast 500-seitige Biografie des Weltreichs geschrieben, die vieles davor Verfasste verblassen lässt. So glanzvoll geschrieben wie die Höhepunkte der Geschichte, die es beschreibt." Erhard Schütz, Der Freitag, 20.8.2015 "Greg Woolfs Rom-Biografie ist ein beeindruckender Parforceritt durch die Epochen und Probleme des Imperium Romanum. Dass Woolf sich dabei noch die Zeit für den einen oder anderen Seitenblick auf andere Weltreiche nimmt, Rom mit Persien, dem Maurya-Reich in Nordindien oder China nach dem Ende der Qin-Dynastie vergleicht, um Gemeinsamkeiten und Spezifika gegenüberzustellen, verleiht seiner Studie eine globalhistorische Dimension." Simon Strauss, Süddeutsche Zeitung, 12.8.2015 "Woolf schreibt so anschaulich, übersichtlich und kenntnisreich, wie es fast nur Angelsachsen schaffen." NZZ Geschichte, Juli 2015 "Woolfs Rom-Biografie ist ein neues Standardwerk." Harald Loch, Frankfurter Neue Presse, 7.7.2015 "Reflektiertes, sehr empfehlenswertes Buch." Uwe Walter, Damals, Juli 2015 "Neuartig und fesselnd an diesem Buch aber ist die Art, wie die verschiedenen Aspekte dieses Mega-Themas unter einer zentralen Fragestellung zusammengeführt werden: Was war an Rom so anders als an anderen vergleichbaren Großreichen, dass dieses Imperium über tausend Jahre bestand und seine Symbole, Herrschaftsgesten und Strukturen bis heute bedeutsam sind?" Katharina Döbler, Deutschlandradio Kultur Buchkritik, Juni 2015 "Eine äußerst lesenswerte und auch lesbare Studie zur "Ewigen Stadt"." Andreas Trojan, Bayern 2 Diwan, 4.7.2015 "Greg Wollf hat ein gut verständliches Buch geschrieben, es liest sich leicht, ist aber ein dichtes Geschichtswerk." Geneviève Lüscher, NZZ am Sonntag, 28.6.2015 "Ein spannend zu lesendes Buch, in dem man sich Kapitel für Kapitel durch einen historischen Kosmos bewegen kann." Monika Melchert, Lesart, Juli 2015 "Ein großartiges Buch." Clemens Schlip, Die Tagespost, 5.5.2015 "Statt erneut über den Untergang des römischen Reiches zu grübeln, hat der britische Althistoriker Greg Woolf sich ganz einfach gefragt, wie dieses Reich überhaupt so lange bestehen konnte... Es ist methodische Konsequenz, die Woolfs Buch so spannend macht." Peter Körte, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 10.5.2015 "Woolf erzählt diese Geschichte nicht als Erster. Aber in seinen Händen und seiner luziden Prosa sind das Römische Reich und die Denkaufgaben, die es weit über die Alte Welt hinaus stellt, wieder eine aufregende Angelegenheit."Uwe Walter, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.4.20…mehr

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 10.05.2015

Rom, nach 300

Das Imperium lebt weiter, auch wenn die Römer heute ständig darauf herumtrampeln, weil das Hoheitszeichen SPQR (Senat und Volk von Rom) die römischen Kanaldeckel ziert. Im Mittelmeerraum, in Deutschland oder England erinnern Trümmer und Ruinen an die Größe Roms, das von einer kleinen Stadt zum Weltreich wurde, das lange Republik war und nicht ganz so lange Monarchie, bevor es erst in zwei Teile und schließlich ganz zerfiel.

Das ist alles mehr oder weniger bekannt. Aber manchmal braucht es nur eine kleine Perspektivverschiebung, und schon sieht man das Bekannte in einem anderen Licht. Statt erneut über den Untergang des römischen Reiches zu grübeln, hat der britische Althistoriker Greg Woolf sich ganz einfach gefragt, wie dieses Reich überhaupt so lange bestehen konnte. Sein Buch "Rom. Die Biographie eines Weltreichs" besteht, wie er das treffend nennt, aus einer Reihe von "Satellitenbildern", aus großer Entfernung aufgenommen, mit scharfem Blick für Strukturen, offen für Vergleiche mit anderen Reichen. Die römische Geschichte wird man jetzt nicht zu großen Teilen umschreiben müssen; es ist die methodische Konsequenz, die Woolfs Buch so spannend macht, auch wenn Althistorikerkollegen garantiert ihre Einwände haben werden.

Woolf benutzt den Begriff der "langen Dauer" im Sinne der Annales-Schule, er führt durch eine im Wesentlichen bäuerlich geprägte Welt mit langfristig stabilen klimatischen Bedingungen, in welcher sich Roms Aufstieg vollzieht, sehr expansiv, aber in der Herrschaftsausübung anfangs "informell und indirekt", auch in späterer Zeit ohne Organisationsformen und Sicherheitsstrategien, die ein Reich dieser Größe zu verlangen scheint. Über eine "gemäßigte Tributwirtschaft" gelangte das kaum je hinaus, Elemente zentraler Verwaltung und ein konsistenteres Steuersystem kamen erst nach dem Jahr 300 auf, fast schon zu spät.

Das hat zu tun mit einer nur rudimentären politischen Ökonomie, damit, dass es staatliche Strukturen und Aufgaben, einen Apparat im neuzeitlichen Verständnis, nicht gab, weshalb die Verwendung des Staatsbegriffs im Buch auch ein bisschen schlampig ist. Roms Stabilität beruhte auf seinen Institutionen, der Familie samt Sklavenwirtschaft, dem Klientelwesen und einer sich ausbreitenden städtischen Kultur. Diese Elementarteile sorgten dafür, dass die römische Zivilisation noch eine Weile fortbestehen konnte, als das Reich zwischen dem 5. und 7. Jahrhundert "Invasion, Auseinanderbrechen und dramatischer Verkleinerung" durchlief. Erst als ihre Kohäsionskräfte schwanden, setzte Roms bis heute dann doch noch recht vitales Nachleben ein.

Peter Körte

Greg Woolf: "Rom. Die Biographie eines Weltreichs". Aus dem Englischen von Andreas Wittenberg. Klett-Cotta, 495 Seiten, 29,95 Euro

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