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Einsamkeit, Isolation und Kälte: Ein Mann, seine Frau und ihr pubertierendes Dienstmädchen erzählen nacheinander von sich und ihren Beziehungen zueinander, die von gegenseitigem Beobachten und Belauern geprägt sind und in denen Nähe, Liebe Vertrauen unmöglich scheinen. Der Mann geht einer monotonen Arbeit in einem Eiskeller nach. Seine Frau ist ihm entfremdet. Ihr Dasein ist geprägt von Angst und Einsamkeit. Das Dienstmädchen beobachtet beide distanziert und liebt die Provokation...

Produktbeschreibung
Einsamkeit, Isolation und Kälte: Ein Mann, seine Frau und ihr pubertierendes Dienstmädchen erzählen nacheinander von sich und ihren Beziehungen zueinander, die von gegenseitigem Beobachten und Belauern geprägt sind und in denen Nähe, Liebe Vertrauen unmöglich scheinen. Der Mann geht einer monotonen Arbeit in einem Eiskeller nach. Seine Frau ist ihm entfremdet. Ihr Dasein ist geprägt von Angst und Einsamkeit. Das Dienstmädchen beobachtet beide distanziert und liebt die Provokation...
Autorenporträt
Louis Paul Boon (19121979) ist einer der bedeutendsten flämischen Schriftsteller und gilt als 'Erneuerer der flämischen Prosa'. Er schrieb Romane, Erzählungen, Epigramme, Fabeln, Hörspiele, Essays und Monographien und arbeitete auch als Jounalist und Regisseur. In den siebziger Jahren war er mehrmals für den Literaturnobelpreis im Gespräch und ihm wurde zweimal der belgische Staatspreis verliehen, sowie der Constantijn-Huygens-Preis für sein Gesamtwerk.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Mit Louis Paul Boons "Menuett" lässt sich nun ein Roman wiederentdecken, der bei seinem Erscheinen 1955 einen Skandal provozierte und Nicole Henneberg jetzt sehr begeistert. Es ist die Geschichte eines Arbeiters in einem Eiskeller, der an der Brutalität der Welt und an seinem Begehren für das blutjunge Dienstmädchen zugrunde geht. Einfach "meisterhaft" findet die Rezensentin, wie der belgische Autor seine drei Figuren, den unter Einsamkeit und Kälte leidenden Mann, seine biedere, schlichte Frau und das Lolita-Dienstmädchen, das mit dem Begehren des Mannes spielt, zu Wort kommen lässt und damit einen Abgrund an "Wut, Misstrauen, Betrug und Kränkung" aufreißen lässt. Wie Boon die graue Nachkriegszeit evoziert und in seinem tieftraurigen Protagonisten, der Zeitungsausschnitte von grausamen Nachrichten zu sammeln beginnt, eine "Melancholie", die über das Individuum hinausgeht, zeichnet, findet die Rezensentin sehr beeindruckend. Ihr scheint dieser Roman nicht nur in seiner Verknüpfung von "Grausamkeit und Zärtlichkeit" immer noch sehr frisch und sie betont zudem, dass er viele autobiografische Motive aufweist.

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