-11%
14,99
Bisher 16,90**
14,99
Alle Preise in Euro, inkl. MwSt.
**Preis der gedruckten Ausgabe (Broschiertes Buch)
Sofort per Download lieferbar
Bisher 16,90**
14,99
Alle Preise in Euro, inkl. MwSt.
**Preis der gedruckten Ausgabe (Broschiertes Buch)
Sofort per Download lieferbar

Alle Infos zum eBook verschenken
Als Download kaufen
Bisher 16,90**
-11%
14,99
Preis in Euro, inkl. MwSt.
**Preis der gedruckten Ausgabe (Broschiertes Buch)
Sofort per Download lieferbar
Abo Download
9,90 / Monat*
*Abopreis beinhaltet vier eBooks, die aus der tolino select Titelauswahl im Abo geladen werden können.

Preis in Euro, inkl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Einmalig pro Kunde einen Monat kostenlos testen (danach 9,90 pro Monat), jeden Monat 4 aus 40 Titeln wählen, monatlich kündbar.

Mehr zum tolino select eBook-Abo
Jetzt verschenken
Bisher 16,90**
-11%
14,99
Preis in Euro, inkl. MwSt.
**Preis der gedruckten Ausgabe (Broschiertes Buch)
Sofort per Download lieferbar

Alle Infos zum eBook verschenken
0 °P sammeln

  • Format: PDF


Vor dem Hintergrund der Weltwirtschaftskrise 1929 bis 1933 und der Massenarbeitslosigkeit der dreißiger Jahre wurde Keynes von der Frage umgetrieben, wie Depression und Unterbeschäftigung erklärt und bekämpft werden könnten. Die Ökonomik seiner Zeit hatte ihm auf diese Frage nur Unsinn anzubieten: von »Löhne runter!« über »Abwarten, wird schon wieder« bis zum Prinzip des ausgeglichenen Staatshaushalts. Die Situation verlangte nach einer neuen, besseren Theorie. Diese sollte vor allem eines bieten: die Grundlage für eine wirkungsvolle Politik zur Steuerung der Wirtschaft und zur Sicherung einer…mehr

Produktbeschreibung
Vor dem Hintergrund der Weltwirtschaftskrise 1929 bis 1933 und der Massenarbeitslosigkeit der dreißiger Jahre wurde Keynes von der Frage umgetrieben, wie Depression und Unterbeschäftigung erklärt und bekämpft werden könnten. Die Ökonomik seiner Zeit hatte ihm auf diese Frage nur Unsinn anzubieten: von »Löhne runter!« über »Abwarten, wird schon wieder« bis zum Prinzip des ausgeglichenen Staatshaushalts. Die Situation verlangte nach einer neuen, besseren Theorie. Diese sollte vor allem eines bieten: die Grundlage für eine wirkungsvolle Politik zur Steuerung der Wirtschaft und zur Sicherung einer hohen Beschäftigung. Denn anhaltend hohe Arbeitslosigkeit und Unterauslastung der Produktionskapazitäten waren für Keynes zuallererst ein »unerträglicher öffentlicher Skandal der Ressourcenvergeudung«.

Insofern ist Keynes’ Theorie einerseits: seine Zeit in Gedanken gefasst, also Theorie der Depressionszeit. Sie ist andererseits aber auch eine allgemeine Interpretation des Kapitalismus und seiner Funktionsprobleme. In der Depression der dreißiger Jahre zerbrach die Vorstellung von der »besten aller möglichen Welten« – und mit ihr die (klassische) Theorie einer Wirtschaft im Gleichgewicht. Die neue Theorie interpretierte die Welt anders und schuf damit die Basis für eine andere Welt.

Im Vorwort zu seinem Hauptwerk sagt Keynes, dieses Buch dokumentiere auch sein Ringen um die Überwindung eingefahrener Denkformen (GT, S. viii). Tatsächlich riss sein revolutionärer Theorieansatz die damals herrschende Wirtschaftstheorie aus ihrem dogmatischen Schlummer. Keynes entzauberte die »Mystik« ihrer Gleichgewichtsverheißung und zeigte, dass die alte Theorie sich »irreführend und verhängnisvoll« (GT, S. 3) auswirken musste, wenn sie auf eine reale Situation wie die Weltwirtschaftskrise angewendet wurde.

Sein Ziel war es, die Ursachen aufzudecken, die den Wirtschaftsmotor immer wieder blockieren. Theorie hatte für ihn den Zweck, Ansatzpunkte für wirtschaftspolitisches Handeln zu liefern. Die »klassische« Theorie war dazu nicht in der Lage, ja sie hatte davon abgelenkt und sich als »Hindernis gegen eine realistische Analyse« erwiesen (Sweezy 1946, S. 77). Keynes’ leitendes Interesse bestand hingegen darin, Probleme der wirklichen Welt zu lösen und dafür den theoretischen Unterbau auszuarbeiten. Ihm ging es um »praktische Ratschläge« (Schumpeter 1946, S. 54).

Durch sein Studium geprägt, war Keynes zunächst überzeugter Anhänger der klassischen Theorie; immerhin hatte er bei ihren führenden Köpfen – Marshall und Pigou – studiert. Angesichts der sich verschlimmernden Millionen-Arbeitslosigkeit nach 1929 reifte in ihm jedoch die Einsicht, dass die klassischen Rezepte die Fehlentwicklungen nicht korrigieren konnten, im Gegenteil: Das Patentrezept der Klassiker – Lohnsenkungen – führte zu sinkenden Einkommen und schwächte die Konsumnachfrage; bei rückläufiger Nachfrage sind die Unternehmen aber gezwungen, die Produktion weiter zu drosseln und noch mehr Arbeitskräfte zu entlassen. Das konnte wohl nicht die Lösung sein.

In einer über viele Jahre andauernden grandiosen Leistung hat Keynes die theoretischen Grundlagen für eine seiner Überzeugung nach bessere Wirtschaftspolitik geschaffen. Bei Depression und Massenarbeitslosigkeit sollte der Staat nicht (nach Art des laissez-faire, siehe Glossar) die Hände in den Schoß legen oder die Situation durch Einschränkung der öffentlichen Ausgaben noch verschlimmern, sondern er sollte steuernd eingreifen und die Gesamtnachfrage stützen. Wie? Durch zusätzliche Staatsausgaben! Und die Finanzierung? Durch Kreditaufnahme: »mit geborgtem Geld« (GT, S. 98). Das war damals verpönt – und ist es heute wieder. Gibt es gleichwohl eine Rechtfertigung dafür?

Dieser Download kann aus rechtlichen Gründen nur mit Rechnungsadresse in D, A ausgeliefert werden.

  • Produktdetails
  • Verlag: Campus Verlag
  • Seitenzahl: 167
  • Erscheinungstermin: 12.03.2012
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783593412948
  • Artikelnr.: 37171179
Autorenporträt
Gerhard Willke, geb. 1945, war Professor für Wirtschaftspolitik an der Hochschule Nürtingen.
Inhaltsangabe
1 Einleitung

2 Keynes' "neue Wirtschaftstheorie"
2.1 Von der Klassik zur "New Economics"
2.2 Die gesamtwirtschaftliche Perspektive
2.3 Die effektive Nachfrage
2.4 Der private Konsum
2.5 Die Ersparnis
2.6 Die privaten Investitionen
2.7 Geld, Liquiditätsneigung und Zins
2.8 Beschäftigung, Löhne und Produktion
2.9 Der Konjunkturzyklus Wirtschaftspolitische Konsequenzen
2.10 Wirtschaftspolitische Konsequenzen

3 Rezeption und Diskussionsstand
3.1 Eine Wirtschaftstheorie verändert die Welt
3.2 Das "keynesianische Zeitalter"
3.3 Das Scheitern einer Konzeption
3.4 Ausblick

4 Literatur
5 Glossar
6 Zeittafel

Inhalt

1 Einleitung 7

2 Keynes' "neue Wirtschaftstheorie" . 21
2.1 Von der Klassik zur "New Economics" . 21
2.2 Die gesamtwirtschaftliche Perspektive 28
2.3 Die effektive Nachfrage 33
2.4 Der private Konsum . 39
2.5 Die Ersparnis . 46
2.6 Die privaten Investitionen 50
2.7 Geld, Liquiditätsneigung und Zins . 68
2.8 Beschäftigung, Löhne und Produktion . 81
2.9 Der Konjunkturzyklus 95
2.10 Wirtschaftspolitische Konsequenzen . 100

3 Rezeption und Diskussionsstand . 110
3.1 Eine Wirtschaftstheorie verändert die Welt . 110
3.2 Das "keynesianische Zeitalter" 114
3.3 Das Scheitern einer Konzeption . 123
3.4 Die monetaristische "Gegenrevolution" 130

4 Keynes-Renaissance in der globalen Krise 135
4.1 'Die Rückkehr des Meisters' -
Keynes wird wieder hoffähig . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 135
4.2 Das Dilemma expansiver Haushaltspolitik 141
4.3 Die doppelte Herausforderung in der Krise 147

5 Literatur . 151
5.1 Eine Auswahl der Schriften von Keynes
(chronologisch) 151
5.2 Zitierte Literatur 152
5.3 Kommentierte Literatur . 157

Abkürzungen und Symbole . 159
Verzeichnis der Abbildungen und Übersichten . 161
Glossar 163
Zeittafel 167
Rezensionen
Besprechung von 03.02.2003
Wie Dallas ohne J.R.
Keynes für Einsteiger

Gerhard Willke: John Maynard Keynes. Campus Fachbuch, Frankfurt 2002, 184 Seiten, 12,90 Euro.

Die Konjunktur lahmt, die Aktienkurse fallen - das einzige, was derzeit Konjunktur hat, sind Schlagworte wie "Unterbeschäftigung", "Depression" und "Deflation". Wen wundert es, daß da in der ökonomischen Instrumentenkiste wieder etwas tiefer gegraben wird und Ideen herausgeholt werden, von denen man in den guten Tagen der "New Economy" naiverweise geglaubt hatte, daß man sie einmotten kann. Keine Frage, Keynes ist wieder en vogue in der wirtschaftspolitischen Diskussion. Als das "wohl einflußreichste Buch zur Wirtschaftspolitik" wird die Keynessche General Theory bezeichnet - über diese Aussage läßt sich mit Sicherheit weniger streiten als über die Notwendigkeit und Adäquanz keynesianischer Politik zum jetzigen Zeitpunkt. Doch wer sich eben letzterer Frage stellen will, braucht auch ein theoretisches Rüstzeug, das über den vulgären Stammtisch-Keynesianismus hinausgeht, wie er in manchen politischen Diskussionen gepriesen wird. Dafür eignet sich das Buch von Gerhard Willke bestens, es erlaubt einen fundierten, leicht verständlichen Einstieg in die gedanklichen Grundlagen der General Theory. Allerdings darf der Leser weder Graphiken noch ein klein wenig Formeln scheuen, wenngleich diese recht verständlich sind und nur in den wirklich unerläßlichen Fällen Anwendung finden. Keynes ohne die Hickssche "Apparatur" der IS/LM-Diagramme, das wäre schließlich wie "Dallas" ohne J. R. Ewing - es ginge vielleicht auch ohne, aber es wäre nicht mehr dasselbe. Wer ein wenig intellektuellen Aufwand nicht scheut, kann hier für kleines Geld eine gescheite, kurzweilige Einführung in die Welt moderner Konjunkturpolitik und Konjunkturtheorie erwerben. Und wer das Buch dann sorgfältig liest, der weiß, daß er derzeit sozusagen eine doppelte Rendite erhält: Mit dem Kauf tut er nicht nur sich einen Gefallen, sondern auch der Konjunktur.

HANNO BECK

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
…mehr

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Es ist, Stichwort New Economy, gar nicht lange her, da schien der Nachfrage-Theoretiker John Maynard Keynes in die hintersten Winkel der Mottenkiste vergraben. Nun aber, in Zeiten der "Depression" und "Unterbeschäftigung" erweist er sich, nicht ganz unerwartet, wieder als "en vogue". Ganz egal, wie man sich zu Keynes' "Grand Theory" am Ende verhält, meint der Rezensent Hanno Beck, sie zu kennen, gehört nach wie vor zu den wirtschaftswissenschaftlichen Grundvoraussetzungen. Und zum "fundierten, leicht verständlichen Einstieg" in das Werk des Theoretikers tauge diese neue Monografie sehr gut. Zwar geht es, warnt Beck, nicht ohne Grafiken und Formeln ab - unüberwindliche Hindernisse stellten die aber auch für den Nicht-Experten keineswegs dar. Das Urteil fällt also rundum positiv aus: es handelt sich, findet der Rezensent, um eine "gescheite, kurzweilige Einführung".

© Perlentaucher Medien GmbH
26.05.2002, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Der Revolutionär: "Es gibt Gründe genug, sich mit John Maynard Keynes zu beschäftigen, und wer zu dem Büchelchen von Gerhard Willke greift, ist damit gut beraten."

07.12.2002, Oberösterreichische Nachrichten, Renaissance: "Gerhard Willkes Einführung in die Denkwelt Keynes' und seine kritische Betrachtung sind sehr zu empfehlen."

03.02.2003, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Wie Dallas ohne J.R.: "Das Buch erlaubt einen fundierten, leicht verständlichen Einstieg in die gedanklichen Grundlagen der General Theory [...] Wer ein wenig intellektuellen Aufwand nicht scheut, kann hier für kleines Geld eine gescheite, kurzweilige Einführung in die Welt moderner Konjunkturpolitik und Konjunkturtheorie erwerben."
"Wer sich über Keynes kundig machen und die aktuelle Debatte verstehen will, sollte unbedingt zu diesem Buch greifen.", Studium, 01.04.2012