Emanuel Schikaneder - Baur, Eva Gesine
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Dass er das Libretto zu Mozarts letzter Oper, der Zauberflöte, schrieb, hat seinen Namen unvergesslich gemacht. Seinen Zeitgenossen aber war er aus ganz anderen Gründen ein Begriff: als waghalsiger Unternehmer, revolutionärer Theatermacher und frecher Kampfgeist, der sich mit Goethes Schwager Vulpius ebenso anlegte wie mit Kritikern und der Obrigkeit. Seine Karriere begann ganz unten. Schikaneder war ein Lakaiensohn. Doch er wurde zu einem Universaltalent: Bühnendichter und Theaterdirektor, Tänzer und Regisseur, gefeierter Darsteller des Hamlet und Sänger des ersten Papageno. Kein Theatermann…mehr

Produktbeschreibung
Dass er das Libretto zu Mozarts letzter Oper, der Zauberflöte, schrieb, hat seinen Namen unvergesslich gemacht. Seinen Zeitgenossen aber war er aus ganz anderen Gründen ein Begriff: als waghalsiger Unternehmer, revolutionärer Theatermacher und frecher Kampfgeist, der sich mit Goethes Schwager Vulpius ebenso anlegte wie mit Kritikern und der Obrigkeit. Seine Karriere begann ganz unten. Schikaneder war ein Lakaiensohn. Doch er wurde zu einem Universaltalent: Bühnendichter und Theaterdirektor, Tänzer und Regisseur, gefeierter Darsteller des Hamlet und Sänger des ersten Papageno. Kein Theatermann seiner Zeit besaß mehr Instinkt für das Populäre, mehr Sinn für Bühnenmagie durch die neuesten Techniken und Erfindungen, mehr Mut für Experimente. Schikaneders Freilichtaufführungen mit Kutschen, Pferden und Feldlagern, seine Dramen mit brennenden Schlössern und fliegenden Walküren, seine Lustspiele voll Drastik und Erotik machten ihn berühmt. Stärker als die wenigen ganz großen Genies erhellt eine Gestalt wie Schikaneder die eigene Epoche, weil die Achterbahn seiner Existenz durch alle Wirklichkeiten führt, die erbärmlichen, die schrillen und die funkelnden. Zum Schikaneder-Jahr 2012 legt Eva Gesine Baur eine Biographie Emanuel Schikaneders vor, der am 21. September 1812 in bitterster Armut starb.
  • Produktdetails
  • Verlag: Beck
  • Seitenzahl: 464
  • Erscheinungstermin: 8. März 2012
  • Deutsch
  • Abmessung: 221mm x 154mm x 38mm
  • Gewicht: 736g
  • ISBN-13: 9783406630866
  • ISBN-10: 3406630863
  • Artikelnr.: 34157260
Autorenporträt
Eva Gesine Baur hat Germanistik, Kunstgeschichte, Musikwissenschaften und Psychologie studiert. Sie lebt als freie Autorin in München, schreibt Bücher zu psychologischen, kunsthistorischen und kulinarischen Themen und verfasst Beiträge für Zeitschriften und fürs Fernsehen.
Inhaltsangabe
I. Wien 1812
Begräbnis
dritter Klasse

II. Straubing, Regensburg und Innsbruck 1751-1775
Kind der Wunder

III. Augsburg, Stuttgart und Nürnberg 1776-1779
Fahrendes
Gesindel

IV. Laibach, Klagenfurt, Linz & Salzburg 1779-1781
Das Populäre

V. Graz, Pressburg, Buda, Pest und Wien 1781-1785
Lärm machen

VI. Augsburg, Memmingen und Regensburg 1786-1789
Öffentliche
Gerüchte

VII. Wien 1789-1790
Entsetzliche
Kosten

VIII. Wien 1791
Wie sehr diese
Oper steigt

IX. Wien 1792-1795
Hass und
Verfolgung

X. Wien 1796-1800
Wirklich nichts
als Schikane

XI. Wien, Oberösterreich und Karlsbad 1801-1802
Kennt sein
Publikum

XII. Wien und Nußdorf 1803-1806
Kalt aufgenommen

XIII. Brünn, Wien, Budapest und Steyr 1807-1811
Zu spät

Anhang

Anmerkungen

Literaturauswahl

Abbildungsnachweis

Personenregister
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Lobend hat Dirk Schümer diese Biographie über Emanuel Schikaneder (1751-1812) von Eva Gesine Baur aufgenommen. Dass Schikaneder viel mehr war als nur der Librettist von Mozarts "Zauberflöte", kann die Autorin überzeugend zeigen, meint der Rezensent. Gekonnt schildert Baur für ihn das reiche, bunte Leben des aus einfachsten Verhältnissen stammenden Schikaneder, zeichnet dessen Aufstieg vom herumziehenden Mimen zum Theater- und Operndirektor nach und widmet sich auch eingehend der Zusammenarbeit mit Mozart. Schümer sieht in dem Buch nicht aber nur eine Biographie, sondern auch ein farbiges Zeitpanorama, vor dessen Hintergrund die Lebensleistung Schikaneders um so beeindruckender leuchtet.

© Perlentaucher Medien GmbH
"Dass sich Schikaneder nicht vor dem Genie Mozart verstecken musste, zeigt diese eindrucksvolle und sehr informative Biographie von Eva Gesine Bauer."
Ingo Löchel, zauberspiegel-online.de 4. Februar 2015