V wie Vendetta
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In einem fiktiven Großbritannien der Zukunft: "V" (Hugo Weaving) ein belesener und intellektueller, aber zugleich auch rachsüchtiger und brutaler Mensch hat sein Leben der Befreiung seiner Mitbürger verschrieben. Getrieben von persönlicher Vergeltungssucht will der maskierte Unbekannte mit gezielten Anschlägen die Führungsriege eines totalitären Regimes zur Strecke bringen, das sein Volk bedingungslos ausbeutet und tyrannisiert. Als Evey (Natalie Portman) Vs Geheimnis auf die Spur kommt, entdeckt sie auch die Wahrheit ihrer eigenen Vergangenheit - und entwickelt sich zu einer unerwarteten…mehr

Produktbeschreibung
In einem fiktiven Großbritannien der Zukunft: "V" (Hugo Weaving) ein belesener und intellektueller, aber zugleich auch rachsüchtiger und brutaler Mensch hat sein Leben der Befreiung seiner Mitbürger verschrieben. Getrieben von persönlicher Vergeltungssucht will der maskierte Unbekannte mit gezielten Anschlägen die Führungsriege eines totalitären Regimes zur Strecke bringen, das sein Volk bedingungslos ausbeutet und tyrannisiert. Als Evey (Natalie Portman) Vs Geheimnis auf die Spur kommt, entdeckt sie auch die Wahrheit ihrer eigenen Vergangenheit - und entwickelt sich zu einer unerwarteten Verbündeten bei seinem Ziel, Freiheit und Gerechtigkeit für eine durch Grausamkeit und Korruption unterdrückte Gesellschaft zurückzugewinnen.
Das hatte Alan Moore nicht verdient. Immer wieder hatte sich Hollywood an den Werken des legendären Comic-Künstlers versucht, doch bislang waren die Resultate nur halbgar. Mit "V wie Vendetta" ist dieser Bann endlich gebrochen.

Hart, düster und temporeich setzt Regisseur James McTeigue das Szenario eines faschistischen Englands um, in dem ein maskierter Unbekannter mit dem Namenskürzel "V" eine Revolution anzustoßen versucht. Doch erst als der virtuose Einzelkämpfer die junge Evey (Natalie Portman) rettet und in ihr eine Verbündete findet, gibt es eine Chance, die grausame Diktatur zu stürzen.

"V wie Vendetta" bringt aber nicht nur den filmischen Durchbruch für Alan Moore, er bedeutet auch eine grandiose Rehabilitation für die Gebrüder Wachowski, die produzierten und das Drehbuch schrieben.

Beide beweisen den gleichen erzählerischen Einfallsreichtum und den Sinn für bedrückende Science-Fiction-Welten, der noch ihren ersten "Matrix"-Film ausgezeichnet hatte.

Dabei gelingt es ihnen, beklemmende Parallelen zu den faschistoiden Tendenzen in der Gegenwartspolitik zu zeichnen. So passt die fulminante Comic-Verfilmung auch in den aktuellen Trend kontroverser Kinostücke. Aber sie verpackt ihre Brisanz in lupenreine Action.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag

Bonusmaterial

Original Kinotrailer, Making of, Musikvideo, Featurettes
  • Produktdetails
  • Anzahl: 1 Blu-ray Disc
  • Hersteller: Warner Home Entertainment
  • Gesamtlaufzeit: 132 Min.
  • Erscheinungstermin: 20. Juni 2008
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren gemäß §14 JuSchG
  • Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Japanisch
  • Untertitel: Deutsch, Japanisch, Finnisch, Portugiesisch, Spanisch, Italienisch, Französisch, Schwedisch, Norwegisch, Dänisch, Niederländisch, Englisch
  • Bildformat: 1:2, 35/16:9
  • Tonformat: Dolby Digital 5.1
  • EAN: 7321983000683
  • Artikelnr.: 23587184
Rezensionen
Nach einem Drehbuch der Wachowski-Brüder und mit "Matrix"-Bösewicht Hugo Weaving in der Hauptrolle adaptierte Newcomer-Regisseur James McTeigue einen weiteren Kult-Comic-Roman von Alan Moore ("From Hell"). Heraus kam jedoch keine Polit-Parabel, sondern eine moderne "Robin Hood"-Variation, bei der die Schauwerte dominieren. In den ruhigen Phasen kommt das Werk dagegen zu geschwätzig daher. Beeindruckend wie immer Natalie Portman, deren Haarpracht in einer Szene zum Opfer fällt. Die Comic-Klientel wird begierig zugreifen.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
Besprechung von 16.03.2006
Big Bang um Big Ben: Die Comic-Verfilmung "V wie Vendetta"

Es geht nicht um Domino Day, sondern um die Guy Fawkes Night, mit der am 5. November an das Scheitern des katholischen Verschwörers erinnert wird, der 1605 in London die Houses of Parliament samt King James, seiner Familie und der anwesenden protestantischen Aristokratie in die Luft jagen wollte. Seither freuen sich die Engländer an Feuerwerken und Scheiterhaufen, auf denen Puppen verbrannt werden.

Alan Moore hat mit dem Zeichner David Lloyd zusammen in seinem Comic "V wie Vendetta" Guy Fawkes wiederbelebt, aber die Figur in ein Großbritannien verpflanzt, das in nicht allzu ferner Zukunft unter einer faschistischen Diktatur ächzt. Der Mann mit der GuyFawkes-Maske versucht, seinem Vorbild alle Ehre zu machen, und träumt ebenfalls vom Big Bang, mit dem er die Tyrannen und Big Ben in die Luft jagen will. Der Comic galt damals als düsterer Spiegel Englands unter Thatcher, deren Homophobie in Zeiten von Aids in den Bildern von V düstere Schatten warf. In der Verfilmung von James McTeigue nun werden nicht nur Homosexuelle verfolgt, sondern auch Muslime in Lager gesteckt, und es heißt, die Verzögerung des Starts in Amerika habe auch damit zu tun.

Tatsache ist, daß man in jede negative Utopie aus der Populärkultur alles mögliche hineinlesen kann, wenn es sein muß auch einen Aufruf zu "Anarchy in the UK". Das mag daran liegen, daß das Drehbuch von den Gebrüdern Andy und Larry Wachowski stammt, deren erstes Projekt nach dem Abschluß der "Matrix"-Trilogie dieser Film ist. War "The Matrix" noch eine smarte Erlöser-Phantasie, die dem Genre ästhetisch neue Wege wies, so brachen die Nachfolge-Filme unter der Last des allegorischen Erzählens fast zusammen. Auch "V wie Vendetta" ist stellenweise von einem geradezu heiligen Ernst, der dem Film nicht immer gut zu Gesicht steht, der aber andererseits in große Gesten mündet, denen man sich schwer entziehen kann.

Es beginnt mit dem geraunten Vers "Remember, remember, the 5th of November/ gunpowder, treason and plot./ I know of no reason, why the gunpowder treason/ should ever be forgot." Der maskierte Rächer (Hugo Weaving) spricht auch fortan gerne in Reimen, und diese altmodische Feinsinnigkeit kontrastiert ganz effektiv mit dem brutalen futuristischen Ambiente. Seinen ersten Auftritt hat er, als Evey (Natalie Portman) sich trotz Ausgangssperre nachts auf die Straße wagt und von vier Polizisten in die Enge getrieben und bedroht wird. Der Rebell namens V, eine Mischung aus Zorro und Graf von Monte Christo, taucht auf und rettet das Mädchen. Eine merkwürdige Beziehung entsteht zwischen dem Mann mit der ewig grinsenden Maske und dem später kahlrasierten Mädchen, eine Liebe, die daran scheitert, daß sie im Gesicht des Mannes nie einen Ausdruck finden kann. Das Problem ist aber, daß sein gestisches Vokabular als Actionheld nicht so überzeugend ist wie die Techniken, die in "Matrix" zur Anwendung kamen. Was das angeht, setzt der Film eher ganz altmodisch auf Explosionen, die zu Tschaikowskys Ouvertüre "1812" sehr majestätisch die Nacht über London erhellen.

"V wie Vendetta" ist ein merkwürdiges Zwitterwesen - einerseits sehr um große Tableaus bemüht und darum, dem Comic ähnliche ästhetische Muster abzuringen, andererseits von einer fast kammerspielartigen Enge, in der vergrübelte Menschen wie der Kommissar (Stephen Rea) in ungesundem Licht an ihrer Mission zweifeln. Gerade in der Zeichnung einer Untergrundwelt aus Tunneln und Verliesen ist der Film am überzeugendsten, weil er die Oberflächennatur der Vorlage buchstäblich untergräbt. In den Kellergemächern dieser Welt finden sich zusammengedrängte Kunstkabinette, die aussehen, als habe sich die ganze Kulturgeschichte der Menschheit in eine Art Museumsbunker geflüchtet, wo sie auf die Befreiung von der Diktatur wartet. Das wahre Leben spielt im Untergrund.

MICHAEL ALTHEN

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