Hans Jonas - Wiese, Christian
12,99 €
versandkostenfrei*


inkl. MwSt.
Sofort lieferbar
Verlängertes Rückgaberecht bis zum 10.01.2020
6 °P sammeln

    Gebundenes Buch

Hans Jonas verstand sich nie als "jüdischer Philosoph", sondern fühlte sich einem universalen philosophischen Denken verpflichtet. "Daß man zusammen Philosoph und Jude ist, darin liegt eine gewisse Spannung, das ist keine Frage." Die gerade erschienenen Erinnerungen des großen Denkers bezeugen eindringlich sein bewußtes Jude-Sein: Das Engagement für den Zionismus, die Emigration nach Palästina, der Kampf gegen Nazi-Deutschland als Soldat der Jüdischen Brigade, die Ermordung seiner Mutter in Auschwitz sind entscheidende biographische Wegmarken. Vor diesem Hintergrund ist das Verhältnis von…mehr

Produktbeschreibung
Hans Jonas verstand sich nie als "jüdischer Philosoph", sondern fühlte sich einem universalen philosophischen Denken verpflichtet. "Daß man zusammen Philosoph und Jude ist, darin liegt eine gewisse Spannung, das ist keine Frage." Die gerade erschienenen Erinnerungen des großen Denkers bezeugen eindringlich sein bewußtes Jude-Sein: Das Engagement für den Zionismus, die Emigration nach Palästina, der Kampf gegen Nazi-Deutschland als Soldat der Jüdischen Brigade, die Ermordung seiner Mutter in Auschwitz sind entscheidende biographische Wegmarken. Vor diesem Hintergrund ist das Verhältnis von Leben und Werk neu in den Blick zu nehmen. Auf der Grundlage von bislang größtenteils unbekannten Zeugnissen dokumentiert Christian Wiese aufschlußreiche Facetten der Jonasschen Biographie - etwa die Freundschaft sowie den Konflikt mit Gershom Scholem und Hannah Arendt. Zudem zeigt er die Einflüsse jüdischer Traditionselemente in dessen religionsgeschichtlichen und philosophischen Schriften auf.
Die von Hans Jonas zeitlebens bewahrte Bindung an das Judentum ist, wie Christian Wiese hier erstmals umfassend vor Augen führt, zentral für das Verständnis seines Lebenswerks.
  • Produktdetails
  • Verlag: Jüdischer Verlag Im Suhrkamp Verlag
  • Artikelnr. des Verlages: 54194
  • Seitenzahl: 182
  • Erscheinungstermin: 15. September 2003
  • Deutsch
  • Abmessung: 216mm x 132mm x 22mm
  • Gewicht: 342g
  • ISBN-13: 9783633541942
  • ISBN-10: 3633541942
  • Artikelnr.: 11879938
Autorenporträt
Wiese, Christian
Christian Wiese, geboren 1961, Studium der ev. Theologie und der Judaistik in Tübingen, Bonn, Jerusalem und Heidelberg, Promotion 1997. Seit 2007 Professor für jüdische Geschichte und Direktor des Centre for German-Jewish Studies an der University of Sussex. Vorher wissenschaftlicher Assistent an der Universität Erfurt, Gastprofessuren in Montreal, Dublin und am Dartmouth College, New Hampshire. Sein Forschungsgebiet ist die moderne jüdische Geschichte und Philosophie, die Geschichte des Zionismus sowie die Geschichte der jüdisch-christlichen Beziehungen in der Neuzeit. Zur Zeit Vertretung des Martin-Buber-Lehrstuhls für jüdische Religionsphilosophie an der Goetze-Universität Frankfurt am Main.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur FR-Rezension

Rezensentin Ulrike Baureithel ist etwas enttäuscht, denn dieser Essay erweist sich bei genauerem Hinsehen lediglich als das erweiterte Nachwort der von Christian Wiese bereits im Frühjahr herausgegebenen Jonas-Erinnerungen. Zwar warte der in Erfurt lehrende Judaist hier noch mit einer Reihe unbekannter Quellen auf. Dennoch findet sie den ersten Teil der Arbeit "strukturiert vom bekannten biografischen Protokoll", das ausgiebig zitiert und interpretiert werde. Material- und aufschlussreicher findet sie die beiden im zweiten Teil des Bandes enthaltenen Freundschaftsskizzen zu Hannah Arendt und Gershon Scholem.

© Perlentaucher Medien GmbH