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Verfahren über Immaterialgüterrechte werden oft in mehreren Staaten parallel geführt. Es besteht deshalb die Gefahr, dass Gerichte im Wesentlichen gleiche Rechtsfragen unterschiedlich beurteilen und somit widersprüchliche Entscheidungen fällen. In einer kritischen Würdigung der Brüssel-Ia-Verordnung, der CLIP-Principles und der ALI-Principles analysiert die Autorin, wie Verfahren nach diesen Regelwerken durch Verfahrensabweisung und -aussetzung koordiniert werden. Dem stellt sie die Forderung nach einer stärkeren Kooperation zwischen Gerichten gegenüber. Hierzu systematisiert die Autorin…mehr

Produktbeschreibung
Verfahren über Immaterialgüterrechte werden oft in mehreren Staaten parallel geführt. Es besteht deshalb die Gefahr, dass Gerichte im Wesentlichen gleiche Rechtsfragen unterschiedlich beurteilen und somit widersprüchliche Entscheidungen fällen. In einer kritischen Würdigung der Brüssel-Ia-Verordnung, der CLIP-Principles und der ALI-Principles analysiert die Autorin, wie Verfahren nach diesen Regelwerken durch Verfahrensabweisung und -aussetzung koordiniert werden. Dem stellt sie die Forderung nach einer stärkeren Kooperation zwischen Gerichten gegenüber. Hierzu systematisiert die Autorin verschiedene Formen der zwischengerichtlichen Kooperation und untersucht, inwieweit diese geeignet sind, den internationalen Entscheidungseinklang zu fördern und gleichzeitig die Souveränitätsinteressen der betroffenen Staaten sowie die Verfahrensgrundrechte der Parteien zu wahren. Der Kooperation stehen allerdings rechtliche und praktische Schwierigkeiten entgegen, die die Autorin ebenfalls aufzeigt.
  • Produktdetails
  • Schriften zum Prozessrecht Bd.239
  • Verlag: Duncker & Humblot
  • 1. Auflage
  • Seitenzahl: 362
  • Erscheinungstermin: 15. Dezember 2015
  • Deutsch
  • Abmessung: 233mm x 156mm x 22mm
  • Gewicht: 547g
  • ISBN-13: 9783428148226
  • ISBN-10: 3428148223
  • Artikelnr.: 44219274
Autorenporträt
Anja Becker studierte Rechtswissenschaften in Frankfurt am Main und Gainesville/Florida (USA). Nach dem ersten juristischen Staatsexamen promovierte sie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main bei Herrn Professor Dr. Alexander Peukert. Dabei wurde sie als Stipendiatin des Exzellenzclusters »Die Herausbildung normativer Ordnungen« gefördert. Ihre Dissertation wurde mit dem Baker & McKenzie-Preis 2015 ausgezeichnet. Den juristischen Vorbereitungsdienst im OLG-Bezirk Frankfurt am Main schloss sie im Jahr 2014 mit dem zweiten juristischen Staatsexamen ab. Seitdem ist sie als Rechtsanwältin in einer internationalen Wirtschaftskanzlei im Bereich Prozessführung tätig.
Inhaltsangabe
§ 1 EinführungBestimmung des Untersuchungsgegenstandes - Gang der Untersuchung - Territorialität im Immaterialgüterrecht - Trennungs- oder Einheitssystem im Immaterialgüterrecht - Die Zulässigkeit grenzüberschreitender Immaterialgüterrechtsverfahren - Möglichkeiten der Verfahrenskoordination - Notwendigkeit der internationalen Verfahrenskoordination - Risiken bei der internationalen Verfahrenskoordination - Bestrebungen zur Reformierung des internationalen Zivilverfahrensrechts im Bereich des Immaterialgüterrechts§ 2 Die unterschiedlichen KoordinationssystemeVerfahrenskoordination im europäischen Verfahrensrecht - Verfahrenskoordination in den CLIP Principles - Verfahrenskoordination in den ALI Principles§ 3 Anwendung der Koordinationssysteme auf Fallgestaltungen im ImmaterialgüterrechtParallelverfahren zwischen denselben Parteien bezüglich desselben Schutzrechts - Parallelverfahren zwischen denselben Parteien bezüglich paralleler Schutzrechte - Parallelverfahren zwischen unterschiedlichen Parteien bezüglich desselben Schutzrechts - Zwischenergebnisse zum Vergleich der drei Regelungssysteme - Rechtspolitischer Ausblick auf ein künftiges internationales Koordinationssystem§ 4 Entterritorialisierung als Alternative zur Verfahrenskoordination?Entterritorialisierung der Schutzrechte - Entterritorialisierung der Gerichte - Perspektiven der Entterritorialisierung auf internationaler Ebene§ 5 Verfahrenskoordination durch Kooperation zwischen GerichtenRechtfertigung zwischengerichtlicher Kooperation - Verfahrensunabhängige Kooperationsformen - Kooperation durch Berücksichtigung vorangegangener Entscheidungen - Kooperation durch direkte verfahrensbezogene Kommunikation - Fazit zur Verfahrenskooperation§ 6 ZusammenfassungAnnex: Synopse ausgewählter VorschriftenLiteratur- und Sachverzeichnis