Geschichte der römischen Republik (eBook, ePUB) - Bringmann, Klaus
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Roms Aufstieg zur Weltmacht verlief über viele Stationen auf einem langen, wechselvollen Weg aus kleinen bäuerlich-landstädtischen Anfängen bis hin zum antiken Großreich. Die entscheidenden Weichenstellungen in diesem historischen Prozess erfolgten in der Zeit der römischen Republik, die in dieser großen Darstellung wieder lebendig wird. Anschaulich beschreibt Klaus Bringmann die entscheidenden Weg- und Wendemarken in mehr als 500 Jahren römischer Geschichte. Überblicksdarstellungen längerer Zeitspannen wechseln sich ab mit der Schilderung bedeutender, folgenreicher Ereignisse der inneren und…mehr

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Produktbeschreibung
Roms Aufstieg zur Weltmacht verlief über viele Stationen auf einem langen, wechselvollen Weg aus kleinen bäuerlich-landstädtischen Anfängen bis hin zum antiken Großreich. Die entscheidenden Weichenstellungen in diesem historischen Prozess erfolgten in der Zeit der römischen Republik, die in dieser großen Darstellung wieder lebendig wird. Anschaulich beschreibt Klaus Bringmann die entscheidenden Weg- und Wendemarken in mehr als 500 Jahren römischer Geschichte. Überblicksdarstellungen längerer Zeitspannen wechseln sich ab mit der Schilderung bedeutender, folgenreicher Ereignisse der inneren und äußeren Geschichte - wie etwa des Krieges gegen Karthago oder der Auseinandersetzung um die Reformbemühungen der Gracchen. In ‚Nahaufnahmen' werden die Protagonisten der römischen Republik vorgestellt: der sagenumwobene Brutus, der den letzten der römischen Könige vertrieben haben soll, der sprichwörtlich gestrenge Cato, aber natürlich auch Marius und Sulla, Caesar und Pompeius und schließlich Augustus, der die Republik zur Monarchie transformierte.

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  • Produktdetails
  • Verlag: Beck C. H.
  • Seitenzahl: 464
  • Erscheinungstermin: 21.07.2017
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783406714672
  • Artikelnr.: 48560285
Autorenporträt
Klaus Bringmann lehrte bis zu seiner Emeritierung an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main.
Rezensionen
Besprechung von 03.12.2002
Natürlich muß man eiserne Gesundheit mitbringen
Kraftnahrung von imposanter Köstlichkeit: Klaus Bringmanns Geschichte der Römischen Republik / Von Uwe Walter

Seit Montesquieus "Considérations sur les causes de la grandeur des Romains et de leur décadence" (1734) wird die Geschichte der Römischen Republik als philosophische Geschichte geschrieben. D'Alembert benennt in seiner Lobrede auf den Verfasser im fünften Band der "Encyclopédie" als Grundaufgabe einer solchen Historiographie, die Ursachen für Aufstieg, Blüte, Verfall und Niedergang großer Reiche zu ermitteln. Besonders klar erkennbar seien sie in der Geschichte der Römer, zeige diese doch "eine von der Vernunft beherrschte Politik und ein bestimmtes System in der Machterweiterung, das nicht erlaubt, das Glück dieses Volkes dunklen und untergeordneten Triebkräften zuzuschreiben". Die Ursachen der römischen Größe seien in der Geschichte zu finden, den Philosophen komme es zu, diese Ursachen aufzudecken.

Wenn sich auch bald ausschließlich die Historikerzunft dem Enthüllungswerk widmete, so konnten die Meistererzählungen ihrer besten Vertreter doch stets den Anspruch erheben, im Horizont ihrer Zeit die gültigen Antworten zu geben. So sah der noch nicht vierzigjährige Theodor Mommsen den Sinn der republikanischen Geschichte in der Synthese von Volkssouveränität und Monarchie sowie in der Einigung der italischen Nation durch Rom. Joseph Vogt, der 1932 im Alter von siebenunddreißig eine ebenfalls immer wieder aufgelegte Darstellung vorlegte, suchte den römischen Ruhm in Staatskunst und Völkerregiment. Vogt konnte mit der verbreiteten Überzeugung operieren, daß dem unübersichtlichen Gewebe, welches Personen und Ereignisse knüpften, einheitliche Wirkkräfte zugrunde lagen, in diesem Falle "der dem römischen Volk eingeborene Wille zur Macht". Solange der Machtwille durch "rechtlichen Sinn" gebändigt wurde, konnte er nicht in Willkür ausarten; erst als durch griechische und orientalische Einflüsse die alten Bindungen gelockert und die altrömische Lebensordnung aufgelöst wurden, kehrte sich die Macht nach innen, stürzte sie Rom und sein Reich in Chaos und Bürgerkrieg, bis schließlich Augustus eine monarchische Ordnung begründete, in der sowohl das Reich mit seinen Bedürfnissen und kulturellen Angeboten als auch die republikanische Tradition aufgehoben waren, wenn auch auf ganz verschiedene Weise.

Die großen Sinnmodelle eines von verborgenen Kräften bestimmten, paradigmatischen Geschichtsverlaufes mögen schal geworden sein; ihr implizites Fortwirken ist indes unbestreitbar. Kontingenz und Wandel zwischen der Begründung der Römischen Republik um 500 vor Christus und ihrem definitiven Ende, das meist in der Schlacht von Actium im Jahre 31 vor Christus gesehen wird, finden sich üblicherweise in ein ehernes Periodisierungsschema eingezwängt, das letztlich auf antike Geschichtsmodelle zurückgeht und so attraktiv war, weil es Lehren für die Diagnose der jeweils eigenen Zeit bereitzuhalten schien. Mochte die schlichte organische Abfolge von Aufstieg, Blüte und Verfall auch eher zum Hinnehmen des Unausweichlichen mahnen, so bildete das Wechselspiel zwischen Konsens und Konflikt zwischen Adel und Volk sowie innerhalb des Adels selbst einen variablen Faktor von erheblicher Geschichtsmächtigkeit. Antike Geschichtsschreiber und moderne Historiker schenkten ihm große Aufmerksamkeit, während moralische und religiöse Erklärungsmodelle bei letzteren bald außer Kurs kamen. Auch der geographische Raum als Lebensraum, von Mommsen und Vogt lange vor der Annales-Schule als buchstäblicher Grund der römischen Geschichte erkannt, scheint unter Ideologieverdacht geraten zu sein.

Klaus Bringmann eröffnet sein Werk statt dessen mit dem Hinweis, daß die Gründung Roms aus heutiger Sicht nicht mit einem Datum verbunden werden kann, um dann die frühesten Siedlungs-, Gesellschafts- und Herrschaftsstrukturen zu erläutern. Bewußt stellt sich der Frankfurter Emeritus in eine lange Kontinuität, sieht er doch die Aufgabe jeder Darstellung der Geschichte der Römischen Republik darin, die alte Frage Montesquieus im Licht der Ergebnisse der modernen Geschichtswissenschaft neu zu beantworten. Hinzuzufügen wäre: natürlich und wiederum zeitgemäß ohne jede teleologische Immanenz.

Das Buch weist vielmehr alle Vor- und einige Nachteile einer in langen Jahren gereiften Überblicksvorlesung auf. Faktenreich und -sicher, schnörkellos und auktorial bietet Bringmann in erster Linie Instruktion entlang der gängigen Epochengliederung, bei der die institutionellen und legislativen Umwälzungen mit der äußeren Expansion verbunden werden. Dieser räumt der Autor deutlichen Vorrang ein. Der Aufstieg Roms zur einzigen Weltmacht des Mittelmeerraumes fand unter der Führung einer weltgeschichtlich einzigartigen Aristokratie, der Nobilität, statt. Wer in Rom Politik trieb, gehörte zum Adel, und wer zum Adel gehörte, trieb Politik, so formulierte es Christian Meier einmal. Reichtum war Bedingung, aber kein Distinktiv; Abstammung war von Vorteil, aber jeder Nobilis mußte sich immer wieder durch Leistung profilieren. um von der Volksversammlung in eines der knappen und begehrten Führungsämter gewählt zu werden.

Bringmann spricht von den äußeren Herausforderungen, welche von der Nobilität seit dem Ende des vierten Jahrhunderts vor Christus gemeistert wurden, und er schildert die jeweiligen Kriegsanlässe und Kriegsausbrüche ausführlich, um zu zeigen, daß den Römern jeder imperiale Masterplan fehlte. Wegen der begrenzten Verwaltungskapazitäten der stadtstaatlichen Institutionen und wegen der aristokratischen Furcht vor zu großer Unabhängigkeit einzelner Standesgenossen hat man in der Tat lange gezögert, die Eroberungen in Herrschaft zu überführen und Verantwortung zu übernehmen.

Ganz aus der Ferne klingt die ebenso heftige wie sterile Debatte seligen Angedenkens um den römischen Imperialismus nach, und Bringmann formuliert eine wohletablierte Auffassung, daß sich der Siegeszug Roms aus der Dynamik einer Entwicklung ergab, die durch eine ganze Kette von siegreich bestandenen Herausforderungen bestimmt wurde. Doch gewiß allzu beiläufig werden Beutegier und Ruhmsucht einer Aristokratie erwähnt, deren Angehörige in den Werken des Krieges das wichtige, ja beinahe einzige Mittel im Konkurrenzkampf um Ämter und Prestige sahen.

Bringmanns Modell eines weitgehend konsensorientierten, vom Senat als Kollektiv dominierten politischen Systems unter dem Primat der Außenpolitik stehen neuere Forschungen gegenüber, nach denen die - nicht zufällig oft als Klassische Republik bezeichnete - Epoche von den Samnitenkriegen vor und nach dem Jahr dreihundert bis zu den Gracchen gerade im inneren Gefüge der Nobilität und der Institutionen aufregende Veränderungen und Konflikte erlebte. So bildeten sich etwa Karriereregeln heraus, wurden suspendiert und durch Gesetze wieder eingeschärft; das Volk suchte seine spirituellen Bedürfnisse aus vielen Quellen zu befriedigen, und oft gelang es der Führung nur mühsam, durch Gewährenlassen, Eindämmen und Integrieren das Heft in der Hand zu behalten.

Ausgelöst wurden solche Verwerfungen meist durch kontingente Ereignisse und Rückschläge. Sie waren die vielleicht deutlichsten Anzeichen für die strukturellen Aporien und Konfliktpotentiale der Nobilitätsherrschaft schon lange vor dem Jahr 133. Einige Fallstudien, etwa zur Auseinandersetzung um die Kriegserklärung an Makedonien kurz nach dem Ende des Hannibalkrieges oder zu den religiös-kulturellen Rupturen der einhundertachtziger Jahre hätten den Umfang des Buches kaum vermehrt und vieles problematisiert, was ansonsten im Gleichschritt der folgerichtigen Ereignisschilderung unterzugehen droht.

Das Volkstribunat und der gewaltsame Tod des Tiberius Gracchus im Jahr 133 markieren den Beginn der offenkundigen politischen Desintegration, die mit einer gängigen Formel als Krise der Republik bezeichnet wird. Aus der von den Aufgaben des Reiches überforderten - Bringmann spricht mehrfach vom "unbewältigten Reformstau" -, dabei zugleich immer weniger konsens- und kompromißfähigen Nobilität erhoben sich Einzelpersönlichkeiten wie Marius, Sulla, Pompeius und Caesar, die ihre Machtinteressen auch mit militärischer Gewalt durchsetzten und so der monarchischen Alleinherrschaft den Weg bahnten.

Krise und Untergang der Republik nehmen schon wegen der besseren Quellenlage etwa zwei Drittel des Buches ein, und hier ist der Autor erkennbar in seinem Element. Besonders lesenswert ist die Darstellung der Reformversuche von Tiberius und Gaius Gracchus, und der ansonsten meist irenisch gestimmte Verfasser brandmarkt später auch schon einmal die Torheit und Eigensucht der politischen Klasse. Die Kapazitätsgrenzen der republikanischen Verfassung benennt Bringmann klar: Nicht die Institutionen hatten die Stabilität garantiert, sondern der prekäre Konsens der regierenden Klasse bei der Bewältigung äußerer Herausforderungen hatte ein politisches System am Leben gehalten, das ansonsten "die beste Handhabe dazu bot, sein Funktionieren bei ernsten Konflikten über Sach- und Machtfragen zu sistieren, und ihre gewaltsame Austragung anstelle des Ausgleiches und des Kompromisses begünstigte". Der Rest waren Blockade und Bürgerkrieg, unterbrochen von Phasen trügerischer Normalität und begleitet von einer erneut beispiellosen und diesmal offenkundig vom Primat der Innenpolitik bestimmten Expansion, die mit dem Parvenü Pompeius begann und in der Eroberung Galliens durch den Super-Nobilis Caesar gipfelte.

Bringmanns gut lesbare Darstellung vermittelt gesichertes und geordnetes Wissen, was beim verbreiteten Zustand der historischen Bildung hierzulande schon für sich genommen Dank verdient. Modernere und experimentierfreudigere Entwürfe werden hoffentlich eine ähnlich gediegene Präsentation finden wie dieses Werk.

Klaus Bringmann: "Geschichte der Römischen Republik". Von den Anfängen bis Augustus. Verlag C. H. Beck, München 2002. 463 S., 38 Abb. und Karten, geb., 34,90 [Euro].

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Für Manfred Clauss hat Klaus Bringmann ein "großes Werk über Aufstieg und Krise der römischen Republik" vorgelegt. Die Darstellung kennzeichne eine gelungene Mischung aus "länger erzählenden Partien" und abwägender Analyse, wobei Bringmann stets "mit einer gesunden Skepsis" gegenüber "historischen Konstrukten" den übergeordneten Zusammenhang im Blick habe. Der Aufstieg Roms zur Weltmacht werde umsichtig dargestellt. Souverän zeige der Autor in dem umfangreichsten Teil der Arbeit "die Krise der Republik und ihre Ursachen" und erkläre plausibel, wie die politische Ordnung an einem "unbewältigten Reformstau" zerbrach. Insgesamt liegt für Clauss "ein klar strukturiertes, klug durchdachtes und glänzend geschriebenes Buch" vor. An Einwänden hat Clauss nur kleinere inhaltliche Differenzierungen vorzutragen.

© Perlentaucher Medien GmbH