Geschichte Großbritanniens im 20. Jahrhundert - Brüggemeier, Franz-Josef
26,95 €
versandkostenfrei*

inkl. MwSt.
Sofort lieferbar
0 °P sammeln

    Broschiertes Buch

Europäische Geschichte im 20. Jahrhundert in 10 Bänden herausgegeben von Ulrich Herbert
Alle Bände erscheinen jeweils in einer broschierten und einer gebundenen Ausgabe.
Franz-Josef Brüggemeier legt die klassischen Interpretationen der britischen Geschichte beiseite und zeichnet das Land als den modernsten Staat Europas, in dem wichtige Entwicklungen des 20. Jahrhunderts jeweils früher als auf dem Kontinent stattfanden. Kein anderer Staat hatte um 1900 den Grad an Urbanisierung und Industrialisierung erreicht, den Großbritannien im Laufe des 19. Jahrhunderts hervorgebracht hatte. Auch…mehr

Produktbeschreibung
Europäische Geschichte im 20. Jahrhundert in 10 Bänden herausgegeben von Ulrich Herbert

Alle Bände erscheinen jeweils in einer broschierten und einer gebundenen Ausgabe.

Franz-Josef Brüggemeier legt die klassischen Interpretationen der britischen Geschichte beiseite und zeichnet das Land als den modernsten Staat Europas, in dem wichtige Entwicklungen des 20. Jahrhunderts jeweils früher als auf dem Kontinent stattfanden. Kein anderer Staat hatte um 1900 den Grad an Urbanisierung und Industrialisierung erreicht, den Großbritannien im Laufe des 19. Jahrhunderts hervorgebracht hatte. Auch Konsumgesellschaft und Populärkultur waren nirgendwo so weit entwickelt. In keinem anderen Land vollzogen sich aber auch der Rückgang der Industrieproduktion und der Aufstieg des Dienstleistungssektors im Laufe des 20. Jahrhunderts so früh und so gründlich wie hier. Die Entwicklungen dauerten dadurch zwar länger als auf dem Kontinent, zugleich hatten die Briten aber auch mehr Zeit, sich auf die Veränderungen einzustellen. Die gesellschaftlichen Konflikte verliefen deshalb sehr viel friedlicher, so dass George Orwell als wichtigste Eigenschaft der Briten hervorhob "einander nicht zu töten". Mit viel Sympathie für seinen Gegenstand porträtiert Franz-Josef Brüggemeier Großbritannien im 20. Jahrhundert und öffnet den Blick für die Vielfalt der britischen Geschichte.
  • Produktdetails
  • Europäische Geschichte im 20. Jahrhundert
  • Verlag: Beck
  • Seitenzahl: 463
  • Erscheinungstermin: 16. März 2010
  • Deutsch
  • Abmessung: 220mm x 141mm x 35mm
  • Gewicht: 635g
  • ISBN-13: 9783406601606
  • ISBN-10: 340660160X
  • Artikelnr.: 27389794
Autorenporträt
Prof. Dr. med. Dr. phil. Franz J. Brüggemeier lehrt Umweltgeschichte an der Universität Hannover.
Inhaltsangabe
Vorwort

Einleitung

ERSTER TEIL
1900-1926

1. Großbritannien um 1900

2. Von der Jahrhundertwende bis zum Ersten Weltkrieg

3. Der Große Krieg und seine Folgen, 1914-1926

ZWEITER TEIL
1926-1945

4. Großbritannien um 1926

5. Ruhe vor dem Sturm, 1926-1939

6. Großbritannien um 1942: A People's
War?

DRITTER TEIL

1945-1979

7. You
never had it so good, 1945-1961

8. Wind of Change, 1961-1979

9. Großbritannien um 1965: Swinging
Sixties?

VIERTER TEIL
1979-2010

10. Thatcher und Major, 1979-1997

11. New Labour, New Britain ?,
1997-2010

12. Briten, Zuwanderer und Ausländer

13. Großbritannien 1900-2010: Rückblicke und Befunde

ANHANG

Abkürzungsverzeichnis

Chronologie

Anmerkungen

Literaturverzeichnis

Tabellen

Personenregister

Karten
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 21.06.2010

Mehr Meer
Der britische Vorsprung

Nun gibt Ulrich Herbert eine "Europäische Geschichte im 20. Jahrhundert" heraus, die den politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Entwicklungen von zehn Staaten gewidmet ist. Besonderheiten, Gemeinsamkeiten und globale Verflechtungen sollen in den Blick genommen werden, um die "Nationalgeschichten aus ihrer Selbstbezogenheit" zu lösen. Im ersten Band gelingt Franz-Josef Brüggemeier ein im besten Wortsinne informatives und unterhaltsames Porträt Großbritanniens vom New Imperialism um 1900 bis zum Winter 2009/10, als New Labour noch die Regierung stellte. Der Autor - Professor für Wirtschafts- und Sozialgeschichte in Freiburg im Breisgau - zeigt, dass bei der einstigen Herrscherin über Meere und Kolonien wichtige Entwicklungen oft deutlich früher als auf dem Kontinent stattfanden. Der doppelte Verlust von Weltmachtstellung und führender Position als Industriemacht werde zwar häufig als Niedergang beklagt. Generell lasse sich aber im Vergleich zu anderen Ländern nur ein "Prozess der Angleichung an die anderen westeuropäischen Staaten" feststellen. Großbritannien weise heute Schwächen auf in der beruflichen Ausbildung, bei Investitionen, in der produzierenden Industrie und in der Forschungsförderung, jedoch auch Stärken im Dienstleistungssektor, in der Unterhaltungsindustrie und in der Rüstungswirtschaft. "Exzesse" habe es gegeben bei der Liberalisierung des Finanzsektors. Großbritannien gelte als "Sinnbild eines friedlichen, unmilitärischen Landes", obwohl es im 20. Jahrhundert mehr Kriege als jeder andere europäische Staat geführt habe und obwohl die beiden Weltkriege "weiterhin überaus positiv erinnert werden". Der aggressive Nationalismus um 1900 habe schon nach 1918 an Gewicht verloren: "Prozesse einer Feminisierung fanden statt, Humor und Selbstironie setzten sich als zentrale Elemente des ,nationalen Charakters' durch."

RAINER BLASIUS

Franz-Josef Brüggemeier: Geschichte Großbritanniens im 20. Jahrhundert. Verlag C. H. Beck, München 2010. 457 S., 26,95 [Euro].

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
…mehr