Handbuch der bayerischen Geschichte Bd. III,3: Geschichte der Oberpfalz und des bayerischen Reichskreises bis zum Ausgang des 18. Jahrhunderts (eBook, PDF)
-16%
41,99
Bisher 49,90**
41,99
Alle Preise in Euro, inkl. MwSt.
**Preis der gedruckten Ausgabe (Buch mit Leinen-Einband)
Sofort per Download lieferbar
Bisher 49,90**
41,99
Alle Preise in Euro, inkl. MwSt.
**Preis der gedruckten Ausgabe (Buch mit Leinen-Einband)
Sofort per Download lieferbar

Alle Infos zum eBook verschenken
Als Download kaufen
Bisher 49,90**
-16%
41,99
Preis in Euro, inkl. MwSt.
**Preis der gedruckten Ausgabe (Buch mit Leinen-Einband)
Sofort per Download lieferbar
Abo Download
9,90 / Monat*
*Abopreis beinhaltet vier eBooks, die aus der tolino select Titelauswahl im Abo geladen werden können.

Preis in Euro, inkl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Einmalig pro Kunde einen Monat kostenlos testen (danach 9,90 pro Monat), jeden Monat 4 aus 40 Titeln wählen, monatlich kündbar.

Mehr zum tolino select eBook-Abo
Jetzt verschenken
Bisher 49,90**
-16%
41,99
Preis in Euro, inkl. MwSt.
**Preis der gedruckten Ausgabe (Buch mit Leinen-Einband)
Sofort per Download lieferbar

Alle Infos zum eBook verschenken
0 °P sammeln

  • Format: PDF


Nach der zweibändigen Geschichte Frankens von F. Stein (1885/86) hat erstmals wieder das von Max Spindler herausgegebene Handbuch der bayerischen Landesgeschichte im ersten Teilband des Bandes III die Geschichte des Frankenlandes im Zusammenhang dargestellt. Seit dem Erscheinen der ersten Auflage dieses Teilbandes sind mehrere Werke zur Geschichte fränkischer Bezirke und viele Studien zu Einzelproblemen erschienen. Auch wenn die Geschichtswissenschaft diesen Neuerscheinungen wichtige Ergebnisse verdankt, bleibt doch das Handbuch Max Spindlers als Gesamtdarstellung weiterhin unverzichtbar. Es…mehr

Produktbeschreibung
Nach der zweibändigen Geschichte Frankens von F. Stein (1885/86) hat erstmals wieder das von Max Spindler herausgegebene Handbuch der bayerischen Landesgeschichte im ersten Teilband des Bandes III die Geschichte des Frankenlandes im Zusammenhang dargestellt. Seit dem Erscheinen der ersten Auflage dieses Teilbandes sind mehrere Werke zur Geschichte fränkischer Bezirke und viele Studien zu Einzelproblemen erschienen. Auch wenn die Geschichtswissenschaft diesen Neuerscheinungen wichtige Ergebnisse verdankt, bleibt doch das Handbuch Max Spindlers als Gesamtdarstellung weiterhin unverzichtbar. Es wird deutlich, wie die Lande an Main, Pegnitz und Regnitz, vom Spessart bis zum Frankenwald und zum Fichtelgebirge ihre heutige Gestalt gewonnen haben, wie der Stamm der Franken durch Siedlung und Landesausbau, durch Staatsbildung und durch seine kulturelle Leistung dieses Land geformt hat, und man begreift auch, warum das Gebiet bei höchst unterschiedlicher Entwicklung der Teile doch immer den einheitlichen Grund bewahrt hat: fränkische Sprache und Kultur. Schwerpunkte der Darstellung bilden die Anfänge der menschlichen Kultur in der Frühzeit, umfassend wird dann die Formung des Landes durch die fränkische Siedlung und Politik behandelt, ferner der Beitrag von Christentum und Kirche zur Entstehung einer eigenständigen Landeskultur. Sichtbar gemacht wird schließlich die Bedeutung der großen Herrschaftsträger, Königtum, Adel und Kirche, bis zur Ausbildung der einzelnen Formen der Landesherrschaft im ausgehenden Mittelalter und ihre Geschichte in der frühen Neuzeit. Breiten Raum nimmt die Entfaltung des geistigen Lebens, von Wissenschaft, Literatur, Musik und Kunst in Mittelalter und Neuzeit ein. Nicht zuletzt erfährt auch die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung eingehende Beachtung. Der vorliegende Band bietet in seiner Neuauflage erneut eine Darstellung nach dem neuesten Stand der Forschung. Das bewährte Prinzip des Handbuchs, das von der Wissenschaft erarbeitete Bild auch für Laien verständlich darzustellen, wurde dabei nicht aufgegeben. Die dritte Auflage gibt nun dem Herausgeber und dem Verlag die Möglichkeit, den Band, der in der ersten Auflage auch Schwaben und die Oberpfalz bis 1800 einbezog, in drei Teilbände aufzuteilen, die jeweils einem der drei Gebiete gewidmet sind und nun auch selbständig bezogen werden können.
  • Produktdetails
  • Verlag: C.H.Beck
  • Seitenzahl: 391
  • Erscheinungstermin: 14.02.2017
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783406704543
  • Artikelnr.: 47602906
Autorenporträt
Andreas Kraus ist emeritierter Professor für Bayerische Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München und ehemaliger Erster Vorsitzender der Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Im Verlag C.H. Beck ist von ihm lieferbar: Geschichte Bayerns. Von den Anfängen bis zur Gegenwart (21988).
Rezensionen
Besprechung von 05.12.2017
Stolzer Stamm aus dunkler Zeit
Die Bayern, was sind die eigentlich? Der Historiker Alois Schmid gibt das „Handbuch der bayerischen Geschichte“ neu heraus – ein Lesegenuss
Jede Fach- und Liebhaberbibliothek beginnt links oben mit ihrem Grundlagenwerk. Für den Überblick. Und zum gelegentlichen Verifizieren. Immer griffbereit.
Ein exponiertes Werk eben, dem sich alle anderen Bücher unterordnen, seien sie noch so lesenswert. Links oben, da fängt die Bibliothek an, man kann diese Stelle auch als Ehrenplatz bezeichnen. In einer Bavarica-Bibliothek gebührt dieser Platz seit fünfzig Jahren dem „Spindler“. Der „Spindler“ hat seinerzeit den „Doeberl“ abgelöst, der wiederum den „Riezler“ ersetzt hatte. Alle waren mal Standardwerke der bayerischen Landesgeschichte. Künftig steht in gut sortierten Bavarica-Sammlungen der „Schmid“ links oben.
Der Münchner Landesgeschichts-Ordinarius Max Spindler hat im Jahr 1967 das „Handbuch der bayerischen Geschichte“ begründet. Sein Name entwickelte sich unter Historikern zu einer Marke wie „der Grotefend“ für sein Zeitrechnungsbüchlein und „der Gebhardt“ für das „Handbuch der deutschen Geschichte“. Generationen von Geschichtslehrern haben sich mit diesem Standardwerk auf ihr Staatsexamen vorbereitet. Nun hat Alois Schmid, Jahrgang 1945, Spindlers Doktorenkel und Nachnachnachnachfolger auf einem der beiden Münchner Landesgeschichtslehrstühle, die Mammutaufgabe mit in seinen Ruhestand genommen, das Handbuch völlig neu aufzubereiten.
Den ersten von rund vier Bänden hat Schmid nun selbst herausgegeben, wobei er erst einmal einen Sponsor suchen musste. Ausgerechnet im selbstbewussten Bayern fanden sich keine öffentlichen Mittel für dieses Projekt! Alois Schmid tat sich also mit dem Münchner Volkswirt Hans-Ulrich Wegener zusammen, einem geschichtsbegeisterten Finanzier, der das neue Handbuch mit einer fünfstelligen Summe aus seiner Privatschatulle unterstützte. In anderen Bundesländern gelten solche Standard-Geschichtswerke als wissenschaftspolitische Prestigeobjekte. Ihre Finanzierung würden sich die zuständigen Minister niemals nehmen lassen. Allerdings ist zur Ehrenrettung des zuständigen CSU-Politikers Ludwig Spaenle festzuhalten, dass die Entscheidung gegen die Finanzierung des Handbuchs unter seinem in kulturellen Dingen überforderten Vorgänger gefallen war, einem FDP-Mann und Zahnarzt.
Was macht nun Schmids Handbuch wichtiger, moderner, besser als die Vorgänger-Ausgabe von Spindler, nach deren Erscheinen Riezlers achtbändige „Geschichte Baierns“ aus dem 19. Jahrhundert und Doeberls 1906 begonnene „Entwickelungsgeschichte Bayerns“ in großen Teilen überholt waren? Aus einem reinen Arbeitsbuch ist ein Lese- und Arbeitsbuch geworden. Schon durch die optische Gestaltung liest es sich flüssiger, die gewaltigen Fußnoten-Apparate sind in den Anhang gewandert. Dadurch wirkt der Text sehr kompakt – auf 511 Seiten hat Schmids Autorenteam alles Wesentliche über dieses Land von der Vor- und Frühgeschichte bis zum ausgehenden 12. Jahrhundert abgehandelt.
Selbstverständlich musste die Geschichte Bayerns nicht neu geschrieben werden. Denn an der Quellenlage hat sich in den vergangenen fünf Jahrzehnten wenig verändert. Mit den meisten Neuigkeiten wartet die Münchner Vor- und Frühgeschichtlerin Amei Lang auf, die sich auf Grabungsberichte aus den vergangenen zwanzig Jahren stützen kann. Der Boden birgt eindeutig mehr Enthüllungen über die Geschichte Bayerns als durch schriftliche Quellen erwartet werden darf. Denn wo soll heute noch eine mittelalterliche Chronik zum Vorschein kommen, die nicht längst bekannt und durchgeforscht ist?
Amei Lang verweist zum Beispiel auf die Kritzeleien in Höhlenablagerungen nahe Bamberg, die Forscher im Jahr 2011 entdeckten. Die Menschen der Älteren Steinzeit, wahrscheinlich waren es Jäger, ritzten als Fruchtbarkeitssymbole stilisierte Frauenfiguren in den Sinter. Für Lang erschließt sich aus der Art dieser Kleinkunst, dass es unter den Menschen schon 11  000 Jahre vor Christus über weite Teile des Kontinents hinweg Kontakte gab.
Besonders dankbar wäre die bayerische Landesgeschichte den Archäologen für weitere sachdienliche Hinweise zur Herkunft jenes Völkleins, das im frühen Mittelalter als Bajuwaren in die Geschichte trat. Dass ausgerechnet ihre Herkunft im Dunkeln liegt, ist den stolzen Bayern ein Graus. Der Mediävist Roman Deutinger räumt mit den Stammesmythen auf. Nachfahren der keltischen Bojer? „Nimmt heute niemand mehr ernst.“ Eingezogen aus Armenien und von Julius Caesar niedergerungen? „Eher eine gelehrte Konstruktion.“ Abkömmlinge eines älteren Germanenvolkes? „Rein spekulativ.“ Deutinger sieht dieses Gebiet als Einwanderungsland – als Ziel diverser Gruppen, die aber schon lange vor dem 6. Jahrhundert angekommen waren, aber dann eine „äußerlich erkennbare gemeinsame Identität“ entwickelten.
Schon früh war diese Kultur vom Christentum geprägt. Die Stammesführer engagierten charismatische Geistliche wie die Heiligen Korbinian, Rupert und Emmeram, um dieses Land zu ordnen. Für Korbinian, den sagenhaften Bärenbändiger und ersten Bischof von Freising, fand die Forschung indes Quellen, mit denen sich nun auch seine Lebensdaten feststellen ließen.
Es sind Details wie dieses, die sich in den vergangenen fünfzig Jahren in die Geschichte fügten und nun im Handbuch Niederschlag finden. Die Texte lesen sich ausnahmslos flüssig, obwohl die Autoren einräumen, dass vieles „völlig im Dunkeln“ bleibe, „nahezu unmöglich zu bestimmen“ oder manche „Frage kaum zufriedenstallend zu beantworten“ sei. Der „Spindler“ beziehungsweise jetzt eben der „Schmid“ bleibt zuverlässiger als jedes Internet-Lexikon. Wikipedia etwa platziert Herzog Arnulfs Ruhestätte im Regensburger Kloster St.  Emmeram. Allein, schreibt Roman Deutinger, „das Grab ist unbekannt“. Bei einer Neuauflage in fünfzig Jahren könnte sich das ändern.
RUDOLF NEUMAIER
Alois Schmid (Herausgeber): Handbuch der bayerischen Geschichte. Band I, 1. Das Alte Bayern. Von der Vorgeschichte bis zum Hochmittelalter. Verlag C.H. Beck, München 2017. 726 Seiten, 49,95 Euro. E-Book 39,99 Euro.
Was andere Bundesländer als
Prestigeobjekt betrachten, bezahlt
hier ein Privatmann
Die zugewanderten Menschen
entwickelten im 6. Jahrhundert
eine gemeinsame Identität
Bären- und Bayernbändiger: Der heilige Korbinian wirkte im 8. Jahrhundert als christlicher Missionar.
Foto: privat
DIZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über www.sz-content.de
…mehr