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Dan, der Dachs muss gerettet werden. Er ist von zwei fiesen, riesigen Schwestern entführt worden, die ihn zu einem Boxkampf gegen drei noch fiesere Hunde zwingen wollen. Die vier depressivsten Lamas aller Zeiten brauchen ebenfalls dringend Hilfe, denn sie sollen zu Lamapastete verarbeitet werden. Doch keine Bange: Onkel Stan ist zur Stelle! Oder jedenfalls ganz in der Nähe. Das Retten ist seine Lieblingsbeschäftigung. Er hat einen Rettungsplan, zu dem Tanzen, ein Maulwurf und ein Elektrozaun gehören. Was soll da noch schiefgehen? Eine skurrile, sehr wortwitzige, fantastische Geschichte rund um…mehr

Produktbeschreibung
Dan, der Dachs muss gerettet werden.
Er ist von zwei fiesen, riesigen Schwestern entführt worden, die ihn zu einem Boxkampf gegen drei noch fiesere Hunde zwingen wollen. Die vier depressivsten Lamas aller Zeiten brauchen ebenfalls dringend Hilfe, denn sie sollen zu Lamapastete verarbeitet werden.
Doch keine Bange: Onkel Stan ist zur Stelle! Oder jedenfalls ganz in der
Nähe. Das Retten ist seine Lieblingsbeschäftigung. Er hat einen Rettungsplan, zu dem Tanzen, ein Maulwurf und ein Elektrozaun gehören. Was soll da noch schiefgehen?
Eine skurrile, sehr wortwitzige, fantastische Geschichte rund um ver(w)irrte, entführte, etwas traurige aber durchaus lebenswillige Figuren.

Aus dem Englischen von Ingo Herzke. Ingo Herzke wurde 2000 durch die Übersetzung von A. L. Kennedys Roman "Gleißendes Glück" bekannt. Für sein Schaffen wurde er unter anderem mit dem Hamburger Förderpreis für Übersetzer ausgezeichnet. 2017 erhielt Ingo Herzke für seine Uebersetzung von Becky Albertallis "Nur drei Worte" den Deutschen Jugendliteraturpreis (Preis der Jugendjury).
  • Produktdetails
  • Verlag: Orell Füssli
  • Artikelnr. des Verlages: 03575
  • 2. Aufl.
  • Seitenzahl: 192
  • Altersempfehlung: ab 9 Jahren
  • Erscheinungstermin: 20. Juli 2018
  • Deutsch
  • Abmessung: 216mm x 144mm x 22mm
  • Gewicht: 363g
  • ISBN-13: 9783280035757
  • ISBN-10: 3280035759
  • Artikelnr.: 52435926
Autorenporträt
Kennedy, A. L.
A. L. Kennedy, 1965 im schottischen Dundee geboren, wurde bereits mit ihrem ersten Roman Einladung zum Tanz (2001) berühmt und zählt zu den wichtigsten zeitgenössischen englischen Autorinnen. Sie wurde mit zahlreichen wichtigen Literaturpreisen ausgezeichnet. 2007 erhielt sie den Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur, 2016 den Heine-Preis. Kennedy lebt in London und unterrichtet kreatives Schreiben an der University of Warwick. Onkel Sam und Bill ist ihr erster Roman für Kinder. Geschrieben hat A. L. Kennedy das Buch für ihre "Patenkinder" Honor und Xavier - die Zwillinge der bekannten britischen Schauspielerin Tilda Swinton.

Correll, Gemma
Gemma Correll ist freie Illustratorin, der vor allem ihre typischen Hundezeichnungen eine große Fangemeinde und fast 300.000 Facebook-Fans beschert haben.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Rezensent Fridtjof Küchemann verspricht raffiniertes Vorlesevergnügen mit diesem Kinderbuch von A.L. Kennedy. Den Plot um entführte Lamas und einen cleveren Dachs findet er nebensächlich angesichts der Sprachlust und Erzählironie, mit der die Autorin erzählt. Auch wenn es eng wird für die Tiere im Buch, bei Küchemann bleibt kein Auge trocken, und zwar vor Lachen. Außerdem fügt Kennedy der angelsächsischen Erzähltradition der seltsamen Gestalten und der Groteske a la Carroll bzw. Andy Stanton eine eigene Zartheit hinzu, freut sich Küchemann.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 23.07.2018

Der tanzende Onkel und sein Plan
Ihr erstes Kinderbuch zeigt A.L. Kennedy als Meisterin im Spiel mit Erwartungen

Man kann Kindern auch wirklich alles erzählen, wenn man erzählen kann. Zum Beispiel, dass ein Dachs auf einen Hof entführt wird, auf den auch vier Lamas gelockt worden sind, allen fünfen droht dort Schlimmes, dann kommt einer und entwickelt einen fast vollständigen Plan, wie den armen Tieren zu helfen sei. Schrecken, Showdown und Schluss, so einfach ist das.

So einfach ist das, wenn man das erste Kinderbuch der schottischen Autorin A.L. Kennedy auf seine nackte Handlung herunterbricht. Und sofort ist klar, dass es bei "Onkel Stan und Dan und das fast ganz ungeplante Abenteuer" um etwas mehr gehen muss als um den Plot, und zwar um etwas, womit man aufgeweckte Kinder besser kriegt als noch mit der ausgeklügeltsten Geschichte: um Quatsch und Sprachlust. Die vier Lamas sind nämlich zum Beispiel mit besonderer Perfidie auf den schottischen Bauernhof gelockt worden: Sie haben den Gratisaufenthalt in einem Gedichtwettbewerb zum Thema "Warum sind Socken nützlich" gewonnen.

Jetzt werden die Ärmsten von den schurkischen McGloones nicht nur schlecht ernährt und schlimm geschoren, es werden auch noch Socken aus ihrer Wolle mit einzelnen ihrer Gewinner-Verse beworben. Und Dan ist nicht einfach nur irgendein Dachs, sondern ein kleiner von besonders großer Menschenkenntnis. Gerade frisch entführt, verrät ihm seine feine Nase schon, dass derjenige, "der ihn da so schrecklich in diesem schrecklichen Sack herumschleppte, ein schrecklicher Mensch" sein müsse: mit einem Herz "voller Nägel und Sand und Gehässigkeit". In einem Schulaufsatz gäbe es von unbedachten Lehrkräften an dieser Stelle Punktabzug für Wortwiederholung, für A.L. Kennedy gibt es ein Sondersternchen für erzählironische Eindringlichkeit.

Die Autorin hat die Geschichte einst geschrieben, um sie ihren Patenkindern vorzulesen, weil Honor und Xavier - die Söhne Tilda Swintons, heute fast zwanzig - als Kinder auf einer Waldorfschule erst spät lesen gelernt haben. Es ist ein Buch zum Vorlesen, und dass die Augen des Vorlesers dabei vor lauter Aufreißen nicht ganz trocken werden, liegt nur daran, dass die Autorin mit so viel Witz erzählt, dass kein Auge trocken bleibt.

Das Schrecklichste nämlich steht dem Ärmsten noch bevor: Am kommenden Samstag soll Dan als "Don der dreschende Dachs" vor wettbegeistertem Publikum gegen die drei Hofhunde Reißer, Beißer und Knacker antreten, deren Blutgier und Brutalität die Autorin abermals in schauerlichsten Farben auszumalen weiß. Im Eintritt des Spektakels inbegriffen: eine frisch gebackene Pastete. Man ahnt bereits, in welchem Zusammenhang mit diesem Versprechen die armen Lamas stehen.

Es wird eng für die Tiere, Ehrensache für A.L. Kennedy. Es wird eng für Dan. Und natürlich ist es auch für Onkel Stan nicht ohne, seinen Befreiungsplan in die Tat umzusetzen. Zumal er nicht besonders gut im Pläneschmieden ist. Und überhaupt: Was soll einer, der barfuß in seinen Schuhen steckt, seit er die Socken einem Eichhörnchen zum Campingurlaubspielen geliehen hat, gegen Leute wie die McGloones ausrichten? Mit ihren Augen von der Farbe schlecht schmeckender Bonbons? Ihrer ungehobelten Art? Ihrem Schrank voller Messer?

Onkel Stan ist nicht nur ein herzensguter Zausel mit einer Vorliebe für Scherzfragen, er ist auch ein etwas unwahrscheinlicher Held. Dass er am Samstag vor Sonnenaufgang an Dans Käfig auftaucht, nur um einen Beschwörungstanz zu tanzen, macht die Sache nicht viel besser. Auf Dans vorsichtige Frage: "Werde ich denn bald gerettet?", gibt er zurück, Tanzen und Retten sei ein und dasselbe. Er habe einen Plan und alles. Größtenteils. Dann verschwindet er wieder.

Die britische Vorliebe, in Kinderbüchern seltsame Gestalten sonderbare Dinge machen zu lassen, haben Autoren wie Lewis Carroll und Kenneth Grahame zu einer frühen Blüte geführt. Das Vergnügen, der Erzählung eine Schlagseite ins Groteske zu geben, finden wir jüngst bei Andy Stanton oder Philip Ardagh. A.L. Kennedy hat alledem eine ganz eigene Zartheit hinzugefügt.

Als Onkel Stan am Freitag ein erstes Mal auf den Hof kommt, um die Lage zu inspizieren, sucht ein Kätzchen hinter seinen Beinen Schutz vor den Steinen der McGloone-Kinder. Es ist eine Geschichte, mit der er die Blagen ihren Drohungen und Beschimpfungen zum Trotz in seinen Bann schlägt und nicht nur die Katze, sondern auch sich selbst rettet - in den richtigen Momenten eindrucksvoll und in den richtigen suggestiv. Denn mit gut erzählten Geschichten, das zeigt A.L. Kennedy an dieser Stelle, kriegt man nicht nur besonders aufgeweckte Kinder.

FRIDTJOF KÜCHEMANN

A. L. Kennedy: "Onkel Stan und Dan und das fast ganz ungeplante Abenteuer".

Mit Illustrationen von Gemma Correll. Aus dem Englischen von Ingo Herzke. Orell Füssli Kinderbuch Verlag, Zürich 2018. 192 S., geb., 14,95 [Euro]. Ab 9 J.

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 09.10.2018

Rächende Riesenkatzen
Ein Highland-Abenteuer boshaft und surreal
Dan Dachs hat ein Problem: Er soll am Samstag gegen drei riesige Hunde kämpfen. Dabei ist er nicht nur ein sehr friedfertiger Jungdachs – die Boxershorts, die er tragen soll, stehen ihm auch nicht besonders. Dan ist so unglücklich wie er es noch nie war. Ein womöglich noch größeres Problem hat eine Lama-Familie aus Peru, die aufgrund einer irreführenden Anzeige Ferien auf dem Bauernhof der grässlichen Familie McGloone gebucht hat. Jetzt stehen die Lamas im schottischen Regen hinter einem elektrisch geladenen Zaun, werden mit Kohlblättern, Brotrinden und Schinkenschwarten gefüttert und warten darauf, zu Handtaschen und Pasteten verarbeitet zu werden. Zum Glück gibt es da noch Stan, einen exzentrischen alten Mann mit Wuschelhaar, der gerne ein paar Freunde hätte und bereit für ein Abenteuer ist.
Finsterer Humor prägt das Werk A.L. Kennedys, sowohl in ihren Büchern für Erwachsene, als auch in den Stand-Up-Comedy-Programmen, mit denen sie seit gut einem Jahrzehnt auftritt. Die schottische Heine-Preisträgerin hat diese Finsternis für ihr erstes Kinderbuch „Onkel Stan und Dan und das fast ungeplante Abenteuer“ zwar abgemildert. Aber in der Tradition britischer Kinderbücher, die ganz knapp am echten Grusel entlangschlittern, hat sie als Bösewichte dieser verrückten Story eine Familie grausamer Fieslinge erdacht, die in ihrer Degeneriertheit an Roald Dahls „Twits“ und in ihrer Absurdität an Andy Stantons „Mr. Gum“ erinnern. Vor allem die beiden Tanten Esther und Martha, mit „Augen von der Farbe schlecht schmeckender Bonbons“, sind abscheulich gut gelungen. Aber auch ihr Bruder, Farmer McGloone, der darüber spekuliert, ob Lamapasteten besser schmecken „als Walross oder Giraffe oder Panda“, ist derart gemein, dass man ihm ein drastisches Ende zu wünschen beginnt.
Die Hauptcharaktere Dan und Stan hingegen sind sehr nette, etwas einsame Gestalten, die jede auf ihre Art mit der Widerlichkeit der McGloones umgehen. Dan bleibt trotz der Gefangennahme durch die bösen Tanten sein freundliches Selbst; Stan rettet ein Kätzchen vor den Steine werfenden McGloone-Kinder einfach durch eine überzeugend vorgetragene Geschichte von rächenden Riesenkatzen. Was den Leser durch die Story zieht, ist die Spannung, zu erfahren, wie all diese Figuren zusammenfinden, und ob Dan und die Lamas schließlich gerettet werden.
Der Vorzug des Kinderbuchschreibens, hat A.L. Kennedy gesagt, sei, dass man sie nicht „als etwas Ernsthaftes verkleiden“ müsse, sondern einfach Spaß am Geschichtenerfinden haben könne. Den hatte die Autorin bei „Stan und Dan“ (die im Original übrigens Shawn und Bill heißen) ganz offensichtlich – ebenso wie ihre kongeniale Illustratorin Gemma Correll, deren reduzierte, durchaus kindliche, aber nicht verniedlichende Bilder einen bedeuten Anteil am Vergnügen bei der Lektüre dieses surrealen Highland-Abenteuers haben. (ab 9 Jahre und Comedy-Fans)
ALEXANDER MENDEN
A.L. Kennedy:
Onkel Stan und Dan
und das fast ganz
ungeplante Abenteuer.
Aus dem Englischen von Ingo Herzke.
Mit Illustrationen von Gemma Correll. Orell Füssli Verlag, Zürich 2018.
200 Seiten, 14,95 Euro.
DIZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über www.sz-content.de
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"Eine absurde, wortgewandte und lustig illustrierte Abenteuergeschichte, in der depressive Lamas, Staubwolkentänze und Tiertoast überraschend viel Sinn ergeben."

DIE ZEIT