Krokodil Gena und seine Freunde - Uspenski, Eduard
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Freunde zu finden kann schwierig sein. Ein Krokodil, das im Zoo arbeitet, ein einsames Plüschtier, das Anschluss sucht und allerlei andere Menschen und Tiere werden von einer dummen Hexe ganz schön auf Trab gehalten. Ob die neuen Freunde dieses lästige Wesen besiegen können?

Produktbeschreibung
Freunde zu finden kann schwierig sein. Ein Krokodil, das im Zoo arbeitet, ein einsames Plüschtier, das Anschluss sucht und allerlei andere Menschen und Tiere werden von einer dummen Hexe ganz schön auf Trab gehalten. Ob die neuen Freunde dieses lästige Wesen besiegen können?
  • Produktdetails
  • Verlag: LeiV Buchhandels- u. Verlagsanst.
  • Seitenzahl: 80
  • Altersempfehlung: ab 8 Jahren
  • Erscheinungstermin: März 2005
  • Deutsch
  • Abmessung: 214mm x 151mm x 14mm
  • Gewicht: 246g
  • ISBN-13: 9783896032140
  • ISBN-10: 3896032143
  • Artikelnr.: 13542640
Autorenporträt
Uspenski, Eduard
wurde 1937 in der Nähe Moskaus geboren. Schon während seines Studiums am Moskauer Luftfahrtinstitut fing er an, als Autor tätig zu werden. Große Bekanntheit erlangte er durch Kinderbücher und vor allem durch die von ihm erschaffenen Figuren Krokodil Gena und Tscheburaschka. Eduard Uspenski lebt und arbeitet in Moskau.
Rezensionen

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 01.04.2005

Vorhang auf für junge Helden
Eduard Uspenskis Kindergeschichten aus Russland
Endlich, endlich haben sie würdige Enkel, meine Freunde aus Holleschitz, Mikesch, Bobesch, Pepik, Großvater Frantak. Vermutlich existiert Holleschitz nicht mehr, weil es dem nordböhmischen Braunkohletagebau zum Opfer fiel. Einige der Bewohner müssen vor Jahren nach Russland ausgewandert sein, denn dort leben seit geraumer Zeit Geschöpfe, die denen Josef Ladas in Geist und Seele verwandt sind.
Höchste Zeit, dass man ihr Leben auch bei uns bestaunt. Noch scheint der Osten jenseits von Warschau und Prag für uns Niemandsland der Kinderliteratur. Vor allem dem kleine leiv-Verlag (der schon dem tschechischen Maulwurf einen Austragshügel zur Verfügung stellt) ist es zu verdanken, wenn wir nun - neben einigen stahlharten Komsomolzen-Epen - auch völlig unmartialische Individuen aus neuerer Zeit kennenlernen. Eduard Uspenski ist einer der beliebtesten Kinderbuchautoren Russlands und hierzulande so gut wie unbekannt. Er ist Erfinder solch sympathischer Wesen wie Väterchen Fjodor, eines Jungen, dessen Leben in dem bezaubernden Büchlein Väterchen Fjodor, der Kater und der Hund vorgestellt wurde. Jetzt lernen wir Krokodil Gena und seine Freunde kennen, die in Russland bereits Publikumslieblinge sind. Wenn Uspenskis witzig-lakonischer Ton, mit dem er, fast nebenbei, von kindlichen Realitäten in seinem Land erzählt, ein Beleg für die Wiederbelebung der russischen Kinderliteratur ist, dann, bitte: Vorhang auf für die jungen Helden aus dem Osten! Sie pfeifen auf Ehrenzeichen des Komsomol. Naja, einen Orden „Held der Arbeit” hätte sich Tscheburaschka schon verdient, nachdem er das Nashorn Ptentschik in eine enge Gasse lockte. Das mutige Plüschwesen ist ein der Wissenschaft unbekanntes Tier, das im tropischen Urwald lebte, bevor es in der russischen Provinz strandete. Höchst ehrenwert, dass niemand seiner Freunde dem Gerücht Bedeutung beimisst, nachdem der hand- und fußlose Tscheburaschka das Ausschussprodukt einer Spielzeugfabrik sei. Gena, das Krokodil, das tags als Krokodil im Zoo arbeitet und abends privatisiert, ist da genauso souverän wie die Plastikpuppe Galja aus dem örtlichen Kindertheater.
Natürlich treten im Lauf der Geschichte allerlei illustre Gesellen aus der Tier- und Menschenwelt auf. Schließlich sind die drei Helden aus den Kindertagen des Autors damit beschäftigt, trotz bürokratischer Hürden ein „Haus der Freundschaft” zu bauen, fünf Schritte lang, fünf Schritte breit, eine Etage. Der Lokaljournalist im Größenwahn schreibt von 50 mal 50 Schritt und zehn Stockwerken. Typisch! So war es halt im Staatssozialismus und ist es wahrscheinlich heute noch.
Eduard Uspenski erinnert sich im von Jara Capek liebevoll illustrierten und von Hans Zimmermann augenzwinkernd übersetzten Buch an seine Lieblingsspieltiere. Dass sie mit Menschen sprechen - selbstverständlich. Dass sie sich untereinander meist mit ausgesuchter Höflichkeit verständigen - eher ungewöhnlich. Welche Freundschaft beginnt heutzutage noch mit den Worten „Es ist mir eine Ehre, Ihre Bekanntschaft zu machen”? Und wer erhält darauf schon die Antwort „Ich versuche, Ihnen ein guter Kamerad zu sein”? Dass sich unsere Helden des Alltags zudem mit Herz, Witz und Verstand durchs Leben bewegen und dabei das Festgefügte mit nahezu schwejkscher Gelassenheit untergraben, das macht sie wirklich zu würdigen Nachfolgern der Freunde aus Holleschitz. Egal, ob sie nun die Enkel böhmischer Emigranten sind oder nicht. (ab 8 Jahre)
SIGGI SEUSS
EDUARD USPENSKI: Krokodil Gena und seine Freunde. Mit Illustrationen von Jara Capek. Aus dem Russischen von Hans Zimmermann. Leipziger Kinderbuchverl. 2005. 128 S., 10,90 Euro.
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Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Die kurze Inhaltsbeschreibung, die Rezensent Konrad Heidkamp von Eduard Usepenskis Klassiker gibt, lässt darauf schließen, dass er ihm nicht wenig Vergnügen bereitet hat. Die Figurenkonstellation - ein Freundeskreis von Kuscheltieren mit Identitätsproblemen, Plastikpuppen, Gummikrokodilen und anderen Exoten - ruft bei Heidkamp sogleich den wohlmeinenden Vergleich mit dem "Charme der Augsburger Puppenkiste" auf den Plan. Harmlose Abenteuer und "liebenswerte" Alltagssorgen scheinen den Schilderungen Heidkamps gemäß dabei den Ton anzugeben. Die Frage, ob nur "der strenge Sozialismus solche behüteten Geschichten" hervorbringen konnte, lässt er allerdings unbeantwortet.

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