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Tibet gehört zu den geheimnisvollsten und faszinierendsten Regionen der Welt. Seit der Annexion durch China und den anhaltenden Angriffen auf die buddhistische Kultur verfolgen viele Menschen das Schicksal des Landes mit großer Anteilnahme. Gerade weil so viele Klischees über Tibet existieren, ist dieses handliche Buch der ideale Einstieg für jeden, der mehr über Tibet erfahren oder das Land selbst bereisen will.…mehr

Produktbeschreibung
Tibet gehört zu den geheimnisvollsten und faszinierendsten Regionen der Welt. Seit der Annexion durch China und den anhaltenden Angriffen auf die buddhistische Kultur verfolgen viele Menschen das Schicksal des Landes mit großer Anteilnahme. Gerade weil so viele Klischees über Tibet existieren, ist dieses handliche Buch der ideale Einstieg für jeden, der mehr über Tibet erfahren oder das Land selbst bereisen will.
  • Produktdetails
  • Beck'sche Reihe Bd.824
  • Verlag: Beck
  • 5., aktualis. u. erg. Aufl.
  • Seitenzahl: 204
  • Erscheinungstermin: März 2010
  • Deutsch
  • Abmessung: 190mm
  • Gewicht: 248g
  • ISBN-13: 9783406601989
  • ISBN-10: 3406601987
  • Artikelnr.: 28183368
Autorenporträt
Klemens Ludwig arbeitet freiberuflich als Publizist und Radio-Journalist. Bei C.H.Beck liegen von ihm vor: Birma (bsr 870), Estland (bsr 881), Lettland (bsr 882).
Inhaltsangabe
Mystisches Shangri-La und ungelöster Nationalitätenkonflikt

LAND UND LEUTE

Leben auf dem Dach der Welt
Entstehungsgeschichte, geographische Aufteilung, Vegetation
Die Tierwelt
Die Menschen: Abstammung, Sprache, ethnische und kulturelle Zugehörigkeit
Seßhaftwerdung, Ernährung, Siedlungsform
Medizin, Bestattungsriten
Familienstrukturen und Rolle der Frau
Die vorbuddhistische Religion
Mythen und Sagen

GESCHICHTE UND POLITIK

Ein gefürchtetes Königreich
Die Himmelskönige
Die Religionskönige
Die territoriale Ausdehnung
Die erste Verbreitung der buddhistischen Lehre
Der allmähliche Zerfall des Reiches

Buddhistische Missionierung
Terror der Provinzpotentaten
Die zweite Verbreitung der Lehre
Die Reinkarnationslehre
Mongolisch-tibetische Wechselwirkungen
Machtkämpfe und Ausschreitungen

Die Herrschaft der Mönche
Die drei Säulen des buddhistischen Staates
Mongolische Interventionen
Der "Große Fünfte"
Chinesisch-mongolische Auseinandersetzungen
Die innere Struktur des Gottesstaates
Bedrohung von außen
Innenpolitische Reformen
Das gewaltsame Ende der Reformen

Krieg und Diplomatie
Dynastische Verbindungen und Rivalitäten
Mongolen auf dem Drachenthron
Der Einfluß der Qing
Umstrittene Verträge
Unabhängigkeit

Pekings langer Arm
Zunehmende Unterdrückung und Guerillakrieg
Der Volksaufstand vom März 1959
Zerstörung und Verfolgung
Die Große Proletarische Kulturrevolution
Die Bilanz der Zerstörungen
Die Überwindung der Traumas
Wirtschaftliche Ausbeutung
Die Militarisierung Tibets
Anhaltende Unruhen
Der "mittlere Weg" des Dalai Lama

Aus Tibet wird Xizang
Zwangsmaßnahmen zur Geburtenkontrolle
Entwicklungsprogramm "Lhasa 2000"
Der Zugriff auf den Barkhor
Die Zukunft des Landes?
Internationale Hilfe

RELIGION UND GESELLSCHAFT

Der allgegenwärtige Buddhismus
Die Delegationen des Dalai Lama
Die Religiosität tibetischer Kader
Der Zustand der Klöster
Repressionen gegen Unbeugsame
Die Religiosität auf dem Land

Die Exiltibeter als Hüter der Tradition
Eine neue Heimat
Tibet vor den Vereinten Nationen
Die Verwaltung der Exilgemeinden
Die soziale Situation der Exilanten
Dünne Luft in Nepal
Opposition gegen den Dalai Lama 124
Tibeter in Europa
Deutsche Hilfe für Tibet

TIBET UND DIE FREMDEN

Ein verbotenes Land
Gerüchte und Mythen
Erste Missionsbemühungen und Erkundungen: die Jesuiten
Rivalen: die Kapuziner
Britisches Handelsinteresse
Erste Forschung
Weitere Missionsversuche: Die Herrnhuter
Wachsender Einfluß der Engländer
Die wissenschaftliche Erforschung Tibets
Alexandra David-Néel und Lama Govinda, zwei europäische Buddhisten
Die langsame Öffnung
Der Bambusvorhang

Tourismus auf dem Dach der Welt
Tourismus als Devisenquelle
Assimilierung und Propaganda
Schattenseiten für die Chinesen
Zunehmende Bewegungsfreiheit
Die Wege nach Lhasa
Der Aufenthalt in Lhasa
Reise zu ferneren Zielen
Gesundheitliche Schwierigkeiten
Ernährung
Sitten und Gebräuche
Die Perspektiven der Tibeter

ANHANG

Tibet auf einen Blick
Zeittafel
Literaturhinweise
Nützliche Adressen
Bildquellenverzeichnis
Tibet im Internet
Register
Karte
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 12.12.1996

Ferne

"Tibet" von Klemens Ludwig. Erschienen in der "Beckschen Reihe Länder". Verlag C.H. Beck, München 1996. 2. überarbeitete und erweiterte Auflage. 175 Seiten, zehn Schwarzweißabbildungen, eine Karte, eine Zeittafel, Literaturverzeichnis. Broschiert, 19,80 Mark. ISBN 3406402305.

Tibet, das über Jahrhunderte hinweg abgeschottete und unzugängliche Land auf dem Dach der Welt, lange Zeit für das europäische Fernweh der Inbegriff der Exotik, ist in der Spätphase seiner Geschichte zu einem traurigen Paradefall des Spätkolonialismus geworden. In welcher Weise die chinesische Politik zu ihrer eigenen Schande ein kleines und bar jeder Machtambition nur auf seine pittoreske Kultur hin orientiertes Volk an den Rand des kulturellen und ökologischen Genozids führt, zeigt das nunmehr in der zweiten und erweiterten Auflage vorliegende Buch von Klemens Ludwig in bedrückender Weise. Auch wenn der umfassende Titel des Buches ein wenig in die Irre führt und die religiösen und kulturellen Grundlagen Tibets nur recht holzschnittartig vorgestellt werden können - hinsichtlich der Nachzeichnung der fast zweitausendjährigen tibetisch-chinesischen Beziehungen und der scheinbar historisch gewachsenen Souveränitätsansprüche Chinas auf Tibet, gelingen dem Autor einprägsame Thesen: "Wenn sich das moderne China bei seinem Anspruch auf Tibet auf die Mongolen beruft, dann ist das etwa so, als ob jemand sagt, England gehöre zu Frankreich, weil beide Länder Teil des Römischen Reiches waren." Gerade weil inzwischen tatsächlich alle Bilder des Dalai Lama aus den Tempeln Tibets entfernt wurden, weil in diesen Wochen die chinesischen Offiziellen im Kloster Tashilümpo mit der Inthronisation der von ihnen ausgesuchten Reinkarnation des Panchen Lama begonnen haben und das von der tibetischen Kommission gefundene und vom Dalai Lama anerkannte Himmelskind im Gefängnis haben verschwinden lassen, gehört das handliche Buch, in dem diese und andere Ungeheuerlichkeiten beim Namen genannt wurden, wie ein geistiges Korrektiv in die Westentasche jedes Tibetreisenden. (wih.)

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Am 7.Oktober jährt sich der chinesische Einmarsch in Tibet zum fünfzigsten Mal. Aus diesem Anlass werden im Reiseteil der FAZ drei neue Tibet-Bücher vorgestellt, die vom Rezensenten mit "mve" unterschriebe sind:
1) Steve Lehmann: "Die Tibeter. Ein Kampf ums Überleben" (Neuer Verlag)
"Ein Gesamtkunstwerk" jubelt Kritiker "mve" über Steve Lehmans "großartiges Buch", das auch der Form nach "weit über herkömmliche exzellente Bildbände" hinausgehe. Vieles, was in Tibet geschah, sei der Weltöffentlichkeit oft erst durch Lehmans Fotos bekannt geworden. Eine Reihe dieser "spektakulären" und oft heimlich entstandenen Reportagebilder könne man nun in diesem Buch wieder finden. Daneben Fotos, auf denen die "bauliche Zerstörung Tibets" dokumentiert würde, sowie "eindringliche Portätserien", die im Studio entstanden. Manche Fotos sind mit Zeitungsausrissen oder Flugblättern zu Collagen montiert. Zu zahllosen Bildern habe der Fotograf "handschriftliche Zusätze verfasst, und Pfeile gemalt , die Details erklären oder Personen identifizieren". Bis in die Texte hinein, so der enthusiastische Kritiker, ziehe sich Lehmans "dichte, souveräne Beherrschung des Stoffes".
2) Uli Franz: "Gebrauchsanweisung für Tibet" (Piper)
An diesem Buch hat "mve" wenig Freude gehabt. Das lag nicht an der Kompetenz des Autors, sondern an dessen "Beschönigung der chinesischen Herrschaftspraxis". Da hat der Kritiker manchen Kommentar gefunden, der ihm die Schuhe auszog. Zum Beispiel dass es "das eigentliche Verbrechen der neidischen chinesischen Kommunisten gewesen sei, eine Ödnis in der tibetischen Seele anzurichten". Angesichts der Million Tibeter, die in Arbeitslagern, bei Massakern und inszenierten Hungersnöten ums Leben kamen, bewertet "mve" diese Verharmlosung schlicht als Entgleisung. Auch stößt nach Kritikeransicht manchmal der flapsige Stil des Autors auf. Und manchmal gäbe es arge thematische Sprünge. Die touristischen Aspekte findet "mve" dann allerdings "durchaus einfühlsam" dargestellt. Aber das kann ihn dann auch nicht mehr trösten.
3) Klemens Ludwig: "Tibet" (C.H. Beck)
Sehr überzeugend, "gerade in politischer Hinsicht", findet Kritiker "mve" dieses neu bearbeitete Tibet-Porträt. Gelobt wird die sprachliche Klarheit, die sachliche und komplexe Schilderung der tibetanischen Geschichte und Gegenwart. "Spannend wie ein Krimi", sei die Darstellung der politischen Ereignisse. Da wird dann Nachsicht geübt, was die "dürftige Bildqualität" und das triste Layout betrifft. Hervorgehoben ist am Ende, dass die Bibliografie nicht bloß Literatur sondern auch Internet-Adressen verzeichnet.

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