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In der Avantgardekunst des 20. und 21. Jahrhunderts, die mit einem erweiterten Kunstbegriff operiert, findet ein Material wieder und wieder Verwendung, das zwischen armer Stofflichkeit und poetisch-metaphorischer Sinnfülle angesiedelt ist: der Faden.Die vorliegende »Fadenästhetik« bringt erstmalig unterschiedliche künstlerische Strategien in eine Zusammenschau und zeigt, wie das Material ästhetisch medialisiert wird. Assoziationsreiche Kurzessays, in denen grundlegende Erfahrungen des Raums und des Körpers artikuliert werden, bringen auf überraschende Weise die zum Teil hermetischen Kunstwerke zum Sprechen.…mehr

Produktbeschreibung
In der Avantgardekunst des 20. und 21. Jahrhunderts, die mit einem erweiterten Kunstbegriff operiert, findet ein Material wieder und wieder Verwendung, das zwischen armer Stofflichkeit und poetisch-metaphorischer Sinnfülle angesiedelt ist: der Faden.Die vorliegende »Fadenästhetik« bringt erstmalig unterschiedliche künstlerische Strategien in eine Zusammenschau und zeigt, wie das Material ästhetisch medialisiert wird. Assoziationsreiche Kurzessays, in denen grundlegende Erfahrungen des Raums und des Körpers artikuliert werden, bringen auf überraschende Weise die zum Teil hermetischen Kunstwerke zum Sprechen.
  • Produktdetails
  • Kultur- und Medientheorie
  • Verlag: transcript
  • Seitenzahl: 156
  • Erscheinungstermin: Oktober 2007
  • Deutsch
  • Abmessung: 227mm x 138mm x 13mm
  • Gewicht: 230g
  • ISBN-13: 9783899428001
  • ISBN-10: 3899428005
  • Artikelnr.: 22811387
Autorenporträt
Gunnar Schmidt (Prof. Dr.) lehrt Medienwissenschaft und Sound Art im Fachbereich Gestaltung der Hochschule Trier. Davor war er mit wissenschaftlichen und mit Lehrtätigkeiten an den Universitäten Hamburg, Dortmund, Siegen und an der Folkwang Universität der Künste betraut. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören u.a. Medienästhetik, Intermedialitätsforschung zwischen Kunst- und Populärmedien sowie kulturelle Affektologie. Letzte Veröffentlichungen: Bombenkrater. Das Bild der terroristischen Moderne (2016), Mythos-Maschine. Medien- und Kunstgeschichte des Citroën DS (2018). Nebenher ist Schmidt auch klangkünstlerisch tätig.
Rezensionen
Besprechung von 07.11.2007
Fadenheftung

Marcel Duchamp ließ drei Fäden nacheinander aus einem Meter Höhe herabfallen, schnitt nach deren so entstandener Gestalt drei Holzlineale und fixierte die Fäden selbst auf schwarzem Grund. Die so entstandenen "Trois Stoppages Étalon", die mit Elementen wissenschaftlicher Standardisierung ihr Spiel treiben, gewannen noch dadurch an Reiz, dass der prätendierte Zufall vielleicht gar keiner war: Verdächtig elegant ist jedenfalls der Schwung der Fäden, und wie von Duchamp behauptet genau einen Meter lang sind sie obendrein nicht. Am Faden solcher Fäden kommt Gunnar Schmidt zu interessanten Fragen. Seine "Ästhetik des Fadens" bietet kurze Beobachtungen zu einer Reihe von zeitgenössischen Künstlern, die auf denkbar verschiedene Weisen Fäden schlingen, spannen und verwirren. Mit Theorieverschnürungen hält sich der Autor angenehm zurück, und Langfädigkeit ist vermieden. (Gunnar Schmidt: "Ästhetik des Fadens". Zur Medialisierung eines Materials in der Avantgardekunst. transcript Verlag, Bielefeld 2007. 152 S., br., 14,80 [Euro].) hmay

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