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Zur menschlichen Wahrnehmung gehört die Einteilung des Raumes in links und rechts. Dabei ist links in der Regel negativ konnotiert: Ein ungeschickter Mensch erscheint "linkisch". Hat man ihn betrogen, so hat man ihn "gelinkt". Lange Zeit war diese Negativfärbung auch eng mit dem Bild über Linkshänder verknüpft: Linkshänder galten oftmals als behindert, erschienen asozial und ungeschickt und waren Diskriminierungen ausgesetzt. Will man den Menschen der griechischen und römischen Antike verstehen, muss man nachvollziehen, welche Rolle rechts und links in seiner Wahrnehmung und Bewertung der Welt…mehr

Produktbeschreibung
Zur menschlichen Wahrnehmung gehört die Einteilung des Raumes in links und rechts. Dabei ist links in der Regel negativ konnotiert: Ein ungeschickter Mensch erscheint "linkisch". Hat man ihn betrogen, so hat man ihn "gelinkt". Lange Zeit war diese Negativfärbung auch eng mit dem Bild über Linkshänder verknüpft: Linkshänder galten oftmals als behindert, erschienen asozial und ungeschickt und waren Diskriminierungen ausgesetzt. Will man den Menschen der griechischen und römischen Antike verstehen, muss man nachvollziehen, welche Rolle rechts und links in seiner Wahrnehmung und Bewertung der Welt spielten. Aus althistorischer Perspektive untersucht Henning Wirth hier folgende Fragen: Welche Vorstellungen besaßen Griechen und Römer von links? Welche Rolle war in einer mehrheitlich aus Rechtshändern bestehenden Welt, in der der rechten Hand göttliche Wirkkraft attestiert wurde, für die linke Hand vorgesehen? Und wie erklärte man sich das Phänomen der Linkshändigkeit und bewertete linkshändige Menschen?

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  • Produktdetails
  • Verlag: Franz Steiner Verlag
  • Seitenzahl: 271
  • Erscheinungstermin: 07.09.2012
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783515099738
  • Artikelnr.: 37337596
Autorenporträt
Henning Wirth studierte Latein und Geschichte an der Ruprecht-Karls Universität Heidelberg. 2004-2007: Wissenschaftlicher Angestellter am Seminar für Alte Geschichte und Epigraphik an der Ruprecht-Karls Universität Heidelberg. 2008: Promotion im Fach Alte Geschichte ebendort. Seit September 2009: Lehrer für Latein und Geschichte am Otto-Hahn Gymnasium in Karlsruhe.
Rezensionen
"Obwohl die Fragestellungen von W. also schon eine rezeptionsgeschichtlich beachtliche Tradition aufweisen, bietet sein Buch eine Fülle neuer Erkenntnisse, die auf solider philologisch-historischer Quellenkritik und einem gründlichen Studium der Fachliteratur basieren. Darüber hinaus vermag W. beim Leser wohl auch die Einsicht zu vermitteln, dass links und rechts nicht nur im antiken Aberglauben, sondern auch in der aufgeklärten Gegenwart präsent sind." -- Gymnasium 118, 2011/6

"W. lucidly summarizes his results in a final chapter (241-7), to which he adds an extensive bibliography (250-67), a short index and twelve pages of illustrations. In sum [...] this is an engagingly written and well-structured book which covers a wide range of material." -- Journal of Roman Studies 102, 2012

"The book situates the subject well and shows detailed knowledge of the Greek and Roman world. Well written and carefully edited, it makes for an entertaining and enjoyable read." -- http://bmcr.brynmawr.edu/2011/2011-06-57.html

"verdienstvolle Studie" -- Bonner Jahrbücher 212, 2012