Geschichte der deutschen Sprache - Roelcke, Thorsten
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Thorsten Roelcke geht es in diesem Buch um die geschichtliche Entwicklung der deutschen Sprache - und um die Frage, warum das Deutsche heute so ist, wie es eben ist. Dabei steht die Entwicklung des sprachlichen Systems im Deutschen selbst im Vordergrund und wird auf ihren sozialen und kulturellen Bedingungen hin betrachtet. Es werden die verschiedenen Ebenen der sprachlichen Entwicklung verfolgt, wie die von Laut und Schrift, Grammatik, Wortschatz oder Mundart und Standardsprache.…mehr

Produktbeschreibung
Thorsten Roelcke geht es in diesem Buch um die geschichtliche Entwicklung der deutschen Sprache - und um die Frage, warum das Deutsche heute so ist, wie es eben ist. Dabei steht die Entwicklung des sprachlichen Systems im Deutschen selbst im Vordergrund und wird auf ihren sozialen und kulturellen Bedingungen hin betrachtet. Es werden die verschiedenen Ebenen der sprachlichen Entwicklung verfolgt, wie die von Laut und Schrift, Grammatik, Wortschatz oder Mundart und Standardsprache.
  • Produktdetails
  • Beck'sche Reihe .2480
  • Verlag: Beck
  • 2. Aufl.
  • Seitenzahl: 128
  • Erscheinungstermin: September 2018
  • Deutsch
  • Abmessung: 180mm x 116mm x 12mm
  • Gewicht: 136g
  • ISBN-13: 9783406729201
  • ISBN-10: 3406729207
  • Artikelnr.: 53138503
Autorenporträt
Thorsten Roelcke ist Professor für deutsche Sprache und ihre Didaktik an der Pädagogischen Hochschule Freiburg i. Br.
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 11.06.2010

Sprachabmischung

Der Ursprung der deutschen Hochsprache liegt nicht in der Literatur, sondern in der Verwaltung. Der mittelhochdeutsche Minnesang klang aus, ohne einen verbindlichen Standard ausgebildet zu haben. Die zahlreichen Mundarten zur Einheit zu verbinden war vor allem das Werk frühneuzeitlicher Kanzleien mit Zentrum in Sachsen. Bewohner der Stadt Hannover, die sich auf die korrekte Aussprache des Deutschen gewohnheitsmäßig viel einbilden, kann man in ihrem Stolz also mit dem einfachen sprachgeschichtlichen Hinweis kränken, dass die deutsche Standardsprache zwar aus dem Hoch- beziehungsweise Oberdeutschen kommt, dies aber nicht im Norden, sondern im heutigen Süd- und Mitteldeutschland gelegen war. Das dem heutigen Norddeutschland entstammende Niederdeutsche wäre demnach nur ein Schattengewächs. So einfach ist der Umkehrschluss dann aber doch nicht. Wenn auch die schriftliche Sprachnorm des Hochdeutschen aus südlichen Gebieten stammte, so war die Aussprachenorm, erst Ausgang des 19. Jahrhunderts nach dem Vorbild der Bühnenaussprache kodifiziert, ans Niederdeutsche angelehnt, dem Machtgefälle folgend, das sich von Sachsen ins Preußisch-Nordische verschoben hatte. Was sich ergibt, ist ein symbiotisches Bild: oberdeutsche Schriftsprache in niederdeutscher Aussprache. Thorsten Roelckes "Geschichte der deutschen Sprache" rekonstruiert diesen langen Einheitsweg des Deutschen konzise und einsichtig. Der Autor gibt sich optimistisch, was die Selbsterhaltungskraft des Deutschen im globalen Sprachgemisch betrifft. Das Gespenst der Beliebigkeit sieht er von innen kommen: von der Permissivität der Rechtschreibreform. (Thorsten Roelcke: "Geschichte der deutschen Sprache". C.H. Beck Verlag, München 2009. 128 S., br., 8,95 [Euro].)

thom

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