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Der Krieg hat keine Macht mehr über uns, Gott sei Dank. Doch er scheidet noch immer die Geister: Er ist der moralische Ernstfall für Staaten, auch für demokratische. Selbst wer sich sonst für Politik kaum interessiert, hier fühlt er sich aufgerufen, Partei zu ergreifen. Aber wie und nach welchen Kriterien? Darüber ist viel Verwirrung entstanden, zuletzt beim Libyen-Krieg, an dem Deutschland nicht teilgenommen hat. Und wir merken: Auch Kriege, die man nicht führt, können einen verändern.
Dieses Buch zieht eine Bilanz nach zwei Kriegen im Irak, zweien auf dem Balkan, einem in Afghanistan und
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Produktbeschreibung
Der Krieg hat keine Macht mehr über uns, Gott sei Dank. Doch er scheidet noch immer die Geister: Er ist der moralische Ernstfall für Staaten, auch für demokratische. Selbst wer sich sonst für Politik kaum interessiert, hier fühlt er sich aufgerufen, Partei zu ergreifen. Aber wie und nach welchen Kriterien? Darüber ist viel Verwirrung entstanden, zuletzt beim Libyen-Krieg, an dem Deutschland nicht teilgenommen hat. Und wir merken: Auch Kriege, die man nicht führt, können einen verändern.
Dieses Buch zieht eine Bilanz nach zwei Kriegen im Irak, zweien auf dem Balkan, einem in Afghanistan und einem in Nordafrika. Es unterscheidet zwischen richtigen und falschen Kriegen und liefert Kriterien dafür, wie Deutschland sich künftig verhalten soll.
Es ist darin anders als andere Bücher über dieses Thema. Denn weil Krieg immer eine Einladung zum Machismo ist, geben sich Bücher über ihn oft allwissend, zweifelsfrei, unerschütterlich: Gedankengänge als Waffengänge. Dabei hängt die Einstellung zum Krieg nicht zuerst von Theorien ab, sondern von Biographien und Begegnungen. Darum lebt dieses Buch, außer von den Erfahrungen des Autors, namentlich von der lebendigen und alltäglichen Auseinandersetzung mit einem Mann, der mehr vom Krieg und von der Geschichte weiß als die meisten anderen - mit Helmut Schmidt.

Dieser Download kann aus rechtlichen Gründen nur mit Rechnungsadresse in A, B, CY, D, DK, EW, E, FIN, F, GR, IRL, I, L, M, NL, P, S, SLO, SK ausgeliefert werden.

  • Produktdetails
  • Verlag: Rowohlt Verlag GmbH
  • Erscheinungstermin: 18.10.2011
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783644015616
  • Artikelnr.: 37450677
Autorenporträt
Bernd Ulrich, geboren 1960, ist stellvertretender Chefredakteur und Leiter der Politikredaktion der Zeit. Er studierte Politikwissenschaften und Philosophie in Marburg. Nach Stationen bei der «Wochenpost» und dem «Tagesspiegel» arbeitete er ab 2003 als stellvertretender Chefredakteur und Leiter des Berliner Büros der «Zeit». Bei Rowohlt erschien 2011 sein Buch «Wofür Deutschland Krieg führen darf. Und muss.»
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 26.11.2011

Kommt "Zeit", kommt Rat?

Auf der Suche nach deutschen Kriterien für richtige und falsche Kriege lässt sich eine Checkliste nicht finden.

Von Majid Sattar

In der Debatte über die deutsche Enthaltung im UN-Sicherheitsrat zum Militäreinsatz gegen das Gaddafi-Regime in Libyen ist ein wenig untergegangen, dass große Teile der deutschen Linken nicht nur den diplomatischen Schadensfall für Berlin beklagten, sondern sich so offen wie nie zuvor für einen Krieg aussprachen. Jenseits parteipolitischer Taktik - im Falle einer deutschen Beteiligung hätten einige Linke rot-grüner Couleur gewiss mit der Linkspartei gegen den Waffengang argumentiert - war dies Ausdruck einer Entwicklung, die mit dem Bosnien-, spätestens aber mit dem Kosovo-Krieg begonnen hat. Sie soll mit der entstehenden UN-Norm der "Responsibility to protect"-Klausel, der internationalen Schutzverantwortung für die Zivilbevölkerung, ihre quasi-völkerrechtliche Grundlage erhalten. Die Unterbelichtung des Wandels war der Aufregung über Berlins Isolierung im westlichen Bündnis geschuldet. Bernd Ulrich zeichnet dies in dem Buch "Wofür Deutschland Krieg führen darf. Und muss" gründlich und engagiert nach.

Ulrich wählt einen autobiographischen Ansatz: Er schildert seinen Weg vom Wehrdienstverweigerer und Friedensaktivisten der achtziger Jahre über den Journalisten, der den Kosovo-Krieg bereits nicht falsch fand, aber sich noch nicht traute, seine innere Abkehr vom Radikalpazifismus öffentlich zu machen, bis hin zum stellvertretenden Chefredakteur der Wochenzeitung "Die Zeit", der die deutsche Enthaltung im Frühjahr dieses Jahres eine "Schande" nannte.

Der Autor legt also kein Buch über die Theorien der internationalen Politik vor, sondern schildert anhand der Debatten in den Redaktionskonferenzen die abnehmenden Gewissheiten und zunehmenden Zweifel über Fragen, welche die Deutschen längst nicht mehr aus der sicheren Ferne klären müssen, weil es den Ernstfall seinen Verbündeten überlassen kann. Das ist mutig, weil diese Seelenschau ideologische Verirrungen und moralische Vermessenheiten offenlegt. Es ist zuweilen aber auch prätentiös, weil diese Nabelschau die eigene Redaktionskonferenz pars pro toto zum Forum der offenen Republik erklärt. Das Buch wäre zudem ohne die demonstrative Auseinandersetzung mit dem einstigen Feindbild der Linken und heutigem Herausgeber-Denkmal der Hamburger Wochenzeitung ausgekommen. Gewiss: Helmut Schmidt sells! Das weiß man besonders an der Alster. Mitunter wirken die Bezüge zum Altkanzler aber auch wie - eigentlich unnötige - Versuche, der eigenen Argumentation außenpolitische Gravität zu verleihen.

Das Buch ist nach der Libyen-Kontroverse und zehn Jahren Krieg in Afghanistan von doppelter Aktualität. Ulrich versucht aus den Erfahrungen seit den Balkan-Kriegen, den militärischen an der Front und den politischen in der Etappe, abzuleiten, wann und warum Deutschland Krieg führen soll. Oder aber - notfalls auch gegen seine westlichen Verbündeten - nein sagen muss. Doch überrascht es nicht, dass der Autor letztlich zu dem Ergebnis kommen muss, dass es für politische Entscheidungsträger und die sie tragende Öffentlichkeit keine Checkliste zum Abhaken geben kann: Drohender Massenmord? Legitime Sicherheitsinteressen? Völkerrechtliches Mandat?

Also behandelt Ulrich die Kriege im Einzelnen: Kosovo - wie gesagt: richtig. Der Irak-Krieg - falsch und unmoralisch. Das Urteil überrascht nicht. Eher schon der Hinweis des Autors, dass man es sich mit dem Feldzug George W. Bushs dennoch nicht zu leicht machen solle. Auch was "mit falschen, ja gefälschten Begründungen" begonnen habe, könne sich im Nachhinein als richtig erweisen, wenngleich der Autor so weit dann doch nicht geht. Afghanistan - ein schwieriger Fall. Ein richtiger Krieg, weil völkerrechtlich legitimiert und bündnispolitisch geboten? Nein, falsch, aber das habe man 2001 nicht wissen können. Heute aber, da der Westen im Begriff ist, das Land trotz der Gefahr einer Rückkehr der Taliban allmählich zu verlassen, müsse die Begründung, dass Al Qaida nur durch einen Sturz des Taliban-Regimes der Boden entzogen werden konnte und deshalb hernach ein "nation building" erforderlich gewesen sei, neu bewertet werden. Schließlich Libyen: Hier kommt Ulrich zurück zum Kosovo, zum Schutz der Zivilbevölkerung und zur "Responsibility to protect". Also ein richtiger Krieg trotz der Legitimationsprobleme durch die extensive Auslegung der UN-Resolution 1973.

Am Ende träumt sich Ulrich ein wenig aus dem Problem, die Leitfrage seiner Streitschrift nicht konkret beantworten zu können: eine internationale Polizei als großes Ideal. Bis dahin wird auch Deutschland aber auch künftig die Kriegsfrage noch herkömmlich beantworten müssen. Dass die Antwort nicht noch einmal Nein zum Krieg (gegen Gaddafi), aber Ja zu Rüstungsexporten (nach Saudi-Arabien) heißen dürfe - diese Auffassung wird von manchem Außenpolitiker der Regierungsfraktionen geteilt.

Bernd Ulrich: Wofür Deutschland Krieg führen darf. Und muss. Eine Streitschrift.

Rowohlt Verlag, Hamburg 2011. 192 S., 14,95 [Euro].

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Durchaus aktuell und spannend findet Rezensent Majid Sattar diese Streitschrift des Zeit-Journalisten Bernd Ulrich zu deutschen Kriegseinsätzen, ganz zufrieden ist er aber nicht mit dem Ergebnis. Greiner geht der Frage nach der Legitimität von Kriegseinsätzen autobiografisch nach, er erzählt, wie er sich selbst von einem Pazifisten zum Befürworter von Kriegseinsätzen wandelte und wie die Kriege in Bosnien, Afghanistan und Irak in den Redaktionskonferenzen debattiert wurden. Dies findet Sattar zwar mutig, aber auch recht prätentiös, wenn die eigene Haustür zum Forum der offenen Republik stilisiert wird. Auch nerven ihn die vielen Verweise auf Helmut Schmidt. Dass am Ende dieser Schrift keine Checkliste steht, anhand derer man einen Einsatz für gerechtfertigt erklären kann, geht dagegen für den Rezensenten völlig in Ordnung.

© Perlentaucher Medien GmbH