Rom und das himmlische Jerusalem

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Die in diesem Sammelband zusammengetragenen Aufsätze von elf Althistorikern und Theologen beschäftigen sich mit der überaus vielschichtigen Haltung früher Christen zu Kaiser und Gesellschaft in den ersten drei Jahrhunderten n. Chr. Trotz unterschiedlicher Ansätze betonen alle Beiträge die christliche Position zwischen Loyalität und Konfrontation, also zwischen Anpassung und Ablehnung. …mehr

Produktbeschreibung
Die in diesem Sammelband zusammengetragenen Aufsätze von elf Althistorikern und Theologen beschäftigen sich mit der überaus vielschichtigen Haltung früher Christen zu Kaiser und Gesellschaft in den ersten drei Jahrhunderten n. Chr. Trotz unterschiedlicher Ansätze betonen alle Beiträge die christliche Position zwischen Loyalität und Konfrontation, also zwischen Anpassung und Ablehnung.
  • Produktdetails
  • Verlag: Wbg Academic
  • 2000.
  • 2000
  • Ausstattung/Bilder: XII, 308 S.
  • Deutsch
  • Abmessung: 226mm x 150mm x 24mm
  • Gewicht: 580g
  • ISBN-13: 9783534145928
  • ISBN-10: 3534145925
  • Artikelnr.: 08576048
Autorenporträt
Univ. Prof. i. R. Dr. Raban von Haehling, geboren 1943. Studium der Geschichte, Philosophie, Theologie und Lateinischen Philologie in Bonn. 1975 Promotion, ab 1976 Assistent in Düsseldorf, 1987 Habilitation, Lehrstuhlvertretungen in Mannheim und Marburg, von April 1995 bis 2008 Professor für Alte Geschichte an der RWTH Aachen.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Ziemlich viel Relevanz und aktuellen Bezug für die postmoderne Gegenwart entdeckt Rezensent Armin Adam in diesem Band, in dem verschiedene Autoren das Verhältnis des frühen Christentum zum Staat ausloten. In den Aufsätzen entstehe der Eindruck, dass die Christen damals ihr Verhältnis zum Staat nicht nur aus christlichen Glaubensgrundsätzen ableiteten (die aber auch kein eindeutiges Bild ergeben), sondern schon damals so viel Faktoren in die Sache mit reinspielten, "dass ein objektives Muster kaum erstellbar scheint", meint Adam. Ein wichtiges Moment in ihrer Skepsis dem römischen Staat gegenüber war, dass die Christen die Kaiserverehrung aus religiösen Gründen anlehnten. Sie verfolgten eine "radikale Differenz von Weltlichem und Geistlichen", erklärt Adam. Trotzdem hatten sie bisweilen auch ein positives Kaiserbild, wie Richard Klein in seinem Essay über den Kaiser Augustus ausführe und waren teilweise auch staatstragend. Adam hält den Band zwar für ein wenig "disparat", findet aber alle politischen Positionen wieder, die für ihn auch heute noch das Christentum ausmachen: "Das Bündnis von Thron und Altar ebenso wie die harsche Kritik an der Welt". Der Rezensent plädiert am Ende seiner Kritik dafür, dass die Kirche auf politischen Einfluss verzichten sollte.

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