Methusalems Mütter - Schrupp, Antje

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Deutschland sitzt in der Altersfalle und Schuld an allem sind die Frauen? Antje Schrupp nimmt die allgegenwärtigen Methusalem-Debatten unter die Lupe und klärt statistische Irrtümer über die alternde Gesellschaft auf. Ihre anschaulichen Erläuterungen relativieren das Katastrophenszenario: Realistisch betrachtet, bietet die älter werdende Gesellschaft durchaus Chancen für eine freiere Weltsicht. Niedrige Geburtenraten, leere Renten- und Pflegekassen ? die Lage retten sollen jetzt die Frauen, indem sie mehr Kinder bekommen und noch mehr Alte pflegen? Sorry, aber der Ruf nach Methusalems Müttern…mehr

Produktbeschreibung
Deutschland sitzt in der Altersfalle und Schuld an allem sind die Frauen? Antje Schrupp nimmt die allgegenwärtigen Methusalem-Debatten unter die Lupe und klärt statistische Irrtümer über die alternde Gesellschaft auf. Ihre anschaulichen Erläuterungen relativieren das Katastrophenszenario: Realistisch betrachtet, bietet die älter werdende Gesellschaft durchaus Chancen für eine freiere Weltsicht. Niedrige Geburtenraten, leere Renten- und Pflegekassen ? die Lage retten sollen jetzt die Frauen, indem sie mehr Kinder bekommen und noch mehr Alte pflegen? Sorry, aber der Ruf nach Methusalems Müttern wird ungehört verhallen. Entgegen den Behauptungen ist die Geburtenziffer, also die Anzahl der Kinder pro Frau, in Deutschland gar nicht zurückgegangen. Gesunken ist allein die Geburtenrate, was sich dadurch erklärt, dass Menschen heute älter werden. Wollen wir die nachhaltige Gesundheit der Bevölkerung aber wirklich als Defizit begreifen? Ist sie nicht gar eigentlich der Gewinn einer modernen Gesellschaft? Und welche R
  • Produktdetails
  • Verlag: Helmer Ulrike / Ulrike Helmer Verlag UG
  • Seitenzahl: 204
  • Erscheinungstermin: April 2007
  • Deutsch
  • Abmessung: 211mm x 137mm x 19mm
  • Gewicht: 290g
  • ISBN-13: 9783897412231
  • ISBN-10: 3897412233
  • Artikelnr.: 22497260
Autorenporträt
Antje Schrupp, promovierte Politologin, Journalistin und freie Buchautorin, lebt in Frankfurt am Main. Sie arbeitet als Redakteurin des EVANGELISCHEN FRANKFURT und schreibt u.a. für die FRANKFURTER RUNDSCHAU. Als Publizistin beschäftigt sie sich vor allem mit weiblicher politischer Ideengeschichte. Bislang erschienen: Das Aufsehen erregende Leben der Victoria Woodhull (Helmer, 2002)
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur TAZ-Rezension

Gute Idee, misslungene Umsetzung. So beurteilt Ulrike Winkelmann Antje Schrupps Gesellschaftsvision. Was laut Winkelmann als feministische Antwort auf Schirrmachers "Methusalem-Komplott" gedacht war, gerät in ihren Augen zum klischeeseligen Ritt auf der Welle des italienischen Feminismus der 1980er- und 1990er-Jahre. Dem hier angebotenen Lösungsvorschlag angesichts demografischer Menetekel ("Aufwertung des weiblichen zivilisatorischen Beitrags") kann Winkelmann wenig abgewinnen. Verhältnismäßig interessant erscheinen ihr die aufgezeigten vergleichbaren Sichtweisen auf das Alter bzw. die Weiblichkeit. Was Schrupp daraus macht, befriedigt die Rezensentin allerdings nicht. Betroffen sieht sie die vielversprechende Analyse abrutschen auf ein Niveau "zwischen Besinnungsaufsatz und Apotheken-Umschau".

© Perlentaucher Medien GmbH