Soziale Zeit und Biographie - Brose, Hanns-Georg; Wohlrab-Sahr, Monika; Corsten, Michael
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In modernen Gesellschaften ist das Nach- und Nebeneinander von Ereignissen, von Handeln und Erleben im Laufe des individuellen Lebens, durch Karrieremuster und "Normalbiographien" geregelt. Es scheint, daß diese die Sicherheit der Lebensführung garantierenden Institutionen und sozialen Kalender für einen wachsenden Teil der Bevölkerung ihren selbstverständlichen Orientierungswert verlieren. Dies wird in dieser Untersuchung unter dem Stichwort der De-Institutionalisierung des Lebenslaufs diskutiert und am Beispiel einer besonderen Beschäftigtengruppe (Zeitarbeitnehmern) exemplarisch untersucht.…mehr

Produktbeschreibung
In modernen Gesellschaften ist das Nach- und Nebeneinander von Ereignissen, von Handeln und Erleben im Laufe des individuellen Lebens, durch Karrieremuster und "Normalbiographien" geregelt. Es scheint, daß diese die Sicherheit der Lebensführung garantierenden Institutionen und sozialen Kalender für einen wachsenden Teil der Bevölkerung ihren selbstverständlichen Orientierungswert verlieren. Dies wird in dieser Untersuchung unter dem Stichwort der De-Institutionalisierung des Lebenslaufs diskutiert und am Beispiel einer besonderen Beschäftigtengruppe (Zeitarbeitnehmern) exemplarisch untersucht. Die Frage lautet: Wie werden Alltagszeit und Lebenszeit wahrgenommen und gestaltet, wenn die Arbeits- und Lebensbedingungen von Diskontinuität gekennzeichnet sind und Flexibilität zur (notwendigen) Tugend wird?
  • Produktdetails
  • Verlag: Vs Verlag Für Sozialwissenschaften
  • 1993.
  • Seitenzahl: 344
  • Erscheinungstermin: 1. Januar 1993
  • Deutsch
  • Abmessung: 226mm x 156mm x 21mm
  • Gewicht: 548g
  • ISBN-13: 9783531124582
  • ISBN-10: 3531124587
  • Artikelnr.: 30832268
Autorenporträt
Dr. Hanns-Georg Brose ist Professor für Soziologie an der Universität-Gesamthochschule Duisburg. Monika Wohlrab-Sahr ist Hochschulassistentin für Soziologie an der Freien Universität Berlin. Michael Corsten ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am MPI für Bildungsforschung in Berlin.
Inhaltsangabe
I. Einleitung.- Über die Gestaltung von Alltagszeit und Lebenszeit in Zeiten der Diskontinuität und Flexibilität.- II. Die Vermittlung von sozialer Zeit, Lebenszeit und Alltagszeit.- 1. Soziale Zeit: ein erster Annäherungsversuch.- 2. Zeitstrukturen der Lebenswelt: zweite Annäherung.- 3. Koordination und Synchronisation sozialer Zeiten und der Lebenszeit.- 3.1 Durchdringungs- und Aufschichtungsmodell.- 3.2 Empirische Gestalten von sozialer Zeit und Lebenszeit.- 4. Soziale Differenzierung: "Spaltung" der Zeiten sozialer Systeme und gesellschaftliche Zeitsemantik.- 5. Veränderungstendenzen im Bereich sozialer Zeit.- 5.1 Auf der Suche nach einer neuen Zeitsemantik.- 5.2 Die Erosion des Kontinuitätsparadigmas im sozialen System "Wirtschaft" und in den Organisationen des Wirtschaftssystems.- 5.3 Neue Formen der Schematisierung von Zeit in Organisationen des Wirtschaftsystems.- 5.3.1 Simultaneität versus Sequentialität.- 5.3.2 Reversibilität versus Irreversibilität.- 5.3.3 Timing versus standardisierte Zeit.- 5.3.4 Ordnung durch die Zeit versus Ordnung in der Zeit.- 5.3.5 Diskontinuität versus Kontinuität.- 5.3.6 Zeitperspektive versus Zeitperiode.- 5.4 Erosionserscheinungen des Normalarbeitsverhältnisses und neue Beschäftigungspolitiken.- 5.5 "Bis daß der Tod uns scheidet?" - Zum Bedeutungsverlust von Kontinuitätsparadigmen, Synchronisierungen und engen Verkopplungen im Bereich der Intimbeziehungen.- 6. Zusammenfassende und überleitende Betrachtungen: Eine "nicht-mehr-lineare" Konzeption von Zeit.- III. Biographische Entwicklungen in der Zeitarbeit.- 1. Befunde zum (Berufs-)Lebenslauf von Zeitarbeitnehmer/innen.- 1.1 Das Beschäftigungsverhältnis Zeitarbeit.- 1.2 Soziodemographische Merkmale von Zeitarbeitnehmer/innen.- 1.2.1 Geschlecht und Nationalität.- 1.2.2 Die Veränderung der Altersstruktur.- 1.2.3 Familiale Lebenslagen.- 1.2.4 Schulisches und berufliches Qualifikationsprofil der Zeitarbeitnehmer/innen.- 1.3 Berufsverläufe von Zeitarbeitnehmer/innen vor ihrer Beschäftigung in der Leih-/Zeitarbeit.- 1.3.1 Die Relevanz des Berufsverlaufs.- 1.3.2 Zugangspfade in die Zeitarbeit: Die berufliche Situation der Zeitarbeitnehmer/innen vor einem Leiharbeitsverhältnis.- 1.4 Diskontinuitäten im Berufsverlauf: ein berufsbiographisches Merkmal von Zeitarbeitnehmer/ innen.- 1.4.1 Das Problem der Arbeitslosigkeit.- 1.4.2 Zwischenbetriebliche Arbeitsplatzwechsel.- 1.4.3 Probleme beim Übergang vom Bildungs-ins Beschäftigungssystem.- 1.4.4 Probleme der Erhaltung von beruflichen Ansprüchen.- 1.5 Zusammenfassung.- 2. Biographien in der Zeitarbeit.- 2.1 Individualisierung und Biographisierung.- 2.2 Lebenslauf und Biographie.- 2.3 Zur Auswertung des Interviewmaterials.- 2.3.1 Der heuristische Wert der Typologie.- 3. Herr Göbel: Über Schwierigkeiten des Beginnens und die Unmöglichkeit, ein Ende zu finden.- 3.1 "Auffälligkeiten" bei der Etablierung des Interviewsettings.- 3.2 Die Gestalt der lebensgeschichtlichen Erzählung.- 3.3 Chronologie des Lebenslaufs