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Innenansichten eines totalen Staats.
Die Entfernung zu uns ist nicht nur in Kilometern zu messen. Nordkorea ist ein diktatorisches System, das vor markigen Drohungen an den Rest der Welt und auch vor der Verhaftung von Touristen nicht zurückschreckt. Wenn überhaupt, dann sollte man keineswegs ohne gründliche Vorbereitung dorthin fahren. Doch wenn man sich dafür entscheidet, dann zeigt sich dem Besucher ein verwirrend vielfältiges und oft widersprüchliches Bild. Reisende bekommen trotz der überall vorherrschenden Zensur in Nordkorea viel gezeigt, doch vieles übersehen sie dabei.Rüdiger Frank…mehr

Produktbeschreibung
Innenansichten eines totalen Staats.

Die Entfernung zu uns ist nicht nur in Kilometern zu messen. Nordkorea ist ein diktatorisches System, das vor markigen Drohungen an den Rest der Welt und auch vor der Verhaftung von Touristen nicht zurückschreckt. Wenn überhaupt, dann sollte man keineswegs ohne gründliche Vorbereitung dorthin fahren. Doch wenn man sich dafür entscheidet, dann zeigt sich dem Besucher ein verwirrend vielfältiges und oft widersprüchliches Bild. Reisende bekommen trotz der überall vorherrschenden Zensur in Nordkorea viel gezeigt, doch vieles übersehen sie dabei.Rüdiger Frank ist einer der weltweit besten Kenner Nordkoreas, seit über einem Vierteljahrhundert bereist er das Land regelmäßig. In seinem neuen Buch fasst er seine Reiseerfahrungen zusammen, gibt praktische Tipps und überraschende Einblicke in Alltag und Kultur Nordkoreas.

  • Produktdetails
  • Verlag: Dva
  • 2. Aufl.
  • Seitenzahl: 351
  • Erscheinungstermin: 26. Februar 2018
  • Deutsch
  • Abmessung: 218mm x 141mm x 38mm
  • Gewicht: 622g
  • ISBN-13: 9783421047618
  • ISBN-10: 3421047618
  • Artikelnr.: 49962166
Autorenporträt
Frank, Rüdiger
Rüdiger Frank, geboren 1969 in Leipzig, studierte Koreanistik, Wirtschaftswissenschaften und Internationale Beziehungen in Berlin und Duisburg. 1991/92 verbrachte er ein Sprachsemester an der Kim-Il-Sung-Universität in Pjöngjang und bereist seither das Land regelmäßig. Nach Lehrtätigkeit in New York und Seoul ist er heute Professor für Wirtschaft und Gesellschaft Ostasiens an der Universität Wien und Leiter des dortigen Instituts für Ostasienwissenschaften. Rüdiger Frank ist ein gefragter Nordkorea-Experte in den Medien und berät internationale Organisationen und Regierungen.
Rezensionen

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 16.04.2018

Kommt
zu Kim
Rüdiger Franks seltsamer
Reiseführer über Nordkorea
Was für ein Jahr: Erst wird der Halbbruder von Nordkoreas Diktator Kim Jong-un am Flughafen in Kuala Lumpur vergiftet. Mutmaßlich ein Auftragsmord des Geheimdienstes in Pjöngjang. Dann kommt der amerikanische Tourist Otto Warmbier nach anderthalb Jahren aus nordkoreanischer Gefangenschaft frei – er ist fast hirntot, als er nach der Landung aus dem Rettungsflugzeug getragen wird. Zwischendrin ein Atombombentest und etliche Raketenstarts. Die Lage in Nordostasien ist seitdem so angespannt wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Eigentlich ist es die Hochzeit für Erklärer und Fachleute. Was geht in Nordkorea, dem wohl abgeschottetsten Land der Welt vor? Wirken die Sanktionen? Oder gibt es bald Krieg?
Einer der wenigen deutschsprachigen Forscher, die sich mit der Materie befassen, ist der Ostasienwissenschaftler Rüdiger Frank, der an der Universität in Wien lehrt. Gerne wird er zitiert, oft tritt er im Fernsehen auf. Doch was legt ausgerechnet dieser Mann in den Zeiten der Krise vor? Einen Touristenführer. „Seit einiger Zeit begleite ich ein bis zwei Mal im Jahr westliche Reisegruppen“, schreibt er. „Ich kenne daher die praktischen Fragen und Probleme bei solchen Touren aus eigener Anschauung. Was darf man fotografieren? Was nimmt man als Geschenk mit? Wo bekommt man ein Visum? Welche Orte kann man und welche sollte man besichtigen?“
Selten hat ein Fachmann so zielsicher am eigentlichen Thema vorbeigeschrieben wie Rüdiger Frank. Statt den Ausnahmezustand einzuordnen, wirbt er in „Unterwegs in Nordkorea“ beinahe schamlos für seine Touren und erteilt Ratschläge, wann die beste Reisezeit sei oder was man mitnehmen solle. „Die sanitären Einrichtungen in den von Ausländern besuchten Hotels entsprechen unseren Standards, es handelt sich also um WCs zum Hinsetzen“, notiert Frank für seine mehr als überschaubare Zielgruppe. Zuletzt reisten etwa 6000 westliche Touristen pro Jahr nach Nordkorea. Knapp ein Viertel davon waren Amerikaner. Nach dem Tod Otto Warmbiers verhängte die US-Regierung im Sommer 2017 ein Reiseverbot. 3000 bis 4000 Touristen werden es vielleicht noch sein, wie viele davon lesen auch Deutsch?
Wer verstehen möchte, wie dieses Land tickt, sollte andere Bücher lesen. „Nordkorea: Innenansichten eines totalen Staates“ zum Beispiel. Es liefert einen Überblick zur Geschichte des Landes und erklärt, wie Nordkorea gelenkt wird, wer welche Posten innehat, was in der Verfassung steht und wie die Arbeiterpartei aufgebaut ist. Ausführlich wird auch auf das ideologische Fundament eingegangen, das ein wichtiger Anker für den abnormalen Führerkult ist. Der Autor heißt übrigens: Rüdiger Frank.
CHRISTOPH GIESEN
Rüdiger Frank:
Unterwegs in Nordkorea.
Eine Gratwanderung.
DVA München 2018,
352 Seiten, 20 Euro.
E-Book: 16,99 Euro.
DIZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über www.sz-content.de
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»Sein Reiseführer liefert unerwartete, differenzierte Schilderungen der Zustände vor Ort.« ARD "ttt - titel thesen temperamente"