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Hamed Abdel-Samads Kindheit in Ägypten ist geprägt von tiefer Religiosität und von brutaler Gewalt. Je älter er wird, desto weniger kann er den Widerspruch zwischen diesen Extremen ertragen. Halt erhofft er sich im radikalen Islam, findet darin aber auch keine Antworten auf seine Fragen und entschließt sich, Ägypten zu verlassen. Erst in Deutschland kann er sich von seiner Vergangenheit lösen und beginnt, sich kritisch mit der menschenverachtenden islamischen Doppelmoral auseinanderzusetzen. Abdel-Samad zählt heute zu den namhaften deutschsprachigen Vermittlern zwischen arabischer Welt und…mehr

Produktbeschreibung
Hamed Abdel-Samads Kindheit in Ägypten ist geprägt von tiefer Religiosität und von brutaler Gewalt. Je älter er wird, desto weniger kann er den Widerspruch zwischen diesen Extremen ertragen. Halt erhofft er sich im radikalen Islam, findet darin aber auch keine Antworten auf seine Fragen und entschließt sich, Ägypten zu verlassen. Erst in Deutschland kann er sich von seiner Vergangenheit lösen und beginnt, sich kritisch mit der menschenverachtenden islamischen Doppelmoral auseinanderzusetzen. Abdel-Samad zählt heute zu den namhaften deutschsprachigen Vermittlern zwischen arabischer Welt und Europa. Sein Engagement für den arabischen Frühling und seine entschiedene Kritik am politischen Islam führten dazu, dass Fanatiker eine Mord-Fatwa gegen ihn erwirkt haben. Vom Leben unter ständiger Gefahr und auch von einer mehrtägigen Entführung durch Kriminelle erzählt er in der stark erweiterten Neuausgabe seiner Autobiografie.
  • Produktdetails
  • Droemer Taschenbuch Nr.30055
  • Verlag: Droemer/Knaur
  • Originaltitel: Mein Abschied vom Himmel
  • Artikelnr. des Verlages: 3006659
  • Seitenzahl: 331
  • Erscheinungstermin: 1. März 2019
  • Deutsch
  • Abmessung: 190mm x 126mm x 30mm
  • Gewicht: 292g
  • ISBN-13: 9783426300558
  • ISBN-10: 3426300559
  • Artikelnr.: 40819523
Autorenporträt
Abdel-Samad, Hamed
Hamed Abdel-Samad, geboren 1972 bei Kairo, studierte Englisch, Französisch, Japanisch und Politik. Er arbeitete für die UNESCO, am Lehrstuhl für Islamwissenschaft der Universität Erfurt und am Institut für Jüdische Geschichte und Kultur der Universität München. Abdel-Samad ist Mitglied der Deutschen Islam Konferenz und zählt zu den profiliertesten islamischen Intellektuellen im deutschsprachigen Raum.Seine Autobiographie "Mein Abschied vom Himmel" sorgte für Aufsehen: "Was er von seinen Landsleuten erwartet, hat er selbst vorgemacht: Aufklärung durch Tabubruch." ZDF-Aspekte
Rezensionen
"Hamed Abdel-Samad wurde 1972 in der Nähe von Gizeh geboren. Er war 23 als er 1995 nach Deutschland kam. Er spricht und schreibt besser deutsch als die meisten von uns. Er ist auch neugieriger. Wer von uns hat schon Englisch, Französisch, Politikwissenschaften, Shintoismus, Buddhismus und jüdische Kultur studiert? Das alles wäre nicht möglich, wenn Hamed Abdel-Samad nicht auch mutig wäre.

Sein Mut beginnt nicht erst, wenn er sich wehren muss gegen Feinde. Sein Mut ist jener, viel besungene, aber wenig praktizierte Mut gegenüber den Freunden. Der Mut, der dazu gehört sich loszusagen von seiner Umgebung, von Eltern und Verwandten. Diese Art Mut ist nichts, das man sich vornehmen, keine Tugend, die man erlernen kann. Meist ist sie ein Laster, jedenfalls ein Widerspruchsgeist, den man schon am Kind beobachtet.(...)

Wir wissen nicht, ob das Verschwinden von Hamed Abdel-Samad etwas mit seinem Mut, mit seiner Kritik an der Welt, in der er aufwuchs zu tun hat.(...)

Was immer der Grund für sein Verschwinden ist - wir wünschen uns, dass Hamed Abdel-Samad wieder auftaucht und dass er seinen klaren Verstand noch hat, damit er weitermachen kann, was er bisher getan hat. Auch uns auf die Füße zu treten." -- Frankfurter Rundschau, 27.01.2013

Perlentaucher-Notiz zur TAZ-Rezension

Cigdem Ajkol stellt den deutsch-ägyptischen Autor Hamed Abdel-Samad vor, der in einem offenbar sehr beeindruckenden Buch nicht nur Einblick in sein eigenes Leben gibt, sondern auch in die Funktionsweisen der ägyptischen Gesellschaft. Diese hat Abdel-Samad nach Informationen des Rezensenten als eine durch und durch unaufgeklärte erlebt: die Mutter wurde vom Vater verprügelt, er selbst als Kind von Jugendlichen vergewaltigt, und alle wurden sie darauf gepolt, die Schuld für eigene Unzulänglichkeiten bei anderen zu suchen. Heute, nach einer fast unglaublichen Odyssee, die meist durch die tiefen Täler des Lebens führte, lehrt Abdel-Samad am Institut für Jüdische Geschichte und Kultur an der Universität München, und so erklärt re sich auch den Antisemitismus in der arabischen Welt: Israel konfrontiere die arabischen Länder mit der eigenen Scham, "nicht vom Fleck zu kommen. Dafür hassen wir die Juden". Und auch andere "hässliche Wahrheiten" hat Rezensent aus diesem Buch mitgenommen, über eine Gesellschaft, die den "Islam als Feigenblatt für ihr menschenverachtendes System" benutzt.

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