Mehr Dionysos als Apoll - Aurnhammer, Achim / Pittrof, Thomas (Hgg.)
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Ein auffälliges Phänomen des kulturellen Umbruchs um 1900 ist der Wandel des Antikebildes in Literatur, Philosophie, Kunst und Geschichtswissenschaften. An die Stelle des klassizistischen Antikebildes, in dem Harmonie und Proportion dominieren, tritt eine gegenklassizistische Antike, die sich einerseits an der spätlateinischen Decadence, andererseits an der vorklassischen griechischen Archaik orientiert. Dieser Wandel, der verbunden ist mit den Namen Jacob Burckhardt, Friedrich Nietzsche und Sigmund Freud, aber auch mit Gustave Flaubert, Stefan George, Gottfried Benn oder Gerhart Hauptmann,…mehr

Produktbeschreibung
Ein auffälliges Phänomen des kulturellen Umbruchs um 1900 ist der Wandel des Antikebildes in Literatur, Philosophie, Kunst und Geschichtswissenschaften. An die Stelle des klassizistischen Antikebildes, in dem Harmonie und Proportion dominieren, tritt eine gegenklassizistische Antike, die sich einerseits an der spätlateinischen Decadence, andererseits an der vorklassischen griechischen Archaik orientiert. Dieser Wandel, der verbunden ist mit den Namen Jacob Burckhardt, Friedrich Nietzsche und Sigmund Freud, aber auch mit Gustave Flaubert, Stefan George, Gottfried Benn oder Gerhart Hauptmann, geht der vorliegende Band erstmals systematisch nach. Dabei zeigt sich: Gerade auf dem Boden einer bildungsbürgerlich gesättigten Geschichtskultur entsteht das neue, kulturrevolutionäre Bild der Antike. Sie verkörpert beispielhaft den Umschlag von Historismus in Antihistorismus, der die Epochenschwelle um 1900 maßgeblich prägt.
  • Produktdetails
  • Das Abendland, NF Bd.30
  • Verlag: Klostermann
  • Erscheinungstermin: Januar 2002
  • Deutsch
  • Abmessung: 223mm x 151mm x 48mm
  • Gewicht: 720g
  • ISBN-13: 9783465032106
  • ISBN-10: 3465032101
  • Artikelnr.: 10888014
Autorenporträt
Achim Aurnhammer, Professor für Neuere deutsche Literaturgeschichte an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Forschungsschwerpunkte: Italienisch-deutsche Literaturbeziehungen, Antikerezeption, Frühe Neuzeit und Klassische Moderne.

Prof. Dr. Thomas Pittrof, geb. 1955, seit 2002 Prof. für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Arbeiten zur deutschen Literatur des 17. bis 20. Jahrhunderts.
Inhaltsangabe
C. Groppe: Diskursivierungen der Antikerezeption im Bildungssystem des deutschen Kaiserreichs W. Schmidt
Dengler: Bildungsgrundlagen der Wiener Antikerezeption W.
D. Hartwich: Künstler, Arier und Mysterien. "Griechenland" im Wagner
Kreis M. Landfester: Nietzsches Geburt der Tragödie. Antihistorismus und Antiklassizismus zwischen Wissenschaft, Kunst und Philosophie L. A. Burckhardt: Das Bild der Griechen in Jacob Burckhardts "Griechischer Culturgeschichte" R. Kany: Christliche Antike. Zu einem Perspektivenwechsel bei einigen Historikern um 1900 G. Vogt
Spira: Erwin Rohdes Psyche R. Schlesier: Mehr Kult als Mythos. Freuds Dionysos J. Le Rider: Zu Freuds Umgang mit der Altertumswissenschaft U. Schulz
Buschhaus: Flauberts dionysische Antike W. Braungart: Von den Schwierigkeiten mit antiken Formen der Lyrik (Mörike, George, George
Kreis) A. Aurnhammer: Zur Interdependenz gemalter und gedichteter Antikebilder bei Georg Ebers und Lawrence Alma
Tadema Th. Fitzon: Pompejanische Schatten. Die Rezeption Pompejis in der Literatur um 1900 D. Martin: "Bruder Kreon". Zu Hofmannsthals Ödipus und die Sphinx W. Kühlmann: Zum Pan
Kult in der Versdichtung des Fin de Siècle P. Sprengel: Der Dionysos
Mythos im Werk Gerhart Hauptmanns J.M. Fischer: Alfred Schuler. Antike als Kostümfest C. Blasberg: Karl Wolfskehls Antikerezeption Th. Pittrof: Gottfried Benns Antikerezeption bis 1934