Des Kaisers Knechte

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Schriftliche Aufzeichnungen von Mannschaftssoldaten der österreichisch-ungarischen Armee sind nur selten überliefert. Die in diesem Band erstmals veröffentlichten autobiografischen Texte schildern das Militär als eine 'totale Institution': Beschrieben werden vor allem der übermäßige Drill, Willkür, Schikanen und Soldatenmisshandlungen, endloses Exerzieren und militärische Lotterwirtschaft im k.(u.)k. Heer. Die gemeinen Soldaten erlebten den Rekrutendienst als eine Zeit der Erniedrigung und des Männlichkeitsverlusts. Mit all dem wird in diesen Texten abgerechnet, ungeachtet eines späteren…mehr

Produktbeschreibung
Schriftliche Aufzeichnungen von Mannschaftssoldaten der österreichisch-ungarischen Armee sind nur selten überliefert. Die in diesem Band erstmals veröffentlichten autobiografischen Texte schildern das Militär als eine 'totale Institution': Beschrieben werden vor allem der übermäßige Drill, Willkür, Schikanen und Soldatenmisshandlungen, endloses Exerzieren und militärische Lotterwirtschaft im k.(u.)k. Heer. Die gemeinen Soldaten erlebten den Rekrutendienst als eine Zeit der Erniedrigung und des Männlichkeitsverlusts.
Mit all dem wird in diesen Texten abgerechnet, ungeachtet eines späteren militärischen Aufstiegs ihrer Autoren. Mehr oder weniger übereinstimmend zeichnen sie ein äußerst negatives Bild der Rekrutenzeit von 1868 bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges, für den die Allgemeine Wehrpflicht gefügige Soldaten - des Kaisers Knechte - fabriziert hat.
  • Produktdetails
  • Damit es nicht verlorengeht . . . Bd.66
  • Verlag: Böhlau Wien
  • Seitenzahl: 204
  • Erscheinungstermin: August 2012
  • Deutsch
  • Abmessung: 208mm x 131mm x 23mm
  • Gewicht: 322g
  • ISBN-13: 9783205788720
  • ISBN-10: 3205788729
  • Artikelnr.: 35649684
Autorenporträt
Christa Hämmerle ist Professorin für Neuere Geschichte und Frauen- und Geschlechtergeschichte an der Universität Wien.
Inhaltsangabe
Den Militärdienst erinnern - eine Einleitung

Martin Weber (1877-1946)
Nun konnte das grausame Spiel beginnen

Josef Schönegger (1867-1943)
Von Tag zu Tag das jämmerliche Exerzieren

Leo Schuster (1889-1974)
Kein Wunder, dass es alle Jahre Selbstmorde gab

Josef Jodlbauer (1877-1960)
Ein Bajazzo sind Sie, aber kein Soldat!

Emil Geissler (1876-1957)
Dressiert, sekkiert und geschlagen

Anton Kowatsch (1856-1946)
Schwein, Hund und Arsch, bloß Mensch nicht

Josef Schuster (1872-1976)
Nun bist du des Kaisers Knecht

Michael Macher (1874-1953)
Armer Pfeifendeckel!

Alois Petrides (1890-1967)
Mir blieb bei der Rekrutenausbildung nichts erspart

Eduard Lippert (1862-1941)
Ein Rekrut darf nicht viel fragen

Gottlieb Pomberger (1892-1979)
Wir mussten das Ärgste befürchten

Dank
Glossar