Die feinen Unterschiede - Bourdieu, Pierre

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"Bourdieus Analyse des kulturellen Konsums und des Kunstgeschmacks ist trotz der hohen Anforderungen, die sie an den Leser stellt, nicht bloß für Sozialwissenschaftler, Kunstschaffende und Philosophen von Interesse, sondern für alle, die geneigt sind, ihre eigenen, meist als selbstverständlich aufgefaßten kulturellen Vorlieben und Praktiken zu prüfen. Auch wenn in unserem Land die Kultur einen weitaus geringeren Stellenwert hat als in Frankreich und die westdeutschen Klassenunterschiede weniger augenscheinlich sind als die französischen, sind doch die Strukturen der Distinktion überraschend…mehr

Produktbeschreibung
"Bourdieus Analyse des kulturellen Konsums und des Kunstgeschmacks ist trotz der hohen Anforderungen, die sie an den Leser stellt, nicht bloß für Sozialwissenschaftler, Kunstschaffende und Philosophen von Interesse, sondern für alle, die geneigt sind, ihre eigenen, meist als selbstverständlich aufgefaßten kulturellen Vorlieben und Praktiken zu prüfen. Auch wenn in unserem Land die Kultur einen weitaus geringeren Stellenwert hat als in Frankreich und die westdeutschen Klassenunterschiede weniger augenscheinlich sind als die französischen, sind doch die Strukturen der Distinktion überraschend ähnlich. Der Reiz und auch das Verdienst des Buches liegen darin, daß Bourdieu immer im Kontakt zur konkreten Alltagswirklichkeit bleibt. Dafür sorgen schon die zwischen die schwierigen theoretischen Ausführungen und die Masse des empirischen Materials häufig eingeschobenen Fallbeispiele. Sie laden den Leser zur Identifikation ein, so daß er nicht bloß außenstehender Beobachter bleibt, sondern
sich selbst als Gegenstand der Analyse entdeckt. Dadurch wird die Lektüre der Feinen Unterschiede für alle, die sich darauf einlassen wollen, zu einem spannenden Selbsterfahrungsprozeß." Joachim Weiner
  • Produktdetails
  • Suhrkamp Taschenbücher Wissenschaft Nr.658
  • Verlag: Suhrkamp
  • 25. Aufl.
  • Seitenzahl: 912
  • Erscheinungstermin: November 2012
  • Deutsch
  • Abmessung: 177mm x 108mm x 38mm
  • Gewicht: 581g
  • ISBN-13: 9783518282588
  • ISBN-10: 3518282581
  • Artikelnr.: 03118331
Autorenporträt
Pierre Bourdieu (eigentlich Pierre-Félix Bourdieu; 1. August 1930 in Denguin, Pyrénées-Atlantiques; 23. Januar 2002 in Paris) war einer der bekanntesten Soziologen des 20. Jahrhunderts. Er studierte Philosophie in Paris an der École Normale Supérieure und arbeitete als Lehrer. Seit 1981 hatte Bourdieu einen Lehrstuhl am Collège de France. Im Jahre 1993 wurde er mit der "Médaille d'or du Centre National de la Recherche Scientifique" (CNRS) ausgezeichnet. Pierre Bourdieus soziologische Forschungen, zumeist im Alltagsleben verwurzelt, waren vorwiegend empirisch orientiert. Er war bekannt als politisch interessierter und aktiver Intellektueller, der sich gegen die herrschende Elite und den Neoliberalismus wandte.
Inhaltsangabe
Vorwort zur deutschen Ausgabe Einleitung 17 ERSTER TEIL: GESELLSCHAFTLICHE KRITIK DES GESCHMACKSURTEILS 1. Bildungsadel.- Titel und Legitimitätsnachweis 31 Titel 39 - Die Wirkung des Titels 47 - Die ästhetische Einstellung 57 - Reiner und "barbarischer" Geschmack 60 - "Populäre Ästhetik" 64 - Ästhetische Distanzierung 68 - Eine anti-kantianische "Ästhetik" 81 - Ethik, Ästhetik und Ästhetizismus 85 - Neutralisierung und das Universum der Möglichkeiten 94 - Die Distanz zur Notwendigkeit 100 - Der ästhetische Sinn als Sinn für die Distinktion 104 Legitimitätsnachweis 115 - Stil und Erwerbsstil 120 - Der "Gelehrte" und der "Mann von Welt" 125 - Erfahrung und Wissen 134 - Die angestammte Welt 136 - Geerbtes und erworbenes Kapital 143 - Die zwei Märkte 150 - Faktoren und Kräfte 461 ZWEITER TEIL: DIE ÖKONOMIE DER PRAXISFORMEN 2. Der Sozialraum und seine Transformationen 171 Klassenlage und soziale Konditionierungen 174 - Variablen und Variablensysteme 176 - Die konstruierte Klasse 182 - Soziale Klasse und Laufbahnklasse 187 - Kapital und Markt 193 Ein dreidimensionaler Raum 195 Die Umstellungsstrategien 210 - Einstufung, Abstufung, Umstufung 221 - Umstellungsstrategien und morphologische Veränderungen 227 - Zeit um zu begreifen 237 - Eine geprellte Generation 241 - Der Kampf gegen die Deklassierung 248 - Die Wandlungsprozesse im Bildungssystem 255 - Die Konkurrenzkämpfe und die Verschiebung der Struktur 261 3. Der Habitus und der Raum der Lebensstile 277 Die Homologie der Räume 286 - Form und Substanz 288 - Drei Arten des Sich-Unterscheidens 298 - Ungezwungen oder unverfroren? 311 - Das Sichtbare und das Unsichtbare 322 Die Gesamtbereiche der stilistischen Möglichkeiten 332 4. Die Dynamik der Felder 355 Das Zusammenspiel von Güterproduktion und Geschmacksproduktion 362 - Die Wirkung der Homologien 367 - Wahlverwandtschaften 373 Die symbolischen Auseinandersetzungen 378 DRITTER TEIL: KLASSENGESCHMACK UND LEBENSSTIL 5. Der Sinn für Distinktion 405 Aneignungsweisen von Kunst 416 Die Varianten des herrschenden Geschmacks 442 Der zeitliche Einschnitt 462 Temporelle und spirituelle Größen 497 6. Bildungsbeflissenheit 500 Kennen und Anerkennen 503 Der Autodidakt und die Schule 513 Die Linie und der Hang 519 Die Varianten des kleinbürgerlichen Geschmacks 531 Das absteigende Kleinbürgertum 541 Das exekutive Kleinbürgertum 549 Das neue Kleinbürgertum 561 Von der Pflicht zur Pflicht zum Genuß 573 7. Die Entscheidung für das Notwendige 585 Der Geschmack am Notwendigen und das Konformitäts- Prinzip 587 Herrschaftseffekte 601 8. Politik und Bildung 620 Zensus und Zensur 624 Statuskompetenz und Statusinkompetenz 632 Das Recht auf Meinungsäußerung 642 Die persönliche Meinung 648 Produktionsweisen von Meinung 654 Sinnverlust und Sinnentstellung 669 Moralische und politische Ordnung 678 Klassenhabitus und politische Meinung 686 Meinungsangebot und Meinungsnachfrage 690 Der politische Raum 707 Der spezifische Laufbahneffekt 707 Politische Sprache 719 Schluß: Klassen und Klassifizierungen 727 Inkorporierte soziale Strukturen 729 Begriffsloses Erkennen 734 Vom Interesse diktierte Zuschreibungen 741 Der Kampf der Klassifikationssysteme 748 Realität der Vorstellung und Vorstellung der Realität 752 Nachschrift: Elemente einer "Vulgärkritik" der "reinen" Kritiken 756 Der Ekel vor dem "Leichten" 757 "Reflexions- Geschmack" und "Sinnen- Geschmack" 761 Das verleugnete gesellschaftliche Verhältnis 768 Parerga und Paralipomena 773 Die Lust am Lesen 779 Anhang I: Einige Überlegungen zur Methode 784 Der Fragebogen 800 Beobachtungsplan 809 Anhang II: Zusätzliche Quellen 811 Anhang III: Die statistischen Daten. Die Erhebung 821 Anhang IV. Ein Gesellschaftsspiel 842 Glossar 864 Bildnachweise 875 Verzeichnis der Tabellen und Diagramme im Textteil 876 Namen- u
Rezensionen
"Sein Buch ist nicht nur die Beschreibung eines Phänomens, es ist das Phänomen selbst. Warum zitiert Bourdieu Platon, wenn es um Statistik, Leibniz, wenn es um den Kleinbürger, Kant, wenn es um Geburtenkontrolle, den heiligen Thomas, wenn es um die Gastronomie geht? Nicht, weil die entsprechenden Problembereiche es verlangen, Bourdieu erfüllt mit einemAugenzwinkern die Erwartungen seines Publikums und ironisiert sie zugleich. Die leitmotivartige Erinnerung an die Recherche und an die Pastiches et mélanges verrät nicht einfach, daß Bourdieu Proust mag: zwanglos stellen diese Zitate die Kontinuität her zwischen einem Romancier, der uns die endgültige Soziologie des Faubourg Saint-Germain gegeben hat und einem Soziologen, der von den Unterschieden zwischen intellektuellen rive gauche- und bürgerlichem rive droite-Geschmack so unterhaltsam zu berichten weiß, als handele es sich um einen Roman." (FAZ)