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  • Format: ePub


Augustin Fajngold, ein Onkel zweiten Grades, hinterlässt seinem Neffen, dem Ich-Erzähler dieses Romans, eine rätselhafte Erbschaft. Wie sich herausstellt, war Onkel Augustin ein raffinierter Geldfälscher. Der Neffe sucht dessen ganzes Haus nach dem Falschgeld ab, findet aber nur eine große Überraschung. Dieser Roman hat eine Vorgeschichte: Der Autor, von Beruf Psychiater, hatte einen sehr begabten Geldfälscher zu begutachten, dessen bis dahin sichere Methode darin bestand, nur kleine Werte bescheiden auf den Markt zu bringen, der aber aufflog, als er einmal durch eine große Summe endlich alles…mehr

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Produktbeschreibung
Augustin Fajngold, ein Onkel zweiten Grades, hinterlässt seinem Neffen, dem Ich-Erzähler dieses Romans, eine rätselhafte Erbschaft. Wie sich herausstellt, war Onkel Augustin ein raffinierter Geldfälscher. Der Neffe sucht dessen ganzes Haus nach dem Falschgeld ab, findet aber nur eine große Überraschung. Dieser Roman hat eine Vorgeschichte: Der Autor, von Beruf Psychiater, hatte einen sehr begabten Geldfälscher zu begutachten, dessen bis dahin sichere Methode darin bestand, nur kleine Werte bescheiden auf den Markt zu bringen, der aber aufflog, als er einmal durch eine große Summe endlich alles klar machen wollte. Während der Begutachtung freundeten sich Proband und Psychiater an, und der Fälscher teilte Ernst Augustin einige seiner Techniken mit, verriet ihm vor allem das "Geheimnis des Wasserzeichens". Nicht nur dieses Geheimnis wird nun, Jahrzehnte später, in diesem spannenden und vergnüglichen Roman gelüftet.

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  • Produktdetails
  • Verlag: Beck C. H.
  • Seitenzahl: 184
  • Erscheinungstermin: 23.08.2013
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783406653841
  • Artikelnr.: 39411975
Autorenporträt
Ernst Augustin, geboren 1927, war in seinem Beruf als Arzt und Psychiater an damals entlegensten, exotischen Orten tätig, unter anderem in Kandahar, Afghanistan, das sich in biblischem Zustand befand. Heute lebt und schreibt er in noch verbliebenen Innenwelten. In München. Literaturpreise: Hermann-Hesse-Preis, Kleist-Preis, Tukan-Preis, Mörike-Preis, Lübecker Literaturpreis von Autoren für Autoren. Ernst Augustin ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache.
Rezensionen
Besprechung von 06.04.1996
Kleine Scheine
Fünf Freunde in der Fälscherwerkstatt: Ernst Augustin macht gutes Geld Von Michael Allmaier

Seien wir ehrlich: Eine so richtig abenteuerliche Sache ist das Bücherschreiben nicht. Und was sollte ein Dichter noch auffahren, um sein Publikum zu beeindrucken wildere Stiere als Hemingway, härtere Drogen als Burroughs? Der schreibende Psychiater Ernst Augustin hatte Glück. Sein Beruf vermittelte ihm die Bekanntschaft eines Geldfälschers, eines wahren Künstlers offenbar, der allein dadurch aufflog, daß er, achtzigjährig, auf die Idee verfiel, mit einer letzten Großauflage gewissermaßen in Rente zu gehen. Hat er dem Verfasser wirklich Glück gebracht?

Nach der Lektüre von "Gutes Geld" muß man daran zweifeln, denn die Tücken des Stoffs treten im Roman deutlich hervor. Freiheitsstrafen nicht unter zwei Jahren drohen auf dem Buchrücken, die vertrauten Warnworte, welche die Bundesbank mit Einführung der neuen Banknoten selbstbewußt aus dem Verkehr zog. Zwei Jahre - das flößt Respekt ein; und einen Moment steigt das Bild vom Gentleman-Ganoven vor dem geistigen Auge des Lesers auf, bis dann der Blick auf die geschwärzten Hände fällt. An einem Konrad Kujau mag man immerhin noch den Schelm bewundern, am Geldfälscher bestenfalls den Heimwerker. Sein eigenes Gehalt drucken, nie mehr arbeiten und den Mitbürgern unerkannt die lange Nase zeigen Fiebertraum eines Münzsammlers.

Der Autor indes fiebert mit und erwartet das auch von anderen. "Beschworen" habe ihn die Bundesbank, einen Fehler in seine Anleitungen einzubauen (wohlgemerkt: es geht um die alten Noten), was er widerstrebend denn auch tat. Ob das aber genügt? Entweder man glaubt mir, dann wird das Buch natürlich verboten . . . Oder man glaubt mir nicht, dann habe ich die Branche auf dem Hals, die mir natürlich glaubt." Das Buch wurde nicht verboten; auch ist der Autor dem Vernehmen nach noch bei Gesundheit. Doch die Aufgeregtheit seiner Prosa überträgt sich wohlig auf den Leser. Fünf Freunde in der Fälscherwerkstatt - eine gestandene literarische Schatzsuche mit Rätseln, Geheimtüren und, wo es hohl klingt, manchmal auch mit doppeltem Boden. Anstelle der Freunde wirken ein verschrobener alter Mann, seine waffentragende Haushälterin und einige Berufskollegen, die in einem ausgefallenen Rotwelsch miteinander reden. Hannover heißt Odessa, der Geldfälscher firmiert als Gartenfreund.

Es ist die Stunde jener Operetten-Gauner, die sich in den Kiez-Reportagen so rührend über den Verfall der Sitten beklagen. Dabei tut Augustin natürlich recht daran, die skurrilen Typen zu zeigen, nicht das schon in seiner Banalität erschreckende Handwerk der Mafiosi. Auch versucht er, Distanz zu wahren, und das auf durchaus geschickte Art. Als Erzähler wählt er nicht den Fälscher selbst, sondern dessen Neffen - "Nennt mich Karl" - aus Schwerin, einen gutmütigen, aber etwas tumben Mann.

Ihm eignet ein mündlicher, gewollt nervöser Duktus, der den Nerv nur leider seltener trifft, als er ihn raubt. "Herrgott, ich konnte es nicht fassen, saß in der Küche und hielt den Brief in der Hand . . . Lieber Neffe, wenn Du also magst . . . und ob ich mochte, Herrgott noch mal. Ich wäre, um es genau zu sagen, ins Sauerland gezogen (wo immer das ist)." Ein solcher Stil wäre originell, tönte er nicht zu oft schon aus schlecht übersetzten amerikanischen Männer-Romanen. Dahin gehören neben der Marotte, beständig Gott anzurufen, auch englische Wendungen vom Schlage "God bless her" oder "no matter what", die man von einem Schweriner Molkereilaboranten nicht erwarten sollte.

Ärger noch lassen die Ellipsen den Satzbau schlingern: "Hatte, der alte Mann, nach Kriegsende an der gleichen Stelle gestanden, die Schatten auf dem Strand gesehen, hatte gedacht: Wo sind sie denn, die blaue Kimme, die um den Pfeiler kreisenden glasgrünen Wasser der Kindheit (genau wie meine)." Gerade die Bescheidung, das sympathische Bemühen, mit einfachen Mitteln Atmosphäre zu schaffen, wirft den Verfasser hier aus der Bahn. Nie fehlt viel zur wirklich gelungenen Erzählung, aber ständig irgend etwas, und sei es nur das Stilgefühl in metaliterarischen Hemdsärmeligkeiten wie "im Kommenden wird erwähnt" oder "dabei fällt mir ein". Aufmerksam auf solche Schwächen des Romans macht allerdings erst sein Mangel an Stärken. So enttäuscht gerade die Figur des Fälschers, die, schillernd angelegt, doch nur merkwürdig blaß gerät.

Augustin Fajngold heißt der Mann; und wer nun auf das Motiv vom Juden als Fälscher wartet, wartet vergebens. Es ist nur ein unglückliches Wortspiel. Mit der Wahl des Vornamens indes schlägt sich der Verfasser an die Seite seines Helden, der nicht zuletzt das kriminelle Element in uns allen verkörpern soll. Seine Werke seien stets Gebrauchsanweisungen gewesen, erklärte er in einem Interview, nur habe niemand sie lesen wollen. Nun, da der Weg zur Dichtung mit Blüten gesäumt ist, soll sich das ändern. Der Leser möge anhand des Buchs seine "verborgenen Wünsche . . . selbst ausloten". Doch wie sollte ihm das gelingen, wenn schon die offenen Wünsche tiefer reichen als der Faden, den Ernst Augustin in seine Seele senkt?

Ernst Augustin: "Gutes Geld". Roman in drei Anleitungen. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1996. 170 S., geb., 38,- DM.

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Besprechung von 09.12.2011
Süddeutsche Zeitung Bibliothek
Bibliothek des Humors 10

Meisterliches
Schelmenstück
Ernst Augustin:
„Gutes Geld“
Das Buch ist ein einziges Vexier. Jeder gibt hier jedem ein Rätsel auf und legt falsche Fährten. Ernst Augustin narrt uns Leser. Genauso wie die Romanfigur Augustin Fajngold – man beachte den Vornamen – seinen Neffen Karl, den Ich-Erzähler. Onkel Augustin hat auf ziemlich akrobatisch-sprunghafte Art seinen finalen Abgang inszeniert. Zurück bleibt Karl als Alleinerbe: „Der Mann war wirklich reif gewesen.“
Der Vorwitz währt nicht lange. Das Erbe ist noch viel raffinierter versteckt als das Testament zuvor. Das lag recht offen auf dem Schreibtisch des Onkels – ein Trick aus der Literatur. In Edgar Allan Poes „Der entwendete Brief“ wird das so beschrieben, Lacan hat darüber philosophiert, und in „Gutes Geld“ heißt es einfach: „Symbolisch.“ Ernst Augustin ist auch gelernter Psychiater, und wenn man den verstiegenen Onkel, den er in seinem nur äußerlich schmalen Büchlein von 1996 im wahrsten Sinne des Wortes auftischt, einen pathologischen Fall nennt, ist das nicht übertrieben. Einerseits. Das Haus gleicht einem Hochsicherheitstrakt, überall Riegel, Vorrichtungen, Vexierschlösser. Paranoia, ganz klar, gemischt mit depressiven Schüben, Erotomanie und einer gehörigen Portion Misanthropie: „Die Menschheit überzieht den Planeten mit Kahlfraß . . . Es ist furchtbar!“ Augustin, der Autor, wie Augustin, der Onkel, haben eine Vorliebe für existentiellen Humor. Hier der Erdenwurm, dort das Universum.
Andererseits ist das nur eine Spur. Andere offenbaren ein Doppelleben: der Onkel, ein Falschmünzer, sprich ein Krimineller. Freilich würde er diese Bezeichnung zurückweisen. Er sieht sich als Künstler. Denn letztlich war seine jahrelang geheim ausgeführte Tätigkeit gänzlich umsonst, blütenreines l’art pour l’art.
FLORIAN WELLE
Ernst Augustin
Foto: Robert Brembeck
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