Der Erste Weltkrieg - Rauchensteiner, Manfried
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Nach der Ermordung des Erzherzogs Franz Ferdinand in Sarajevo stand fest, dass es Krieg geben würde. Kaiser Franz Joseph wollte es und in Wien rechnete man durchaus mit der Möglichkeit eines großen Kriegs. Wie der Krieg entfesselt wurde und bereits Wochen später Österreich-Ungarn nur deshalb nicht zur Aufgabe gezwungen war, weil es immer wieder deutsche Truppenhilfe bekam, hat bis heute nichts an Dramatik verloren. Zwei Monate vor seinem Tod verzichtete der österreichische Kaiser auf einen Teil seiner Souveränität und willigte in eine gemeinsame oberste Kriegsleitung unter der Führung des…mehr

Produktbeschreibung
Nach der Ermordung des Erzherzogs Franz Ferdinand in Sarajevo stand fest, dass es Krieg geben würde. Kaiser Franz Joseph wollte es und in Wien rechnete man durchaus mit der Möglichkeit eines großen Kriegs. Wie der Krieg entfesselt wurde und bereits Wochen später Österreich-Ungarn nur deshalb nicht zur Aufgabe gezwungen war, weil es immer wieder deutsche Truppenhilfe bekam, hat bis heute nichts an Dramatik verloren. Zwei Monate vor seinem Tod verzichtete der österreichische Kaiser auf einen Teil seiner Souveränität und willigte in eine gemeinsame oberste Kriegsleitung unter der Führung des deutschen Kaisers ein. Der Nachfolger Franz Josephs, Kaiser Karl, konnte das nie mehr rückgängig machen. Auch ein Teil der Völker Österreich-Ungarns fürchtete die deutsche Dominanz. Schließlich konnten nicht einmal die militärischen Erfolge 1917 den Zerfall der Habsburgermonarchie verhindern. Das Buch beruht auf jahrzehntelangen Forschungen und bleibt bis zur letzten Seite fesselnd, obwohl man das Ende kennt. Viele Zusammenhänge werden aber erst jetzt klar. Rauchensteiner sieht den Ersten Weltkrieg als Zeitenwende. Ob er die "Urkatastrophe" des 20. Jahrhunderts war, muss der Leser entscheiden.
  • Produktdetails
  • Verlag: Böhlau Wien
  • Seitenzahl: 1222
  • Erscheinungstermin: 1. September 2013
  • Deutsch
  • Abmessung: 256mm x 177mm x 73mm
  • Gewicht: 2166g
  • ISBN-13: 9783205782834
  • ISBN-10: 3205782836
  • Artikelnr.: 38106551
Autorenporträt
Rauchensteiner, Manfried§Manfried Rauchensteiner ist Historiker, Universitätsprofessor und Autor zahlreicher Bücher, darunter das Standardwerk "Der Erste Weltkrieg und das Ende der Habsburgermonarchie 1914-1918". Er lebt und arbeitet in Wien.
Inhaltsangabe
1. Der Vorabend Der Ballhausplatz und das Defizit an Krieg (17)
Das Pulverfass (22) Die Sozialisierung der Gewalt (34)
Armer Staat, reiche Konzerne (44) 2. Zwei Millionen Mann für den Krieg Die 'gesamte bewaffnete Macht' (51)
Zweibund und Dreibund (63)
Die militärischen Absprachen (68)
Präventivkrieg, ja oder nein ? (78) 3. Blutige Sonntage Das Attentat (85 )
Der Schock (89 )
Die Julikrise (93) 4. Die Entfesselung des Kriegs Franz Joseph I. (123)
Die Ruhe vor dem Sturm (125)
Das 'Gefecht' bei Temes Kubin (129)
Erlösung durch den Krieg (139)
Der erste Schuss (145)
Ein Reich macht mobil (147) 5. 'Gott sei Dank, das ist der große Krieg !' Aufmarsch nach Staffeln und Paketen (163)
Erzherzog 'Fritzl' geht an die Front (179)
Das Reitergefecht von Jaroslawice (184)
Die Einleitungsfeldzüge (187) 6. Die Umstellung auf einen langen Krieg Die Kriegswirtschaft beherrscht den Alltag (204)
Verwundete, Kranke und Tote (221)
Das Hinterland wird zur Festung (225)
Amtlich wird verlaut¬bart (229)
Der Tod des Generals Wodniansky (232) 7. Das Ende der Euphorie Die Festung am San (248)
Fleet in being (266)
Im Schatten des Galgens (271)
Belgrad und das Scheitern auf dem Balkan (279) 8. Der erste Kriegswinter Über die Kriegsziele (294)
Der Tod in den Karpaten (306)
Tarnów
Gorlice (321) 9. Unter Beobachtung Von Helden und Feiglingen (330)
Das Prager 'Hausregiment' (354) 10. 'Der König von Italien hat Mir den Krieg erklärt' 'Sacro egoismo' (377)
Der Londoner Vertrag (383)
Das letzte Angebot (389) 11. Die dritte Front Das Prävenire (402)
Am Isonzo und in den Sieben Gemeinden (406)
Der Abnützungskrieg (419) 12. Fabriklicher Krieg und innere Front 1915 Soldatsein und Arbeitsleid (437)
Armeeoberkommando und Innenpolitik (441)
Soldatenspielerei ? (449)
Der Versuch, Stürgkh zu stürzen (452) 13. Sommerschlacht und 'Herbstsau' Um den Vorrang der Kriegsschauplätze (459)
Die 'schwarz
gelbe' Offensive (466)
Die vierte Offensive gegen Serbien (477) 14. Kriegsziele und Mitteleuropa Das Saloniki
Problem (487)
Winterkrieg in Russland und Montenegro (491)
Die Mittelmächte und Mitteleuropa (496)
Die Vision vom Siegfrieden (504) 15. Südtirol: Das Ende einer Illusion (I) Die Osterbegehrschrift (519)
Die 'Strafexpedition' wird vorbereitet (522)
Der Angriff (533) 16. Luck: Das Ende einer Illusion (II) Die Brusilov
Offensive (541)
Die Hindenburg
Front (552)
Giftgas (560)
Die 'Gemeinsame Oberste Kriegsleitung' (565) 17. Wie finanziert man einen Krieg ? Die Suche nach dem Nervus Rerum (577)
Die Kriegsanleihen (585)
Das Wüten der Notenpresse (598) 18. Die Namenlosen Die Friedensaktion der Mittelmächte (611)
Hohenzollern gegen Habsburg (614)
Um den Zusammentritt des österreichischen Parlaments (621)
Karl Graf Stürgkh (1859
1916) (624) 19. Der Tod des alten Kaisers Nachruf auf den Übervater (638)
Der geriatrische Zirkel (645)
Die Militärkanzlei Seiner Majestät (650)
Der Thronfolger (655)
Das Testament (658) 20. Kaiser Karl Die neuen Diener ihres Herrn (668)
Das Hindenburg
Programm (674)
Von Koerber zu Clam
Martinic (675) 21. Die Zeichen an der Wand Hunger und Krönung (683)
Der Sieg über Rumänien (692)
Friedensschritte (695)
Der uneingeschränkte U
Boot
Krieg (700)
Conrad
Krise (710) 22. Die Folgen der russischen Februarrevolution Der strategische Gleichklang (717)
Der Sturz des Zaren (719)
Frieden ohne Annexionen und Kontributionen (725)
Proletarier aller Länder, vereinigt euch ! (730)
Die Wiedereröffnung des Reichsrats (734) 23. Sommer 1917 Clam
Martinic am Ende (741)
Das System frisst seine Kinder (749)
Die Militärverwaltung in den besetzten Gebieten (755)
Tiszas Sturz (765) 24. Kerenskij
Offensive und Friedensbemühungen Der Seesieg in der Otrantostraße (772)
Die 'Hand des Kindes' (775)
Die tschechische Legion (779)
Ein deutscher General über die Donaumonarchie (787)
Friedensfühler (791) 25. Der Pyrrhussieg: die Durchbruchsschlacht von Flitsch
Tolmein Das Festungssyndrom (799)
Operation 'Waffentreue' (805)
Krieg gegen die USA (827) 26. Lager Fremde in der Heimat (836)
Die Internierten (849)
Von Iwans, Serben und Wallischen (853)
Die Sibirische Klarheit (864)
Italien (873) 27. Friedensfühler im Schatten von Brest
Litovsk Die russische Oktoberrevolution (879)
Neue Gespräche in der Schweiz (883)
Nochmals Polen (887)
Jahreswende 1918 (889)
Die Verhandlungen in Brest (896)
Wilsons 14 Punkte (899) 28. Innere Front Die Jännerstreiks (905)
Fortsetzung in Brest (910)
Der sogenannte Brotfrieden (914)
Meuterei (921) 29. Die Junischlacht in Venezien Die 'Parma
Verschwörung' (931)
Der Zusammenbruch der Rüstungsindustrie (941)
Die Idee zur letzten Offensive (945)
Der Waffenbund (948)
Der Angriff (952) 30. Ein Reich resigniert Generalmajor von Bolzano vermisst (965)
Vier Millionen Helden (972)
Die Armee zerfällt (981) 31. Das Dämmerreich Gericht über Österreich
Ungarns letzte Offensive (995)
Das vorletzte Kabinett des habsburgischen Österreich (999)
Die Radikalen geben den Ton an (1003)
Österreichisch
ungarische Truppen an der Westfront (1007)
D'Annunzio über Wien (1010)
Der Untergang der 'Szent István' (1014)
Front und Hinterland (1018) 32. Der Krieg wird Geschichte Das Kaisermanifest (1027)
Die Auflösung beginnt (1033)
Der Angriff der Alliierten (1039)
Der Waffenstillstand in der Villa Giusti (1043)
Der letzte Armeeoberkommandant (1047)
Te Deum laudamus (1050) Epilog Nachwort Danksagung und Widmung Anmerkungen Gedruckte Quellen und Literatur Personen
und Ortsregister
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Höchst lesenswert ist diese erstmals vor 20 Jahren veröffentliche, nun überarbeitet und erweitert vorliegende Darstellung des Ersten Weltkrieges des Wiener Historikers Manfried Rauchensteiner für unseren Rezensenten Michael Epkenhans auch heute noch. Für Epkenhans liegt das zum einen an Rauchensteiners Fähigkeit Kompliziertes präzise und lesbar darzustellen. Zum anderen interessiert ihn die vom Autor gewählte Perspektive. Es geht um den österreichischen Anteil am Krieg. Da kommt der kriegslustige Kaiser Franz Joseph bevorzugt in den Blick und der poröse Vielvölkerstaat zur Jahrhundertwende, das Drama der Deserteure und das der Flüchtlinge. Einiges davon hat der Rezensent noch nie derart deutlich herausgearbeitet gefunden. Dass der Autor es in seinem Buch, anders als mancher Historiker, unterlässt, fragwürdige Parallelen zum Kosovo- oder gar zum Afghanistan-Krieg zu ziehen, rechnet Epkenhans ihm außerdem hoch an.

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