Giacomo Meyerbeer (eBook, ePUB) - Döhring, Sieghart; Henze-Döhring, Sabine
-17%
18,99
Bisher 22,95**
18,99
Alle Preise in Euro, inkl. MwSt.
**Preis der gedruckten Ausgabe (Gebundenes Buch)
Sofort per Download lieferbar
Bisher 22,95**
18,99
Alle Preise in Euro, inkl. MwSt.
**Preis der gedruckten Ausgabe (Gebundenes Buch)
Sofort per Download lieferbar

Alle Infos zum eBook verschenken
Als Download kaufen
Bisher 22,95**
-17%
18,99
Preis in Euro, inkl. MwSt.
**Preis der gedruckten Ausgabe (Gebundenes Buch)
Sofort per Download lieferbar
Abo Download
9,90 / Monat*
*Abopreis beinhaltet vier eBooks, die aus der tolino select Titelauswahl im Abo geladen werden können.

Preis in Euro, inkl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Einmalig pro Kunde einen Monat kostenlos testen (danach 9,90 pro Monat), jeden Monat 4 aus 40 Titeln wählen, monatlich kündbar.

Mehr zum tolino select eBook-Abo
Jetzt verschenken
Bisher 22,95**
-17%
18,99
Preis in Euro, inkl. MwSt.
**Preis der gedruckten Ausgabe (Gebundenes Buch)
Sofort per Download lieferbar

Alle Infos zum eBook verschenken
0 °P sammeln

  • Format: ePub


Dieses Buch ist eine Liebeserklärung an einen der größten Opernkomponisten der Musikgeschichte und eine Einladung, den Meister selbst und seine heute viel zu selten aufgeführten Meisterwerke kennenzulernen! Als im Jahr 1791 Meyer Beer als Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie in Berlin geboren wird, ahnt niemand, dass er einmal unter dem Namen Giacomo Meyerbeer die Opernwelt des 19. Jahrhunderts prägen wird. Seine Familie verfügt über die Mittel, dem Knaben eine Ausbildung bei bedeutenden Musikern seiner Zeit angedeihen zu lassen - unter ihnen Zelter und Vogler. Als aufstrebender junger…mehr

  • Geräte: eReader
  • ohne Kopierschutz
  • eBook Hilfe
  • Größe: 5.51MB
Produktbeschreibung
Dieses Buch ist eine Liebeserklärung an einen der größten Opernkomponisten der Musikgeschichte und eine Einladung, den Meister selbst und seine heute viel zu selten aufgeführten Meisterwerke kennenzulernen! Als im Jahr 1791 Meyer Beer als Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie in Berlin geboren wird, ahnt niemand, dass er einmal unter dem Namen Giacomo Meyerbeer die Opernwelt des 19. Jahrhunderts prägen wird. Seine Familie verfügt über die Mittel, dem Knaben eine Ausbildung bei bedeutenden Musikern seiner Zeit angedeihen zu lassen - unter ihnen Zelter und Vogler. Als aufstrebender junger Komponist geht er auf Empfehlung Antonio Salieris nach Italien, wo er sich den Opernstil Gioachino Rossinis auf persönliche Weise aneignet. Meyerbeers "Crociato in Egitto" lässt bald darauf die Musikbegeisterten in Europa aufmerken. Davon ermutigt, zieht es ihn nach Paris - jene Stadt, die fortan seinen Lebensmittelpunkt bilden wird. Dies bleibt nicht ohne Folgen für sein Familienleben. 1826 heiratet Meyerbeer; doch trotz - oder wegen? - seiner großen Erfolge, dessen ersten er an der Seine 1831 mit "Robert le Diable" feiert, wird sein privates Glück nie ungetrübt sein. Auch eine zeitweilige Rückkehr nach Berlin, wo er vom preußischen König zum «Königlichen Generalmusikdirektor und Hofkapellmeister» ernannt und mit Orden dekoriert wird, ändert daran nichts. Paris bleibt sein Schicksalsort. Dort reüssiert er zum Star der Salons und lernt musikalische wie intellektuelle Größen seiner Zeit kennen - nicht zuletzt seinen besten Freund und Ratgeber Alexander von Humboldt. In der Lichterstadt aber feiert er vor allem Triumphe mit seinen Opern: "Les Huguenots" (1836), "Le Prophète" (1849), "Le Pardon de Ploërmel/Dinorah" (1859). Und schließlich wird Paris auch der Ort, an dem Meyerbeer stirbt, noch vor der Uraufführung seines letzten Meisterwerks: "L'Africaine" (1865).

Dieser Download kann aus rechtlichen Gründen nur mit Rechnungsadresse in A, B, BG, CY, CZ, D, DK, EW, E, FIN, F, GB, GR, HR, H, IRL, I, LT, L, LR, M, NL, PL, P, R, S, SLO, SK ausgeliefert werden.

  • Produktdetails
  • Verlag: Beck C. H.
  • Seitenzahl: 272
  • Erscheinungstermin: 01.09.2014
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783406660047
  • Artikelnr.: 41422613
Autorenporträt
Sabine Henze-Döhring, Professorin für Musikwissenschaft an der Philipps-Universität Marburg, hat Giacomo Meyerbeers Briefwechsel und Tagebücher in einer wissenschaftlichen Ausgabe ediert und kommentiert. Sieghart Döhring war bis zu seiner Emeritierung Professor für Theaterwissenschaft unter besonderer Berücksichtigung des Musiktheaters und Leiter des Forschungsinstituts für Musiktheater an der Universität Bayreuth. Er ist Vorsitzender des Meyerbeer-Instituts (Thurnau).
Inhaltsangabe
1. Jugendzeit - Lehrzeit - Reisezeit

2. Opernkomponist in Italien: Vorbild Rossini

3. Schaffenszentrum Paris: neues Umfeld, neue Herausforderung

4. Opernkomponist in Paris: Robert le Diable
und Les Huguenots

5. Freundschaft mit Alexander von Humboldt

6. Lebensmitte Berlin: Königlicher Generalmusikdirektor und Hofkapellmeister

7. Nochmals Paris: Le Prophète

8. Meyerbeer und Richard Wagner

9. Neue Mobilität: internationale Ehrungen, internationale Rezeption

10. "Diese närrische Leidenschaft, immer zu komponieren": letzte Werke, letzte
Erfolge

11. Opus posthumum: Vasco de Gama / L'Africaine 12. Nachwelt

Dank

Anmerkungen

Zeittafel

Literaturhinweise

Bildnachweis

Werkregister

Personenregister
Rezensionen
Besprechung von 11.03.2014
Der
Pompmeister
Viele Jahre hat er die Opernspielpläne beherrscht –
das Leben und das Werk von Giacomo Meyerbeer
VON JENS MALTE FISCHER
In einem sehr weit verbreiteten deutschen Opernführer des Jahres 1931 (106 000 Exemplare bis dato) ist über Giacomo Meyerbeer zu lesen: „Meyerbeer ist einer der begabtesten Musiker gewesen, die wir kennen; mit dieser natürlichen Anlage verband er ein seltenes Wissen, eine außerordentliche Beherrschung aller Formen, sicheren Blick für alles Bühnenmäßige. Ihm fehlte nur eins: die Achtung vor der Heiligkeit seiner Kunst. Der Effekt war ihm alles, ihm opferte er die künstlerische Wahrhaftigkeit, die edle Schönheit. So hat er allerdings riesige Erfolge errungen, sie halten aber nicht stand, – sein Stern ist schon sehr verblichen.“
  Der Blick in dieses Buch ist lehrreich, denn er zeigt, dass es nicht erst die Nationalsozialisten waren, die den jüdischen Erfolgskomponisten deutscher Provenienz, italienischer Frühphase (daher der italianisierte Vorname), Pariser Karriere und eines zwischen Berlin und Paris kosmopolitisch sich aufteilenden Künstlerlebens von den Spielplänen verdrängten. Das Zitat zeigt auch beim näheren Hinsehen, dass bereits vor 1933 die Argumente der Meyerbeer-Kritik antisemitisch grundiert waren – und sie berief sich dabei ausdrücklich, oder wie hier zwischen den Zeilen, auf Richard Wagners perfide Polemik gegen den verhassten Konkurrenten, dem er eigentlich sehr dankbar für frühe Förderung hätte sein müssen. Schon um 1900 war, ausweislich der Spielplanstatistiken, der ganz große Erfolg Meyerbeers, der 1864 gestorben war, vorbei. Und doch hatte er eben diese Spielpläne einst beherrscht, war vor dem Durchbruch von Verdi und Wagner der weltweit erfolgreichste Opernkomponist gewesen, mit einer Handvoll Werke, die der penible und vorsichtige Maestro oft jahrelang in der Schublade liegen ließ, wenn ihm die optimalen Bedingungen für die Realisierung nicht gegeben erschienen. Und eigentlich waren es nur vier Werke, die für den Weltruhm Meyerbeers sorgten, zu seinen Lebzeiten nur drei: „Robert le Diable“ (Robert der Teufel), „Les Huguenots“ (Die Hugenotten), „Le Prophète“ (Der Prophet) und schließlich „L’Africaine“ (Die Afrikanerin), erst im Jahr nach seinem Tod uraufgeführt und erst seit kurzem in korrekterer Fassung und mit einem korrekteren Titel nach dem Helden der Oper „Vasco de Gama“ genannt.
  Man wird feststellen können, dass seit dem Ende des Ersten Weltkriegs diese einstmals so durchschlagenden Erfolge immer mehr zur Chimäre wurden – da bedurfte es in Deutschland nur eines kleinen äußeren Stoßes wie dem durch die NS-Kulturpolitik, um das Werk der Eliminierung ganz zu vollenden. Aber auch andernorts, wo diese Kulturpolitik keine Macht hatte, erging es Meyerbeers Werken nicht besser. Nur ganz selten tauchte eines von ihnen auf, meist in verfälschter Form, verließ die Bühnen dann wieder, ohne einen Nachhall zu erzeugen. Meyerbeer war mausetot, so schien es (so wie man auf ganz anderem Feld ja auch Gustav Mahlers Musik in den fünfziger Jahren für mausetot hielt).
  Nun aber, so scheint es, hat sich das Blatt gewendet, der Wind gedreht, und es ist nicht erst das Jahr des 150. Todestages 2014, das diese Signalwirkung bezeugt. Bereits seit einiger Zeit mehren sich die Anzeichen für eine kontinuierliche Wiederbelebung der „Grand Opéra“ insgesamt, jenes Operntyps, der nicht von Meyerbeer allein verkörpert wird (schließlich ist auch die französische Erstfassung von Verdis „Don Carlos“ dazuzurechnen, außerdem Werke Rossinis und Halévys), aber doch in ihm seine zentrale Formulierung gefunden hat. Zwar kann man immer wieder auch heute noch hören, dass es sich bei Meyerbeers Opern um Pomp und Prunk vergangener Epochen handele, aber man muss solchen Klischees nur mal das „Grand Duo“ aus den „Hugenotten“ entgegenhalten, um zu demonstrieren, dass er auch in der Lage war, Szenen von großer Intimität zu hinreißender Wirkung zu verhelfen.
  Es tut sich also was: auf dem CD- und DVD-Markt sind zur Zeit alle einigermaßen wichtigen Werke Meyerbeers (mit einer temporären Ausnahme), teilweise in konkurrierenden Editionen vertreten. Die Briefe und Tagebücher des Komponisten, eine kulturgeschichtliche Quelle ersten europäischen Ranges für die Epoche zwischen 1820 und 1864, liegen seit einiger Zeit komplett vor. Neue Editionen der Opern werden erarbeitet. Opernhäuser spielen wieder verstärkt Meyerbeer in zum Teil herausragenden Aufführungen – die Deutsche Oper Berlin hat angekündigt, in den nächsten Spielzeiten die Hauptwerke des Berliner Meisters neu auf die Bühne zu bringen. Das alles, so hat es den Anschein, ist nicht nur ein Strohfeuer des Jubiläumsjahres 2014, sondern setzt früher an und bringt damit die Hoffnung mit sich, dass es auch länger anhalten wird.
  Dazu passt die neue Meyerbeer-Biografie aus der Feder von Sabine Henze-Döhring (Mitherausgeberin der Briefe und Tagebücher) und Sieghart Döhring (seit vielen Jahrzehnten im Zentrum der internationalen Meyerbeer-Forschung). Von zwei solch eminenten Kennern von Werk und Person Meyerbeers erwartet man etwas Besonderes, und die Erwartungen werden nicht enttäuscht. In diesem Buch entsteht auf begrenztem Raum eine ausgewogene Darstellung nicht nur der Biografie (als solche firmiert die Publikation), sondern vor allem auch des Werks. Wer es als die angekündigte Biografie in die Hand nimmt, wird vielleicht erstaunt sein, wie viel Werkbeschreibung und Werkanalyse es enthält (wer noch mehr biografische Fakten sich wünscht, der sei verwiesen auf Reiner Zimmermanns Darstellung von 1991).
  Die Intention der Verfasser ist jedoch verständlich: die Vitalisierung Meyerbeers muss künftig vor allem auch über das Werk laufen, nicht nur über die unbestritten farbige und faszinierende Biografie eines Berliner Juden, der nicht konvertierte, wenn er auch die Religionsgesetze keineswegs streng befolgte. Das Beispiel Felix Mendelssohn Bartholdys jedoch zeigt, dass die Konversion in dieser Epoche nicht mehr davor schützte, antisemitisch attackiert zu werden. Die Darstellung fängt die Zeitatmosphäre präzise ein, nicht nur durch die klug ausgewählten, teilweise weitgehend unbekannten Abbildungen. Es gibt auch Überraschungen für den Kenner: die Freundschaft Meyerbeers mit Alexander von Humboldt ist bisher nie so hell beleuchtet worden wie hier. Aus genauester Kenntnis werden die großen Opern Meyerbeers gegen den Vorwurf der Plakativität, der groben Effekte, des Schielens nach dem unmittelbaren Erfolg verteidigt.
  Wer Argumente sucht dafür, die Subtilität der musikalischen Sprache, die Raffinesse der Dramaturgie, die Verschränkung von Vergangenem und Gegenwärtigem in diesen Werken herauszupräparieren, wird in diesem Buch schnell und reichhaltig fündig werden. Ebenso fundiert werden die Gründe für den Niedergang der Grand Opéra insgesamt, wie auch die eigenartige, gelegentlich auch beklemmende Nachgeschichte der Werke Meyerbeers dargestellt. Dies ist für alle, die bisher bereits auf Meyerbeer aufmerksam geworden sind, das richtige Buch zur richtigen Zeit, und Novizen werden sich erst recht belehrt und bereichert fühlen können.
  Als Motivation zur Lektüre mag ausreichen: Richard Wagner hat schon genug Erfolg – mit seiner versuchten Meyerbeer-Vernichtung darf er nicht durchkommen. Es sieht doch ganz danach aus, als ob er hier als hasserfüllter Prophet ebenso scheitern wird wie der Held von Meyerbeers Oper.
Sabine Henze-Döhring, Sieghart Döhring : Giacomo Meyerbeer. Der Meister der Grand Opéra. Eine Biographie. Verlag C. H. Beck, München 2014. 272 Seiten, 22,95 Euro.
Wagners perfide Polemik
gegen den Konkurrenten
wirkte lange nach
Giacomo Meyerbeer im November 1825. (Stich: Freeman).  
Hulton Archive/Getty Images
DIZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über www.sz-content.de
…mehr

Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

"Das richtige Buch zur richtigen Zeit", schreibt Rezensent Jens Malte Fischer nach der Lektüre der neuen Giacomo-Meyerbeer-Biografie. Nicht nur, weil sich der Todestag des Opernkomponisten in diesem Jahr zum 150. Mal jährt, sondern auch, weil sein lange zu Unrecht vergessenes Werk nun immer häufiger auf den Spielplänen steht, berichtet der Kritiker. Dass mit Sabine Henze-Döhring und Sieghart Döhring nun zwei exzellente Kenner Meyerbeers ein derart lesenwertes Werk vorlegen, wird der Wiederentdeckung zugute kommen, glaubt Fischer, der hier nicht nur eine gründlich recherchierte Biografie über den Komponisten liest, sondern auch zahlreiche brillante Werkanalysen und -beschreibungen. Auch Überraschendes tritt hier zutage, so der Kritiker - etwa die Freundschaft zwischen Alexander von Humboldt und dem Berliner Juden Meyerbeer. Dieses Buch ist in jedem Fall eine Bereicherung, meint Fischer.

© Perlentaucher Medien GmbH