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Kubas Geschichte ist eine Geschichte des Reichtums und der Blüte, aber auch eine Geschichte der Armut, der Unterdrückung und des nie erlahmenden Widerstandes dagegen. Der Reichtum der Insel durch den Zucker ist untrennbar mit der Sklaverei verknüpft; die Befreiung von der spanischen Kolonialmacht mit dem Übergang in die Abhängigkeit von den USA; die Revolution Fidel Castros mit dem Verlust der Absatzmärkte in Nordamerika und der Verarmung des Landes. Michael Zeuske bietet einen informativen und unterhaltsamen Streifzug durch die kubanische Geschichte, der in die Frage mündet: Wie wird es nach Fidel Castro mit Kuba weitergehen?…mehr

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Produktbeschreibung
Kubas Geschichte ist eine Geschichte des Reichtums und der Blüte, aber auch eine Geschichte der Armut, der Unterdrückung und des nie erlahmenden Widerstandes dagegen. Der Reichtum der Insel durch den Zucker ist untrennbar mit der Sklaverei verknüpft; die Befreiung von der spanischen Kolonialmacht mit dem Übergang in die Abhängigkeit von den USA; die Revolution Fidel Castros mit dem Verlust der Absatzmärkte in Nordamerika und der Verarmung des Landes. Michael Zeuske bietet einen informativen und unterhaltsamen Streifzug durch die kubanische Geschichte, der in die Frage mündet: Wie wird es nach Fidel Castro mit Kuba weitergehen?


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  • Produktdetails
  • Verlag: Beck C. H.
  • Seitenzahl: 262
  • Erscheinungstermin: 05.09.2016
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783406697005
  • Artikelnr.: 45588359
Autorenporträt
Michael Zeuske, geb. 1952, ist Professor für iberische und lateinamerikanische Geschichte an der Universität zu Köln.

Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Einige Vorkenntnis wären nicht schlecht beim Lesen dieses "informativen Streifzugs durch die kubanische Geschichte", meint Frank Niess in seiner kurzen Besprechung. Besonders gefallen haben ihm Einblicke in die Geschichte der Plantagenwirtschaft und Sklaverei, der Befreiungskriege gegen Spanien und last but not least natürlich die Analyse der Karibikinsel seit Fidel Castros Revolution. Zur "Strandlektüre" eignet es sich nicht unbedingt, dafür fehlen illustrative Darstellungen der konkreten Lebenswelt damals wie heute, findet der Rezensent.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 10.07.2000

Ruth, tanze heut mit mir kubanisch
Michael Zeuske singt so nicht: Seine Strukturgeschichte ist beweglich wie Spaniens Hofzeremoniell

Die Geschichtsschreibung über Spanien und Lateinamerika ist heute stark sozial- und strukturgeschichtlich ausgerichtet. In bewusster Wendung gegen die als oberflächlich angesehene Ereignisgeschichte beschäftigen sich die Autoren mit Faktoren wie beispielsweise Bräuchen, sozialen Schichtungen, Besitz- oder Wirtschaftsverhältnissen, die nach ihrer Ansicht das Handeln der Menschen bestimmen. Wenngleich Michael Zeuske die Geschichte Kubas nicht nur von dieser Seite aus erzählt, so ist doch seine Vorliebe für die Sozial- und Strukturgeschichte nicht zu verkennen. Welche interessanten Erkenntnisse diese Betrachtungsweise vermittelt, lässt sich an seiner Studie exemplarisch zeigen, noch mehr aber, welche großen Nachteile mit ihr verbunden sind.

Zeuskes Darstellung der Geschichte Kubas beginnt mit der Entdeckung durch Christoph Kolumbus im Jahre 1492. Der Autor beschreibt die innerkubanische Dimension dieses Ereignisses und seine Folgen. Er schildert detailliert den Siedlungsprozess, den Aufbau administrativer "Strukturen" und die so genannte "pacificación", ein euphemistischer Ausdruck für die brutale Unterwerfung der indianischen Ureinwohner, die - entgegen der häufig anzutreffenden Legende einer frühen vollständigen Vernichtung - bis ins siebzehnte Jahrhundert ein ständiges Gefahrenpotenzial für die spanische Besiedlung darstellten. Einzelnen Persönlichkeiten, die diese historischen Prozesse gestalteten, schenkt Zeuske jedoch nur wenig Beachtung. Interessante Erscheinungen wie Diego de Velázquez und Gonzalo de Guzmán, die als Gouverneure im sechzehnten Jahrhundert die Verwaltung mit aufbauten, oder der Dominikaner Miguel Ramírez de Salamanca, der im Auftrag der Kirche als Bischof die Missionierung der Indios vorantreiben sollte, gehen in den Ausführungen über Oligarchien, Klassen und Eliten fast vollständig unter.

Die Vernachlässigung des Personals kennzeichnet auch das Kapitel über Kuba im achtzehnten Jahrhundert. Zeuske beschreibt ausführlich die Zentralisierungsmaßnahmen der spanischen Kolonialherren im wirtschaftlichen, politischen und militärischen Bereich. So wird der Leser unter anderem ausführlich über die Veränderungen in den "Besitzstrukturen" informiert, welche diese Zentralisierungsmaßnahmen wie beispielsweise die vollständige Kontrolle der kubanischen Tabakproduktion durch die spanischen Kolonialherren nach sich zogen. Doch genauere Auskünfte über einzelne Menschen, die diese Maßnahmen durchsetzten oder unter ihnen zu leiden hatten, gibt es kaum. Der Einzige, der mit ein paar dürren Worten etwas genauer bedacht wird, ist Juan Francisco de Güemes y Horcasitas, der 1734 das Gouverneursamt in Havanna übernahm und als "aktiv, ambitioniert, unternehmensfreudig und energisch" charakterisiert wird.

Statt sich einzelnen Persönlichkeiten, ihren Anschauungen und Motiven zu widmen, verliert sich Zeuske in blassen Ausführungen über "Gesellschaftsstrukturen". Diese Konzentration auf "soziale Schichtungen", Bevölkerungsentwicklungen, Besitzverhältnisse und sozioökonomische Bedingungen führt in dem Buch fast zwangsläufig zu Urteilen, die zumindest als äußerst gewagt bezeichnet werden dürfen. Wenn Zeuske beispielsweise den Willen der spanischen Krone, Kuba gegen andere Mächte zu verteidigen und mit allen Mitteln im spanischen Kolonialreich zu halten, auf "überwiegend wirtschaftliche Gründe" zurückführt, dann entfernt er sich von den historischen Quellen. Obwohl die ökonomische Bedeutung Kubas für Spanien sicherlich nicht unterschätzt werden darf, lassen sich Macht- und Prestigedenken als Leitmotive dafür, dass Spanien auf den Besitz dieser Kolonie partout nicht verzichten wollte, weitaus einfacher nachweisen als wirtschaftliche Gründe.

Die Kapitel über die kubanische Geschichte im neunzehnten Jahrhundert sind sicherlich die überzeugendsten des Buches, weil der Autor hier einzelnen Ereignissen und selbst der Charakterisierung von interessanten Personen mehr Raum gewährt. Wichtige Gestalten wie der General Leopoldo O'Donnell y Jorris, der als Generalkapitän 1843 nach Kuba kam und dort mit eiserner Hand die spanische Autorität in der Kolonie zu stärken versuchte, werden ebenso angemessen dargestellt wie die zwielichtige Haltung María Cristinas, der Witwe des 1833 gestorbenen spanischen Königs Ferdinand VII., in der Frage des kubanischen Sklavenhandels. Die seit 1868 einsetzenden Phasen der Unabhängigkeitskriege, die 1898 in den spanisch-amerikanischen Krieg mündeten, werden ebenfalls von allen Seiten beleuchtet. Dennoch überwiegen auch in den Kapiteln zum neunzehnten Jahrhundert die Ausführungen über "ökonomische Rahmenbedingungen" und gesellschaftliche Veränderungen, die sicherlich interessante Informationen enthalten, aber bisweilen den Charme eines statistischen Jahrbuchs versprühen.

Was Zeuskes Darstellung der kubanischen Geschichte im zwanzigsten Jahrhundert anbelangt, so fällt insbesondere die ungeschminkte Analyse der gegenwärtigen Situation auf der Antilleninsel auf, die von wirtschaftlichem und gesellschaftlichem Verfall gekennzeichnet ist. Der Autor rät daher der heutigen Führung in Havanna zur "Entwicklung eines kubanischen Unternehmertums und einer wirklich demokratischen Marktwirtschaft". Allerdings hegt er kaum Hoffnung, dass sich auf Kuba in den kommenden Jahren eine demokratische Öffnung nach westlichen Vorstellungen vollziehen wird, weil eine "Kombination personalistischer und struktureller Machtelemente" das gegenwärtige System stabilisieren werde. Zeuske spielt damit auf den traditionell großen Einfluss des kubanischen Militärs an, das wahrscheinlich auch nach der Ära Castro eventuelle politische und wirtschaftliche Reformversuche bremsen wird.

Wer einen Einblick in die kubanische Geschichte gewinnen will, wird sicherlich an Zeuskes Werk nicht vorbeikommen, weil es die großen Entwicklungslinien zuverlässig wiedergibt und auch in den Abschnitten über die kubanischen "Strukturen" eine Fülle von informativen Details enthält. Das Buch zeigt aber, dass sich die Spanien- und Lateinamerikaforschung stärker der Ereignisgeschichte und einzelnen Biografien zuwenden sollte, wenn sie wirklich zu neuen Erkenntnissen kommen will. Denn es sind immer noch Menschen, die Geschichte machen.

NILS HAVEMANN

Michael Zeuske: "Kleine Geschichte Kubas". Verlag C. H. Beck, München 2000. 240 S., br., 24,- DM.

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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