Das Bild des Anderen - Jostkleigrewe, Georg
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Wie entstehen Fremdbilder? Welche Faktoren prägen sie, welche Wirkungen erzielen sie? Dienen sie vor allem der gegenseitigen Abgrenzung? Lassen sie sich politisch funktionalisieren und manipulieren? Im "Laboratorium" des europäischen Mittelalters werden diese modern anmutenden Fragen von einer anderen, vormodernen Warte aus beleuchtet. Mit Deutschland und Frankreich stehen dabei zwei Gebilde im Mittelpunkt, die die europäische Geschichte bis heute bestimmen. Um so aufschlussreicher ist es, Traditionslinien und Brüche der wechselseitigen Wahrnehmung bereits in der volkssprachlichen Kultur des…mehr

Produktbeschreibung
Wie entstehen Fremdbilder? Welche Faktoren prägen sie, welche Wirkungen erzielen sie? Dienen sie vor allem der gegenseitigen Abgrenzung? Lassen sie sich politisch funktionalisieren und manipulieren? Im "Laboratorium" des europäischen Mittelalters werden diese modern anmutenden Fragen von einer anderen, vormodernen Warte aus beleuchtet. Mit Deutschland und Frankreich stehen dabei zwei Gebilde im Mittelpunkt, die die europäische Geschichte bis heute bestimmen. Um so aufschlussreicher ist es, Traditionslinien und Brüche der wechselseitigen Wahrnehmung bereits in der volkssprachlichen Kultur des hohen und späten Mittelalters nachzuzeichnen. Aus dem Inhalt: Die Grundlagen 1. Gegenstand, Methoden und Zielsetzung der Untersuchung 2. Die Quellen 3. Geographische Terminologie Teil I: Die Entstehung deutsch-französischer Fremdbilder in Literatur und Geschichtsschreibung A. Strukturen und Dimensionen der Fremdwahrnehmung B. Parameter der Entstehung spezifischer Fremdbilder C. Zusammenfassung Teil II: Wahrnehmung und Bewertung des Verhältnisses von Imperium und Regnum Franciae in den deutsch- und französischsprachigen Literaturen A. Forschungsüberblick B. Die Wahrnehmung der Beziehungen zwischen Rîche und Francrîche in den deutschsprachigen Quellen C. Die Wahrnehmung der Beziehungen von Empire und Roiaume de France in den französischsprachigen Texten.
  • Produktdetails
  • Orbis mediaevalis, Vorstellungswelten des Mittelalters 9
  • Verlag: Akademie Verlag / De Gruyter / De Gruyter Akademie Forschung
  • Seitenzahl: 448
  • Erscheinungstermin: 15. September 2008
  • Deutsch
  • Abmessung: 246mm x 175mm x 30mm
  • Gewicht: 1086g
  • ISBN-13: 9783050043944
  • ISBN-10: 3050043946
  • Artikelnr.: 23828880
Inhaltsangabe
1;Inhalt;6
2;Vorwort;10
3;Die Grundlagen;12
4;Teil I: Die Entstehung deutsch-französischer Fremdbilder in Literatur und Geschichtsschreibung;62
5;Teil II: Die Wahrnehmung und Bewertung des Verhältnisses von Imperium und Regnum Franciae in den deutsch- und französischsprachigen Literaturen;212
6;Zusammenfassung und Ausblick;390
Rezensionen
Die [...] Arbeit profitiert vom komparatistischen Ansatz und kann überzeugend die Annahme eines dt.-frz. Gegensatzes durch die Erkenntnis korrigieren, dass Freundschaft und Identifikation das gegenseitige Verhältnis prägen. Ricarda Bauschke in: Germanistik, 51 (2010) 1-2, S. 235-236 Die facettenreichen Quellenbeispiele und eine ausführliche Reflexion der Forschungsliteratur, stets durch methodische und theoretische Ansätzen abgesichert, [...] machen [...] Jostkleigrewes Studie ohne Zweifel für die Erforschung der deutsch-französischen Fremd- und Eigenwahrnehmung im Mittelalter wie in der Neuzeit sehr wertvoll. Sie liefert zudem ein solides Instrumentarium für alle, die sich mit den Konzepten von Identität und Alterität befassen. Julia Itin in: Francia-Recensio, 4 (2011) All jenen, die sich mit der Geschichte der gegenseitigen Wahrnehmung Deutschlands und Frankreichs im Mittelalter beschäftigen, [...] ist dieses Buch zur Lektüre zu empfehlen. Klaus Oschema in: H-Soz-u-Kult, 02.02.2009 Anders [...] als die meisten neueren Arbeiten zu diesem Thema nimmt [die Studie von G. Jostkleigrewe] nicht die Ereignis- bzw. Diplomatiegeschichte in den Blick, sie will vielmehr klären, wie das jeweils andere Staatswesen im Mittelalter subjektiv wahrgenommen wurde. [...] Wir lernen [...], dass man mittelalterliche Historiker nicht nur als wenig zuverlässige Lieferanten von Daten und Fakten behandeln sollte, dass man vielmehr auch die von ihnen entwickelten Deutungsparadigmen ernst nehmen sollte. Diese müssen nicht, können aber durchaus zutreffender sein als manches, was Jahrhunderte später mit großem Fußnotenaufwand publiziert wurde. Stefan Weiß in: sehepunkte, Ausgabe 9 (2009), Nr. 10 [Dies ist] das Ergebnis einer gründlichen Quellenuntersuchung, die mit lange in der Forschung tradierten Ideen bricht. Meike Pfefferkorn in: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft, 57 (2009) 11…mehr