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Lassen wir uns nicht täuschen von der betonten Unauffälligkeit dieses kleinen Buches: einen so weiten und dabei nie larmoyanten Vorstoß in existenziell düsteres Gelände hat es seit den späten Jandl-Gedichten nicht mehr gegeben.

Produktbeschreibung
Lassen wir uns nicht täuschen von der betonten Unauffälligkeit dieses kleinen Buches: einen so weiten und dabei nie larmoyanten Vorstoß in existenziell düsteres Gelände hat es seit den späten Jandl-Gedichten nicht mehr gegeben.
Autorenporträt
Antonio Fian, geboren 1956 in Klagenfurt, lebt seit 1976 in Wien; er erhielt 1990 den Österreichischen Staatspreis für Kulturpublizistik.
Antonio Fians Texte leben im ständigen Spannungsverhältnis zwischen Literatur und Wirklichkeit, seine Prosa bemächtigt sich in realistischer Manier der ganz konkreten Ereignisse, um sie unversehens zu Versatzstücken seiner literarisch-satirischen Absichten zu machen; er spielt mit der ganz alltäglichen Sensationsgier seiner potentiellen Leser, wirft ihnen Brocken um Brocken vermeintlicher Tatsachen als Köder hin, um sie schließlich in seinen raffiniert ausgelegten Textschlingen zu fangen und ganz der Fiktion auszusetzen.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Eher zwischen den Zeilen versteckt Rezensent Samuel Moser sein Lob für Fians als dreigliedrige Sonate aufgebauten Gedichtzyklus. Sehr dünn sei der Gedichtband, körperlich gesehen, aber gerade deshalb so gewichtig, befindet Moser. Auf engem Raum zeige sich ein "vielfältiges lyrisches Talent", das von der "finsteren Heiterkeit" im Scherzo bis zum lakonischen "Ernst" des Adagio reiche. Hier, wo es zuletzt gewissermaßen zur Sache gehe, habe Fian seine Kunst der "Reduktion" noch einmal gesteigert und bis zum "unverzichtbaren Rest" weggemeißelt. Mit vielen Zitaten belegt der Rezensent die "vielfältigen" Tonlagen der Gedichte, bei denen aller Reduktion zum Trotz "immer Fleisch am Knochen" sei. Und manchmal, so Moser, könne ein "wahrer Lyriker" wie Fian auch Gedichte "schießen", aus der Hüfte und auch sonst, mit gezielter Vagheit.

© Perlentaucher Medien GmbH