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  • Format: ePub


"Menschensohn", "Sohn des Höchsten", "Erstgeborener vor aller Schöpfung": Schon das frühe Judentum hatte viele Namen für einen zweiten Gott im Himmel. Peter Schäfer zeigt, wie diese Vorstellung von Rabbinen und jüdischen Mystikern über Jahrhunderte weiterentwickelt wurde. Sein bahnbrechendes Buch lässt uns das gängige Bild von einem jüdischen Monotheismus gründlich überdenken. Archäologen haben nachgewiesen, dass der jüdische Gott lange zusammen mit einer Gefährtin verehrt wurde - trotz aller Kritik der Bibel an anderen Göttern. Aber auch in der Bibel selbst finden sich zahlreiche Spuren einer…mehr

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  • Größe: 4.39MB
Produktbeschreibung
"Menschensohn", "Sohn des Höchsten", "Erstgeborener vor aller Schöpfung": Schon das frühe Judentum hatte viele Namen für einen zweiten Gott im Himmel. Peter Schäfer zeigt, wie diese Vorstellung von Rabbinen und jüdischen Mystikern über Jahrhunderte weiterentwickelt wurde. Sein bahnbrechendes Buch lässt uns das gängige Bild von einem jüdischen Monotheismus gründlich überdenken. Archäologen haben nachgewiesen, dass der jüdische Gott lange zusammen mit einer Gefährtin verehrt wurde - trotz aller Kritik der Bibel an anderen Göttern. Aber auch in der Bibel selbst finden sich zahlreiche Spuren einer zweiten, jüngeren Gottheit, an die das Christentum anknüpfen konnte. Peter Schäfer beschreibt anhand von bisher kaum beachteten antiken Quellen, wie das Judentum auf diese Aneignung des zweiten Gottes durch die Schwesterreligion reagiert hat: Teils wurde der zweite Gott verworfen, teils wurde die alte Vorstellung von zwei Mächten im Himmel aber auch wieder aufgegriffen, so dass das frühe Christentum und das rabbinische Judentum um den zweiten Gott neben dem Schöpfergott konkurrierten. Souverän und immer an den Quellen orientiert gelingt es Peter Schäfer in seinem wunderbar klar geschriebenen Buch, unsere Vorstellungen von Monotheismus, Judentum und Christentum grundstürzend zu verändern.

Dieser Download kann aus rechtlichen Gründen nur mit Rechnungsadresse in A, B, BG, CY, CZ, D, DK, EW, E, FIN, F, GB, GR, HR, H, IRL, I, LT, L, LR, M, NL, PL, P, R, S, SLO, SK ausgeliefert werden.

  • Produktdetails
  • Verlag: Beck C. H.
  • Seitenzahl: 200
  • Erscheinungstermin: 03.02.2017
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783406704130
  • Artikelnr.: 47448993
Autorenporträt
Peter Schäfer ist Direktor des Jüdischen Museums Berlin. Zuvor hat er Judaistik an der Princeton University und der Freien Universität Berlin gelehrt. Als einziger Wissenschaftler wurde er sowohl mit dem Leibnizpreis der DFG als auch mit dem hochdotierten Mellon Award ausgezeichnet.
Inhaltsangabe
EINFÜHRUNG: EIN GOTT?

ERSTER TEIL: DAS JUDENTUM DES
ZWEITEN TEMPELS

1. Der Menschensohn in der Vision Daniels

2. Die personifi zierte Weisheit in der Weisheitsliteratur

3. Der vergöttlichte Mensch im Selbstverherrlichungshymnus
aus Qumran

4. Der Sohn Gottes und Sohn des Höchsten im Daniel-
Apokryphon aus Qumran

5. Der Menschensohn Henoch in den Bilderreden des
Äthiopischen Henochbuchs

6. Der Menschensohn-Messias im 4. Buch Esra

7. Der Erstgeborene im Gebet des Joseph

8. Der Logos bei Philo von Alexandria

ÜBERLEITUNG: VOM VORCHRISTLICHEN ZUM
NACHCHRISTLICHEN JUDENTUM

ZWEITER TEIL: DAS JUDENTUM DER RABBINEN UND
DER FRÜHEN JÜDISCHEN MYSTIK

1. Der Menschensohn im Midrasch

2. Der Menschensohn-Messias David

Babylonischer Talmud

David-Apokalypse

Ephrem der Syrer und Johannes Chrysostomus

3. Vom Menschen Henoch zum Kleinen Gott Metatron

Der biblische Henoch in Genesis 5

Die außerbiblische Überlieferung in den drei
Henochbüchern

Die Degradierung Henochs durch die Rabbinen

Die Rezeption Henochs im Christentum

Henoch wird Metatron

Metatron und der "Häretiker" Elischa ben Avujah / Acher

Akatriel ist Metatron und Gott

Die Polemik des Talmuds gegen Metatron

SCHLUSS: ZWEI GÖTTER

ANHANG
Abkürzungen

Anmerkungen

Literatur

Register der Personen und Sachen

Stellenverzeichnis
Rezensionen
"Die wichtigste religionsgeschichtliche Novität der letzten Jahre." Friedrich Wilhelm Graf, Neue Zürcher Zeitung, 27. Mai 2017 "Eine präzise und wissenschaftliche Analyse wenig bekannter Quellen." Tom Kucera, Jüdische Allgemeine, 30. März 2017