Die Zigarette und andere Stories - Fox, Paula
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Ein Mann sitzt nach einer Beerdigung an einem strahlend hellen Sommertag im Kino, sieht einen Zeichentrickfilm an und fängt plötzlich an zu schreien; eine Frau, die auf einer von einem Ölteppich eingeschlossenen Insel lebt, verliebt sich unsterblich in den alten Künstler, für den sie täglich putzt, ohne kaum je mehr als ein paar Sätze mit ihm gewechselt zu haben; eine Schriftstellerin, bei der es sich um Paula Fox selbst handelt, wird um ein Haar an ihrem eigenen Schreibtisch erschossen, weil Jugendliche im Nachbargarten mit einer geladenen Pistole spielen.
Neben ihren Romanen und
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Produktbeschreibung
Ein Mann sitzt nach einer Beerdigung an einem strahlend hellen Sommertag im Kino, sieht einen Zeichentrickfilm an und fängt plötzlich an zu schreien; eine Frau, die auf einer von einem Ölteppich eingeschlossenen Insel lebt, verliebt sich unsterblich in den alten Künstler, für den sie täglich putzt, ohne kaum je mehr als ein paar Sätze mit ihm gewechselt zu haben; eine Schriftstellerin, bei der es sich um Paula Fox selbst handelt, wird um ein Haar an ihrem eigenen Schreibtisch erschossen, weil Jugendliche im Nachbargarten mit einer geladenen Pistole spielen.

Neben ihren Romanen und Jugendbüchern hat Paula Fox seit den 60er-Jahren Erzählungen und kleine Prosastücke geschrieben, die hier zum ersten Mal versammelt sind. Oft sind es kleine, stille Begebenheiten, die sich schließlich zu etwas Unerhörtem ausweiten und so von den großen Themen Liebe, Tod und Verlust erzählen. Paula Fox ist eine Meisterin der genauen Beobachtung, die selbst den einfachsten Situationen eine Poesie abtrotzt, die einen gefangen nimmt. Mit ihrer feinen, klaren und eindringlichen Sprache erschafft sie eine ganz eigene Welt, in der die Grenzen zwischen Autobiographie und Fiktion irgendwann nahezu aufgehoben scheinen.

"Die Zigarette und andere Stories" versammelt Texte von den 60er-Jahren bis heute, die noch einmal die kluge Beobachtungsgabe und die Menschenkenntnis einer großen zeitgenössischen Autorin, deren Leben und Schreiben untrennbar miteinander verbunden sind, unter Beweis stellen.

"Paula Fox ist eine Königin, eine große Dame, eine phantastische Geschichtenerzählerin."
Jonathan Franzen
  • Produktdetails
  • Verlag: Beck
  • Seitenzahl: 254
  • Erscheinungstermin: 17. Februar 2011
  • Deutsch
  • Abmessung: 210mm
  • Gewicht: 385g
  • ISBN-13: 9783406612893
  • ISBN-10: 340661289X
  • Artikelnr.: 31605069
Autorenporträt
Paula Fox wurde am 22. April 1923 in New York City geboren. Ihre Eltern - der Vater war irisch-englischer Abstammung, ihre Mutter kam aus Kuba - ließen sie zunächst bei einem Pastor aufwachsen, mit sechs Jahren kam Paula Fox in ein Kinderheim nach Kalifornien. Zwei Jahre später zog sie zu der Familie ihrer Mutter nach Kuba, wo sie auf einer Zuckerrohrplantage lebte. Bis zu ihrem 12. Lebensjahr war Paula Fox bereits auf neun verschiedene Schulen gegangen. 1933 kehrte sie zusammen mit ihrer Großmutter nach New York zurück, wo sie auch heute noch lebt.
Für das Gesamtwerk ihrer Kinderbücher wurde sie 1978 mit dem Hans-Christian-Andersen-Preis ausgezeichnet.
Die Wiederentdeckung ihres 1971 erstmals erschienenen Romans "Was am Ende bleibt" wurde in Deutschland zu einem großen Überraschungserfolg. Von ihr sind sechs Romane und zahlreiche Kinderbücher erschienen.

Hans-Ulrich Möhring, geboren 1953, hat so unterschiedliche Autoren wie Zora Neale Hurston, J.R.R. Tolkien, James Hamilton-Paterson und William Blake übersetzt. Er lebt in Niederkleveez.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur TAZ-Rezension

Freudig begrüßt Rezensentin Susanne Messmer diesen Band mit Geschichten und Essays von Paula Fox, die zum Teil bereits in den 1960er Jahren erschienen sind und nun auf Deutsch vorliegen. Sie zeigt sich tief beeindruckt von diesen Erzählungen, die konsequent auf Moralisieren und Psychologisieren verzichten. Das Innenleben der oft wurzel- und heimatlosen Figuren bleibt dem Leser ihres Erachtens verschlossen. Um so stärker scheint Messmer der Eindruck der Einsamkeit, den diese Figuren vermitteln, eine Einsamkeit, die für den Leser wie ein Abgrund sei. Für diese Wirkung macht die Rezensentin nicht zuletzt den Stil von Fox verantwortlich, den sie als lakonisch, "komprimiert", aber niemals "abgenutzt" beschreibt.

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