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… manche konnten wegen der Wunden, die sie empfangen hatten, andere vor Erschöpfung den Kampf nicht mehr fortsetzen, wieder andere waren im Verlauf des Gefechtes von ihren Gegnern entwaffnet worden. Gab ein Gladiator auf, so stoppte der Schiedsrichter den Kampf und fiel dem Sieger in den Arm. Nun kam es zu dem Akt, der die eigentliche Besonderheit der römischen Gladiatorenkämpfe ausmachte: der Entscheidung über Leben und Tod des Unterlegenen. Die Zuschauer waren schon zuvor nicht untätig gewesen. Sie hatten ihre Lieblinge mit Klatschen, Zurufen und Sprechchören angefeuert. Nun aber hatten sie…mehr

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  • Größe: 4.34MB
Produktbeschreibung
… manche konnten wegen der Wunden, die sie empfangen hatten, andere vor Erschöpfung den Kampf nicht mehr fortsetzen, wieder andere waren im Verlauf des Gefechtes von ihren Gegnern entwaffnet worden. Gab ein Gladiator auf, so stoppte der Schiedsrichter den Kampf und fiel dem Sieger in den Arm. Nun kam es zu dem Akt, der die eigentliche Besonderheit der römischen Gladiatorenkämpfe ausmachte: der Entscheidung über Leben und Tod des Unterlegenen. Die Zuschauer waren schon zuvor nicht untätig gewesen. Sie hatten ihre Lieblinge mit Klatschen, Zurufen und Sprechchören angefeuert. Nun aber hatten sie zu beurteilen, ob der Verlierer tapfer und kunstfertig gekämpft und deshalb die Begnadigung verdient hatte oder nicht…

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  • Produktdetails
  • Verlag: C.H.Beck
  • Seitenzahl: 127
  • Erscheinungstermin: 28.02.2013
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783406646096
  • Artikelnr.: 37486046
Autorenporträt
Christian Mann, Professor für Alte Geschichte an der Universität Mannheim, erzählt spannend und anschaulich die Geschichte der Gladiatorenkämpfe von ihren Vorläufern im etruskischen Totenritual über ihre wachsende Bedeutung in der römischen Politik bis zu ihrem Niedergang in der Spätantike und sucht nach Gründen für diese Entwicklung. Außerdem beschreibt er ausführlich die Rekrutierung, die Ausbildung und das tägliche Leben von Gladiatoren, ihre Ausdifferenzierung in verschiedene Waffengattungen und Rangklassen sowie ihre Stellung «in» der Gesellschaft und ihre Bedeutung «für» die Gesellschaft, in Rom selbst und im ganzen Imperium Romanum.
Inhaltsangabe
I. Einleitung: Die historische Einzigartigkeit der
Gladiatur II. Der Kontext: Öffentliche Schauspiele im antiken Rom 1. Theateraufführungen, Wagenrennen, griechischer Sport, Seeschlachten

2. Bestattungssitten und Politik: Anfänge und Entwicklung der
Gladiatur

3. Der Ablauf eines munus III. Der Kampf 1. Standardisierte Waffen und Paarungen: Die armaturae 2. Der Ablauf des Kampfes

3. Sonderformen: Kämpfe "ohne Begnadigung" und Kämpfe "mit spitzen Waffen" IV. Die Gladiatoren: Ihre Stellung in der Gesellschaft 1. Wie wird man Gladiator? Kriegsgefangene, Verbrecher, Sklaven,
Freiwillige

2. Das ambivalente Urteil der Gesellschaft: Helden der Arena und verachtete Außenseiter V. Das Leben als Gladiator 1. Alltag in der Gladiatorenkaserne

2. Lebenserwartung und Karrieren

3. Leitbilder und Selbstdarstellung der Gladiatoren

4. Frauen in der Arena: Die Gladiatorinnen VI. Der architektonische Rahmen der Gladiatorenkämpfe 1. Das Kolosseum

2. Weitere Amphitheater

3. Circus, Theater, Stadion VII. Organisation und Finanzierung 1. Die Ausrichter

2. Finanzierung

3. Gesetzliche Regelungen VIII. Die Bedeutung der Gladiatorenkämpfe für die römische Gesellschaft 1. Die Choreographie römischer Tapferkeit

2. Kaiser und Volk im Amphitheater

3. Gladiatorenkämpfe und die Romanisierung der Provinzen IX. Kritik und Niedergang 1. Kritik in der heidnischen Literatur

2. Christliche Kritik

3. Der Niedergang der Gladiatorenkämpfe Anhang Karte

Zeittafel

Glossar

Kommentierte Literaturhinweise

Im Text genannte Quellen

Register

Bildnachweis
Rezensionen
Besprechung von 05.03.2013
Antiker
Männersport
Lange Zeit sah man in den antiken römischen Gladiatoren nur bedauernswerte Opferkrieger, die zur Belustigung der Unterschicht von afrikanischem Großwild verspeist wurden. In Verbindung mit Kaiser Nero und den verfolgten Frühchristen ergab sich da ein wunderbar schiefes und gruseliges Bild, durch die Jahrhunderte plastisch ausgemalt, in Rötel, Öl und Zelluloid. Wie schwierig es ist, dieses wieder einigermaßen gerade zu rücken, zeigen zahlreiche seriöse TV-Dokumentationen und nun auch ein hilfreiches kleines Sachbuch. Vieles wird erklärt, vieles nicht. Ein Kapitel über die medizinische Entwicklung im Zusammenhang mit der Gladiatorenkultur fehlt ganz, obwohl doch der berühmteste Arzt der Antike gerade auf diesem Feld praktizierte und Wissen und Techniken weiterentwickelte. Gerne würde man auch ausführlicher über das Ende der Gladiatoren lesen, zumal der Autor im abschließenden Kapitel in dieser Frage große Neugierde weckt, insbesondere, was den Zusammenhang mit der aufkommenden Kultur der Christen angeht. Denn diese mögen zwar für den Gladiatorenkampf selbst unbedeutend gewesen sein, für dessen Ende aber keineswegs.
HELMUT MAURÓ
    
  
Christian Mann:
Die Gladiatoren.
Verlag C. H. Beck,
München 2013.
127 Seiten, 8,95 Euro.
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