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Herman, ein junger Werbeunternehmer, wird von einem ominösen Anruf aufgeschreckt: Sein Bruder, der am Rande der Steppe eine Tankstelle betreibt, ist spurlos verschwunden. Am Ort des Geschehens trifft Herman auf die Angestellten seines Bruders, verliebt sich in Olha, die eigenwillige Buchhalterin, und versucht, die Tankstelle vor den Attacken eines einheimischen Oligarchen zu retten. Dabei wird ihm klar, dass weit mehr auf dem Spiel steht: nämlich das Glück und der Sinn des Lebens. Serhij Zhadan, der literarische Feuerwerker, verwandelt in seinem neuen Roman das Industrierevier Donbass in eine…mehr

Produktbeschreibung
Herman, ein junger Werbeunternehmer, wird von einem ominösen Anruf aufgeschreckt: Sein Bruder, der am Rande der Steppe eine Tankstelle betreibt, ist spurlos verschwunden. Am Ort des Geschehens trifft Herman auf die Angestellten seines Bruders, verliebt sich in Olha, die eigenwillige Buchhalterin, und versucht, die Tankstelle vor den Attacken eines einheimischen Oligarchen zu retten. Dabei wird ihm klar, dass weit mehr auf dem Spiel steht: nämlich das Glück und der Sinn des Lebens.
Serhij Zhadan, der literarische Feuerwerker, verwandelt in seinem neuen Roman das Industrierevier Donbass in eine fantastische Landschaft, wo Steppennomaden auf Geisterfahrt gehen und sich die Spur der geheimnisvollen amerikanischen Anarchistin und Jazzkomponistin Gloria Adams verliert. Easy-Rider-Atmosphäre am Rande Europas: Hier wird der Traum von der Freiheit noch einmal ganz anders geträumt: als Suche nach Heimat inmitten der Grenzenlosigkeit.
  • Produktdetails
  • Verlag: Suhrkamp
  • Originaltitel: Vorosylovgrad
  • 2. Aufl.
  • Seitenzahl: 394
  • Erscheinungstermin: 13. Oktober 2012
  • Deutsch
  • Abmessung: 207mm x 130mm x 33mm
  • Gewicht: 514g
  • ISBN-13: 9783518423356
  • ISBN-10: 3518423355
  • Artikelnr.: 35727919
Autorenporträt
Zhadan, Serhij
Serhij Zhadan, 1974 im Gebiet Luhansk/Ostukraine geboren, studierte Germanistik, promovierte über den ukrainischen Futurismus und gehört seit 1991 zu den prägenden Figuren der jungen Szene in Charkiw. Er debütierte als 17-Jähriger und publizierte zwölf Gedichtbände und sieben Prosawerke. Für Die Erfindung des Jazz im Donbass wurde er mit dem Jan-Michalski-Literaturpreis und mit dem Brücke-Berlin-Preis 2014 ausgezeichnet (zusammen mit Juri Durkot und Sabine Stöhr). Die BBC kürte das Werk zum »Buch des Jahrzehnts«. Zhadan lebt in Charkiw.

Durkot, Juri
Juri Durkot, 1965 geboren, studierte Germanistik in Lemberg und Wien. Seit 2007 übersetzt er gemeinsam mit Sabine Stöhr das Romanwerk von Serhij Zhadan.

Stöhr, Sabine
Sabine Stöhr, 1968 geboren, studierte Slawistik in Mainz und Simferopol. Seit 2004 übersetzt sie aus dem Ukrainischen, v.a. die Werke von Juri Andruchowytsch und, gemeinsam mit Juri Durkot, das Romanwerk von Serhij Zhadan. 2014 wurde sie mit dem Johann-Heinrich-Voß-Preis für Übersetzung ausgezeichnet. Ebenfalls 2014 erhielt sie, gemeinsam mit Juri Durkot und dem Autor, den Brückepreis Berlin für Die Erfindung des Jazz im Donbass von Serhij Zhadan. 2018 wurde Sabine Stöhr und Juri Durkot der Preis der Leipziger Buchmesse verliehen für ihre Übersetzung des Romans Internat von Serhij Zhadan.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur TAZ-Rezension

Ja, der Mann kann schreiben, versichert Katharina Granzin, die dem ukrainischen Autor Serhij Zhadan außerdem attestiert, "das Absurde aufs Wundersamste mit dem Romantischen" verbinden zu können und dabei auch Slapstick- und Slacker-Elemente nicht zu kurz kommen zu lassen. Im vorliegenden Roman erzählt er höchstens indirekt eine jazzige Geschichte, nämlich die von Hermann, der in der Großstadt sein Geld mit irgendwas in irgendeiner Agentur verdient und plötzlich zurück ins Donbass muss, um die Tankstelle seines verschwundenen Bruder zu übernehmen. Völlig reflexionsfrei sei dieser Hermann, erklärt Granzin, der Leser folge ihm eher in einer Kette von Tagträumen als bei Gedanken. Mitunter hat das die Rezensentin erschöpft und ermüdet, aber am nächsten Tag hat sie trotzdem das Buch wieder mit Freude vom Nachttisch genommen.

© Perlentaucher Medien GmbH
»Sprachlich und dramaturgisch geschieht in diesem Buch mehr, als hier angedeutet werden kann. Schließlich handelt es sich um ein zwischen zwei Buchdeckel gepreßtes Kunstwerk, das durch lesen unbedingt lebendig gemacht werden sollte.«