Briefe nach Königsberg (eBook, PDF) - Gregorovius, Ferdinand
-16%
31,99
Bisher 38,00**
31,99
Alle Preise in Euro, inkl. MwSt.
**Preis der gedruckten Ausgabe (Buch mit Leinen-Einband)
Sofort per Download lieferbar
Bisher 38,00**
31,99
Alle Preise in Euro, inkl. MwSt.
**Preis der gedruckten Ausgabe (Buch mit Leinen-Einband)
Sofort per Download lieferbar

Alle Infos zum eBook verschenken
Als Download kaufen
Bisher 38,00**
-16%
31,99
Preis in Euro, inkl. MwSt.
**Preis der gedruckten Ausgabe (Buch mit Leinen-Einband)
Sofort per Download lieferbar
Abo Download
9,90 / Monat*
*Abopreis beinhaltet vier eBooks, die aus der tolino select Titelauswahl im Abo geladen werden können.

Preis in Euro, inkl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Einmalig pro Kunde einen Monat kostenlos testen (danach 9,90 pro Monat), jeden Monat 4 aus 40 Titeln wählen, monatlich kündbar.

Mehr zum tolino select eBook-Abo
Jetzt verschenken
Bisher 38,00**
-16%
31,99
Preis in Euro, inkl. MwSt.
**Preis der gedruckten Ausgabe (Buch mit Leinen-Einband)
Sofort per Download lieferbar

Alle Infos zum eBook verschenken
0 °P sammeln

  • Format: PDF


Ferdinand Gregorovius (1821-1891) gehörte bis weit ins 20. Jahrhundert hinein zu den meistgelesenen deutschsprachigen Historikern. Er hat das Italienbild seiner Epoche wesentlichgeprägt. Zwanzig Jahre verbrachte er selbst in Rom; kaum ein Geschichtsschreiber hat wie er vom Genius loci profitiert, kaum einer war so sehr auf ihn angewiesen wie der Verfasser der Wanderjahre in Italien und der monumentalen Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter. In dem Deutschordensstädtchen Neidenburg aufgewachsen, verließ Gregorovius nach seinen Königsberger Studienjahren Ostpreußen für immer. Wie er seine neue…mehr

Produktbeschreibung
Ferdinand Gregorovius (1821-1891) gehörte bis weit ins 20. Jahrhundert hinein zu den meistgelesenen deutschsprachigen Historikern. Er hat das Italienbild seiner Epoche wesentlichgeprägt. Zwanzig Jahre verbrachte er selbst in Rom; kaum ein Geschichtsschreiber hat wie er vom Genius loci profitiert, kaum einer war so sehr auf ihn angewiesen wie der Verfasser der Wanderjahre in Italien und der monumentalen Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter. In dem Deutschordensstädtchen Neidenburg aufgewachsen, verließ Gregorovius nach seinen Königsberger Studienjahren Ostpreußen für immer. Wie er seine neue italienische Heimat erlebte, spiegeln seine Briefe an die Zurückgebliebenen. Ob enthusiastisch oder lakonisch, ob sachlich oder emotional kommentieren sie den Alltag des allmählich zum Historiker sich wandelnden Literaten. Sie werden hier, soweit erhalten, komplett ediert und bilden ein Gegenstück zur Edition der Römischen Tagebücher (C.H.Beck 1991). Damit wird die erste größere Briefausgabe zu Gregorovius seit über 90 Jahren vorgelegt. Die Briefe werfen neues Licht auf einen der wirkmächtigsten Historiker des 19. Jahrhunderts, der, wie Golo Mann formulierte, gezeigt hat, "was Geschichtsschreibung sein kann, nicht muss, aber doch auf ihrem Höhepunkt sein sollte".

Dieser Download kann aus rechtlichen Gründen nur mit Rechnungsadresse in A, B, BG, CY, CZ, D, DK, EW, E, FIN, F, GB, GR, HR, H, IRL, I, LT, L, LR, M, NL, PL, P, R, S, SLO, SK ausgeliefert werden.

  • Produktdetails
  • Verlag: Beck C. H.
  • Seitenzahl: 304
  • Erscheinungstermin: 23.08.2013
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783406650130
  • Artikelnr.: 39507301
Autorenporträt
Dominik Fugger, Dr. phil., Jg. 1975, leitet die Nachwuchsforschergruppe "Religiöse Rituale in historischer Perspektive" im Schwerpunkt Religion der Universität Erfurt und ist Junior Fellow am Max-Weber-Kolleg für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien. Nina Schlüter, Jg. 1982, erarbeitet derzeit eine Promotion in Älterer Literaturwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz und absolviert zudem ihren Vorbereitungsdienst für das Lehramt an Gymnasien.
Inhaltsangabe
Einführung. Ein Leben als Privatgelehrter

Die Korrespondenten im Überblick

DIE BRIEFE

BRIEFANHANG

Anmerkungen zur Einführung

Anmerkungen zu den Briefen

Verzeichnis der edierten Briefe

Kritischer Bericht

Die Schriften von Ferdinand Gregorovius

Zeitgenössische Übersetzungen der Schriften von Ferdinand Gregorovius

Andernorts gedruckte Korrespondenzen

Zitierte Literatur

Danksagung

Personenregister

Werkregister
Rezensionen
Besprechung von 19.02.2014
In der Eiszeit
Germaniens
Der enttäuschte Historiker Roms:
Briefe von Ferdinand Gregorovius
„Nur das Mühen und Streben nach einem hohen Ziele gibt dem Leben der Menschen wie der Völker Reiz“, schrieb Ferdinand Gregorovius am 19. Dezember 1876 an einen Königsberger Freund, den Dirigenten und Wagnerianer Louis Köhler. Gregorovius wusste, wovon er sprach. In zwanzigjähriger Arbeit hatte er die „Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter“ verfasst, das literarisch schönste Geschichtswerk der deutschen Literatur im 19. Jahrhundert. Die Arbeit vollzog sich im Takt der zeitgenössischen Geschichte, die zum Ende des Kirchenstaats und zu den Einigungen Italiens und Deutschlands führte. Daraus kam die Leidenschaft und der teils optimistische, teils melancholische Schwung des Erzählens. Und nun war alles gelungen: Italien, Deutschland, die große Rom-Historie. „Deshalb sind heute die Italiener so elend, weil sie ihr Ziel errungen haben, und deshalb lagert auch über uns Deutsche diese bedenkliche Windstille der Ideenwelt.“
  Auch Gregorovius ist traurig, denn inzwischen lebt er in München. Er vermisst, „was ich 22 Jahre hindurch besaß, Licht und Äther, das größte Theater der Weltgeschichte“. Was sich in Deutschland in diesem Jahr zeigt, gefällt ihm nicht. Soeben wurde in Bayreuth Wagners „Ring des Nibelungen“ vollständig aufgeführt, und der Bucherfolg der Saison war ein Roman von Felix Dahn, eines Kollegen von Gregorovius: „Ein Kampf um Rom“. Auch dieses Werk wird Epoche machen und drei Generationen junger Leser zu begeisterten Germanen-Anhängern gegen welsche Tücke machen. Gregorovius kannte den Stoff, den Untergang des Ostgotenreichs im Italien des 5. Jahrhunderts, und in seiner Rom-Historie hatte er ihn so gefühlvoll dargestellt, dass sein Lehrer Karl Rosenkranz ihm 1859 eigens dafür dankte: „Eine der wehmüthigsten Geschichten der Welt.“
  Doch nun, 1876, ist Gregorovius zornig über die neue Germanenkonjunktur, die er überall sieht, bei Wagner und Dahn, bei Scheffel und Freytag: „Ich kann Ihnen nicht genug sagen, wie mich dieses Vandalentum anwidert“, schreibt er noch einmal am 22. Dezember 1876. „Die Größe des deutschen Genius, ja seine wahrste und innerste Nationalität, bestand bisher in seiner kosmopolitischen und humanen Idee – nun sollen diese geweihten Gefilde verlassen werden, und man zwingt uns in die Eiszeit des Germanentums mit ihren Recken, Lindwürmern und Höhlenbären zurück. Dieser Anachronismus wird sich rächen.“
  Die Briefe, die der Königsberger Römer nach Hause schrieb, spiegeln den großen Umschwung der deutschen Kultur in der Mitte des 19. Jahrhunderts vom klassischen Kosmopolitismus zu einer bürgerlichen Nationalkultur. Sie zeigen, dass Nietzsche nicht allein war mit seinen Diagnosen in den „Unzeitgemäßen Betrachtungen“ und der Polemik von „Richard Wagner in Bayreuth“. Gregorovius glaubte noch, dass die Deutschen durch Italien und seine Geschichte zu besseren Menschen würden. Seit Felix Dahn begannen sie das anders zu sehen.
GUSTAV SEIBT
Ferdinand Gregorovius: Briefe nach Königsberg 1852-1891. Herausgegeben von Dominik Fugger und Nina Schlüter. Verlag C. H. Beck, München 2013. 304 Seiten, 38 Euro.
Gregorovius spürte nach 1871
eine „Windstille der Ideenwelt“
DIZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über www.sz-content.de
…mehr