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Die Ethnologie als Wissenschaft vom kulturell Fremden hat sich in ihrer Geschichte vielen Völkern und Kulturen zugewandt. Allerdings gibt es bislang noch keinen umfassenden Überblick über die Geschichte des Faches in der Bundesrepublik als einer der größten ethnologischen Nationen. Dieter Haller beschreitet somit Neuland: Nach einem Rückblick auf die Anfänge des Faches und seine Verwicklungen im Nationalsozialismus wagt er eine Zusammenschau der Pfade, die es nach dem Zweiten Weltkrieg beschritten hat. Dabei rückt er die institutionellen und geistesgeschichtlichen Entwicklungen in den Kontext…mehr

Produktbeschreibung
Die Ethnologie als Wissenschaft vom kulturell Fremden hat sich in ihrer Geschichte vielen Völkern und Kulturen zugewandt. Allerdings gibt es bislang noch keinen umfassenden Überblick über die Geschichte des Faches in der Bundesrepublik als einer der größten ethnologischen Nationen. Dieter Haller beschreitet somit Neuland: Nach einem Rückblick auf die Anfänge des Faches und seine Verwicklungen im Nationalsozialismus wagt er eine Zusammenschau der Pfade, die es nach dem Zweiten Weltkrieg beschritten hat. Dabei rückt er die institutionellen und geistesgeschichtlichen Entwicklungen in den Kontext der politischen, sozialen und ökonomischen Bedingungen der Bundesrepublik von 1949 bis zur Wende.

In der Ethnologie spiegelt sich das Unbehagen an der bundesrepublikanischen "Enge", dem Vernunftdenken und dem Glauben an Machbarkeit; sie überschreitet mit ihrem Interesse am Exotischen und Fremden den Horizont des Eigenen und trägt zum Verstehen anderer Lebenswelten und Kulturen bei. Dabei bietet das Buch auch einen Ausblick auf das Anthropologische, auf das, was den Menschen möglich ist.
  • Produktdetails
  • Verlag: Campus Verlag
  • Seitenzahl: 395
  • Erscheinungstermin: 12. März 2012
  • Deutsch
  • Abmessung: 236mm x 163mm x 30mm
  • Gewicht: 680g
  • ISBN-13: 9783593396002
  • ISBN-10: 3593396009
  • Artikelnr.: 34540338
Autorenporträt
Dieter Haller ist Professor für Sozialanthropologie an der Universität Bochum. Er hat das dortige Zentrum für Mittelmeerstudien mitbegründet. Im Rahmen seiner Geschichte der Ethnologie hat er über 60 Interviews mit Ethnologinnen und Ethnologen geführt und unter www.germananthropology.de eine Internetseite für die deutschsprachige Ethnologie aufgebaut. Er ist Autor des "dtv-Atlas Ethnologie" (2005).
Inhaltsangabe
Inhalt Vorwort 9 Einleitung: Deutsche Ethnologie oder Ethnologie in Deutschland? 12 1 Die Entstehung der Völkerkunde/Ethnologie in Deutschland 31 2 Rekonstruktion - 1945 bis 1955 59 2.1 Institute, Professuren und Museen 66 2.2 Fachorganisationen 76 2.2.1 Deutsche Gesellschaft für Völkerkunde (DGV) 76 2.2.2 Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte (BGAEU) 83 2.3 Geistesgeschichtliche Strömungen 85 2.3.1 Empirizismus und Theorieskepsis 87 2.3.2 Kulturmorphologie 95 2.3.3 Kulturgeschichtliche Völkerkunde 98 2.3.4 Ethnosoziologie 101 2.3.5 Kulturmorphologie, Kulturhistorie und Ethnosoziologie im Widerstreit 102 2.4 Fazit 108 3 Konsolidierung - 1955 bis 1967 111 3.1 Institute, Professuren und Museen 120 3.2 Fachorganisationen 130 3.2.1 Deutsche Gesellschaft für Völkerkunde (DGV) 130 3.2.2 Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte (BGAEU) 140 3.2.3 Studentische Initiativen 142 3.2.4 Völkerkundliche Freundeskreise 143 3.3 Geistesgeschichtliche Strömungen 144 3.3.1 Empirizismus und Theorieskepsis 146 3.3.2 Kulturmorphologie 158 3.3.3 Kulturgeschichtliche Völkerkunde 162 3.3.4 Ethnosoziologie 169 3.3.5 Internationalisierung 172 3.4 Fazit 178 4 Rebellion - 1967 bis 1977 181 4.1 Institute, Professuren und Museen 196 4.2 Fachorganisationen 203 4.2.1 Deutsche Gesellschaft für Völkerkunde (DGV) 203 4.2.2 Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte (BGAEU) 213 4.2.3 Studentische Initiativen 215 4.3 Geistesgeschichtliche Strömungen 217 4.3.1 Kulturmorphologie 223 4.3.2 Kulturgeschichtliche Völkerkunde 224 4.3.3 Ethnosoziologische Ansätze 227 4.3.4 Kulturanthropologie und Cultural Anthropology 231 4.3.5 Neuere philosophische Einflüsse 233 4.4 Fazit 236 5 Stagnation - 1977 bis 1990 241 5.1 Institute, Professuren und Museen 246 5.2 Fachorganisationen 254 5.2.1 Deutsche Gesellschaft für Völkerkunde (DGV) 254 5.2.2 Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte (BGAEU) 260 5.2.3 Studentische Initiativen 261 5.3 Geistesgeschichtliche Strömungen 264 5.3.1 Etablierte Ethnologie 266 5.3.2 Neoromantik, die Begeisterung für das Fremde und literarische Ansätze 269 5.3.3 Interpretative Ansätze und Postmoderne 284 5.3.4 Interdisziplinäre Begegnungen 289 5.3.5 Ethnologie der Sprache und Strukturalismus 298 5.3.6 Ethnomedizin/Medical Anthropology und Ethnopsychoanalyse 301 5.4 Fazit 306 6 Ökonomisierung - 1989 bis heute 309 6.1 Institute, Professuren und Museen 317 6.2 Fachorganisationen 321 6.3 Geistesgeschichtliche Strömungen 323 7 Die bundesrepublikanische Ethnologie 337 Literatur 345 Nachweise der Interviews 374 Register 376
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Dieter Hallers Geschichte Ethnologie im Nachkriegsdeutschland hat Rezensent Andreas Eckert nicht überzeugt. Zwar fand er viel informatives Material im Buch, darunter ausführliche Interviews mit Kollegen des Autors. Doch Schwerpunkte, Analysen oder Einordnungen "sucht man vergeblich". Auch Hallers Versuch, das spezifisch Deutsche an der deutschen Ethnologieforschung herauszuarbeiten, überzeugt Eckert nicht. Feldforschung oder das Humboldtsche Bildungsideal pflegte man auch in anderen Nationen, weiß er.

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