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Insgesamt 1455 Bewertungen
Bewertung vom 03.01.2026
Savas, Anna

Between Fading Stars (Deluxe-Ausgabe mit Farbschnitt)


sehr gut

Hat mich wieder so ein bisschen mit der Reihe versöhnt

Bin ehrlich, Band 2 hat mich irgendwie zur Weißglut getrieben. Ich fabd Band 1 so toll, dass das Folgebuch für mich irgendwie ein echter Downer war. Immer noch gut geschrieben und alles, aber die Storyline hat mir nicht gefallen. Band 3 rettet das jetzt alles so ein bisschen für mich.

Band 2 teasert ja schon an, welche Beziehung hier im Mittelpunkt stehen wird und ich muss sagen, mit Hailey bin ich super schnell warm geworden. Ich fand sie sehr nahbar und fand auch den Friendship-Vibe der Geschichte sehr toll. Den Support, den sie aus ihrem Umfeld bekommt, hab ich sehr gespürt und mochte den ermutigenden Ton. Und ich mochte auch nochmal dieses veränderten Blick auf die Buchwelt aus Autorensicht super gerne, nachdem wir jetzt zwei Bände lang im Verlagswesen verweilt haben.

Der Erzählstil orientiert sich an den vorherigen Bänden, die Perspektiven wechseln gleichmäßig zwischen den Protagonisten. Ich hab diese Lovestory jetzt wieder ein bisschen mehr gefühlt, der zeitliche Abstand zum letzten Buch hat mir da auch gut getan.

Ich finds nen soliden dritten Band.

Bewertung vom 03.01.2026
Wowes, Marie

Anatomy of a Broken Heart / Second Department Bd.1


ausgezeichnet

Geht an die Nieren

Das Setting der Feuerwache und die Einblicke in die Arbeit von Paramedics fand ich richtig stark rübergebracht. Generell sind die Themen Trauer und Verlust sehr nahbar aufbereitet und vor allem Gracies Erstarren, die Selbstvorwürfe und der daraus resultierende Wunsch, zumindest anderen zu helfen, fand ich greifbar, nachvollziehbar und sehr sympathisch.

Das Buch hat definitiv Schmacht-Potential. Diese Geschichte ist die schönste Art von Second Chances Roman. Die Protagonisten heilen miteinander, überwinden ihre gemeinsame, tragische Vergangenheit und finden Trost und Halt ineinander. Das fühlt sich einfach sehr gesund und natürlich an.

Das Buch ist in zwei POVs erzählt, wobei der erzählerische Fokus ganz klar auf Gracie liegt und Holdens Perspektiven eher ergänzend wirken und der sich entwickelnden Liebesgeschichte Dimension verleihen. Ich mag es, dass Gracie und Holden sich Zeit lassen, auch Rückschritte zulassen können und generell Rücksicht aufeinander nehmen. Diese ganze Romance ist so eine verdammt schöne Green Flag, genau die Art von Liebesgeschichte, die ich lesen will.

Auch die Nebenfiguren haben mir gut gefallen, auch wenn sie deutlich blasser sind, als die beiden Protagonisten. Trotzdem dienen sie als Weggeber, moralische Stützen und Anlaufstellen und dadurch ergeben sich ein paar sehr schöne, ehrliche Momente im Buch. Generell wird emotionale Verletzlichkeit hier gut rübergebracht.

Mir hat das Buch richtig gut gefallen und ich war fast schon traurig, als es zu Ende war.

Bewertung vom 03.01.2026
Reed, Zara

Game of Greed / Dark Games Bd.1


gut

Gar nicht mal so dark

Also irgendwie ist Dark Romance so ein Genre, wo ich mit meiner Erwartungshaltung meistens völlig daneben liege. Ich fand dieses Buch nämlich eigentlich gar nicht dark. Bin ehrlich: diese Art von Love Triangle inklusive besorgniserregenden Age Gap, was insgesamt einfach nie mein Ding ist, stand eigentlich nicht unbedingt auf meiner Bingo-Karte und ist für mich auch irgendwie ein ziemlicher Abturn. Aber ansonsten ist das in meinen Augen hauptsächlich ein spicy Roman mit Suspense-Elementen. Nicht schlecht gemacht, aber halt für mich nicht Dark Romance.

Die sehr explizite, raue Sprache trifft nicht so ganz meinen Geschmack, passt aber natürlich zum Inhalt des Buches. Und dieses dominante Alphamännchen-Gehabe von allen Seiten, war ein bisschen übertrieben, wenn man bedenkt, dass Jayna hier letztendlich der absolute Player und ein megacooles Boss-habe ist.
Trotzdem hat dieses Buch irgendwas, was einen nicht loslässt. Es ist ungemein catchy, zwar auf grenzwertige Art kinky, aber eben doch unterhaltsam. Und das Rache-Thema zum Schluss hat mir auch ganz gut gefallen.

Die Story ist schön temporeich erzählt und obwohl das Spicelevel schon recht hoch ist, passiert hier nichts ohne Konsens, was mir irgendwie wichtig ist. Die Figuren sind moralisch teilweise ziemlich fragwürdig aufgestellt, aber auch das ist irgendwie Teil des Charmes und macht die Interaktionen zwischen Jayna und Xavier erst so richtig unterhaltsam.

Für mich war das ein Buch, das ich locker weglesen konnte, die Schreibstil ist eher simpel gehalten und das Buch besticht vor allem durch explizite Inhalte, ein mittleres Gewaltlevel und generell ein eher raues Milieu. Storytechnisch passiert gar nicht mal so viel, wodurch man aber leicht folgen kann. Kann man machen.

Bewertung vom 03.01.2026
Meißner, Regina

Society of Death. Von Rache verführt


gut

Ganz nett, aber der Funke fehlt

Skull & Bones ist einer der bekanntesten elitären Studentenverbände und damit ein wirklich packendes Thema für einen Suspense Roman. Yale selbst als Setting wird kaum weiter aufgegriffen, aber die die Atmosphäre im späten 19. Jahrhundert kommt dafür ganz gut rüber. Finde ich tatsächlich auch stimmungsvoller, als wenn die Geschichte in der Gegenwart angesiedelt wäre, weil die sozialen, gesellschaftlichen Strukturen nochmal ganz anders zur Stimmung und zur Einbettung der Geschichte beitragen. Das hat mir wirklich gut gefallen.

Victoria, die sich nicht mit den Konventionen ihrer Zeit abfinden will, ist eine imposante Persönlichkeit und damit eine sehr Interessante Protagonistin. Ich kann ihren Drang zu lernen, selbst etwas zu gelten und zu bewirken sehr gut nachvollziehen. Sie stiehlt Emery in meinen Augen auch gehörig die Show- wo er hadert, ist sie mutig. Wo oberflächlicher Prestige und externe Anerkennung sein Antrieb sind, ist ihrer Wissensdurst. Wo er sich von seinen Dämonen überwältigen lässt, bleibt sie standhaft.

Die sich eher zart anbahnende Liebesgeschichte bleibt hinter den sich überschlagenden Ereignissen schnell zurück. Es stehen viel eher die Machtstrukturen innerhalb Skull&Bones im Fokus, die Vetternwirtschaft und der Druck, der auf die Mitglieder verübt wird. So richtig Spannung kam bei mir nicht unbedingt auf, viel eher plätschert die Handlung halt so vor sich hin und werden vorrangig durch Victorias Neugier und Nachforschungen vorangetrieben.

So richtig hat er bei mir mit diesem Buch nicht Klick gemacht, irgendwie fehlte mir vor allem zum Ende hin was, was einen größeren Bogen spannt und dem ganzen einen roten Faden gibt.
Fands nicht schlecht und man kann es gut weglesen, ist aber auch nichts, was bei mir einen nachhaltigen Eindruck hinterlässt.

Bewertung vom 03.01.2026
Blake, Matthew

Sophie L.


sehr gut

Anders spannend

Die Themen Gedächtnis und Erinnerungen eignen sich natürlich hervorragend für einen psychologisch angehauchten Thriller. Die Geschichte beginnt eher gemächlich, spitzt sich aber immer mehr zu und nimmt dowihl überraschende, als auch erschreckende Ausmaße an.

Die Geschichte wird in drei Zeitebenen erzählt, wobei zwei davon maßgeblich mit der Haupthandlung zusammenhängen und die dritte lange Zeit eher im Raum und über den Ereignissen schwebt. Jeder Erzählstrang umfasst aber insgesamt nur wenige Tage, sowohl in der Gegenwart als auch in der Vergangenheit. Durch diese komprimierte Erzählweise und die drei zentralen Frauenfiguren gefällt mir der Aufbau des Buches gefällt sogar richtig gut. Es gibt immer mal abweichende Perspektiven, die Erzählung fokussiert sich aber schon hauptsächlich auf die drei Frauen.

Es geht viel um Schuld, alte Geheimnisse und zerstörte Existenzen. Das Nazi-besetzte Frankreich als Hintergrund der Geschichte gibt dem Ganzen eine bedrückende, abgründige Atmosphäre und rahmt die Handlung stimmig ein. Zentrale Frage ist aber ganz klar, wer hier nun eigentlich wer ist und wer von den Figuren wirklich Dreck am Stecken hat.

Der alte Fall ist innerhalb der Geschichte recht komplex aufgezogen, trotzdem hatte ich relativ schnell einen konkreten Verdacht. Die Auflösung fand ich insgesamt schlüssig und durchaus gelungen. Das Buch ist nicht unbedingt spannend auf die klassische Art, sondern eher durch das Verschwimmen von Grenzen, Moral und Realität.

Habs wieder sehr gern gelesen und auf die Auflösung hingefiebert.

Bewertung vom 19.12.2025
Herron, Mick

Down Cemetery Road


sehr gut

Coole Story

Ich fand den Klappentext eigentlich schon richtig interessant und der Start ins Buch war dann auch direkt super einnehmend. Ich fand die Story selbst richtig spannend und die Charaktere auf ihre leicht überzeichnete Art sehr faszinierend.

Mit dem Erzählstil habe ich aber so ein gehadert, der fühlte sich für mich sehr behäbig an, sodass ich nicht so richtig in einen guten Lesefluss gekommen bin. Die wechselnden Perspektiven haben mich immer so ein bisschen rausgeworfen

Die Handlung ist verquer, fast schon skandalös und die Verwicklungen der Figuren waren wirklich packend. Vor allem Michaels Geschichte hat mich auch total mitgenommen. Generell erfährt man super viel auf indirektem Wege über die Figuren, weil über sie gesprochen oder etwas beobachtet wird. Dadurch bleiben sie eher auf Distanz aber gleichzeitig bekommt man trotzdem so ein Rundumbild.

Überraschenderweise spielt Zoë in diesem Buch erst ziemlich spät eine Rolle. Anhand der Beschreibung hatte ich sie für eine zentralere Figur gehalten. Da es aber genug andere Charaktere gibt, fällt das nicht weiter ins Gewicht, ich war nur irritiert.

Das Ende war große Klasse, ein wilder Showdown, actionreich und mit ordentlich Tempo. Das gesamt Buch ist schon ein ziemlich wilder Ritt, der so ein bisschen an alte Gangsterfilme erinnert, bei denen reichlich viel schief geht. Ich fands cool.

Bewertung vom 19.12.2025
Johann, Petra

Wem du traust


sehr gut

unheimlich

Ich bin ja großer Fan von so Suspense-Romanen, bei denen nie ganz klar ist, wem man eigentlich trauen kann, weil sich die Verdachtsmomente gegen zentrale Figuren anhäufen. und genau so ein Buch ist das hier. Es fängt erstmal ruhig und überschaubar an: Familienidylle, ein beschauliches Leben. Doch dann wird die Welt von zwei Familien erschüttert, als ein junges Mädchen scheinbar spurlos verschwindet.

Ich fand schon, dass die Geschichte den Leser gezielt manipulieren soll, da die Hinweise doch recht prägnant in eine Richtung zeigen, die aber irgendwie gleichzeitig zu offensichtlich scheint. Trotzdem nehmen die Spannungen zischen den Figuren schnell zu und der Leser merkt, dass sie alle Geheimnisse bewahren. Doch wer von ihnen hat mit Sofias Verschwinden zu tun?

Die Kapitel sind kurz und dadurch angenehm zu lesen. Es gibt drei Hauptperspektiven, zwischen denen gewechselt wird. Anfangs ist nicht so ganz klar, ob es hier überhaupt einen Fall gibt, aber dann zieht die Geschichte immer größere Kreise und plötzlich scheint auch eine Verbindung zu einem ungeklärten Cold Case möglich. Die Polizeiarbeit wirkt manchmal etwas behäbig, gleichzeitig ist genau das vermutlich sogar realistisch.

Die Geschichte lebt von den zwischenmenschlichen Spannungen, dem Misstrauen und dem Betrug von den Menschen, die einem am nächsten stehen. vor allem Heidi und Eva werden sehr plastisch herausgearbeitet und waren nahbare, authentische Figuren.

Ich bin relativ zügig durch die Seiten gekommen, einfach weil ich wissen wollte, ob ich mit meinen Verdächtigungen richtig lag und mit Sofias Schicksal durchaus mitgefiebert habe. Die Geschichte hatte auf jeden Fall ein paar unheimliche, packende Momente.

Bewertung vom 19.12.2025
Gelfuso, Hayley

Das Buch der verlorenen Stunden


sehr gut

Zwischen den Zeiten

„Das Buch der verlorenen Stunden“ ist eine Art Fantasy-Zeitreiseroman, gleichzeitig tangiert er aber auch super viele andere Genres und ist dadurch ein wilder Stilmix. Die Geschichte beginnt beinahe märchenhaft, wird aber im Handlungsverlauf von der Härte und Grausamkeit der Realität eingeholt, was sich auch im Erzählstil und der Atmosphäre widerspiegelt.

Ich fand den Erzählstil vor allem zu Anfang sehr philosophisch und nachdenklich, gleichzeitig aber auch vage und schwer greifbar. Ich hab durchaus eine Weile gebraucht, um so richtig in die Geschichte einzutauchen. Mit fortschreitender Seitenzahl ziehen Tempo und Spannung merklich an, die Handlungsstränge beginnen sich anzunähern und sich miteinander zu verflechten, was ich gut gemacht fand.

Die Geschichte wird sehr stark durch die Charaktere vorangetrieben. Das finde ich eigentlich echt toll, gleichzeitig sehe ich darin für mich das größte Manko. Denn eine der zentralen Figuren ist für mich in ihren Entscheidungen und Handlungsweisen einfach nicht stimmig und ich fand die Richtung, in die sie sich entwickelte einfach unsympathisch.

Dafür, dass sich die Geschichte stellenweise schon zog und fast ausschweifend in die Details einzelner Szenen eintaucht, wird das Ende ziemlich rabiat übers Knie gebrochen. Das ging mir dann doch irgendwie zu schnell und zu leicht. Das hätte ich mir eine differenzierter Ausarbeitung gewünscht. Ansonsten wird der Bogen zum Anfang aber ganz gut geschlagen.

Von der Logik her erschien mir nicht alles absolut stimmig, was aber vllt auch am Zeireise-Paradoxon liegen könnte. Hier gab für mich schon einige Schwachstellen.

Ingesamt habe ich das Buch aber gern gelesen und diese abenteuerliche Geschichte doch auch genossen. Ich schwanke zwischen 3 und vier Sternen.

Bewertung vom 19.12.2025
Haller, Elias

Der Blutmacher


ausgezeichnet

Spannend von Anfang bis Ende

Ich finde diese Reihe wird mit jedem Buch besser. Der aktuelle Fall ist brisant, bösartig und persönlich. Tara Kronberg steht dieses Mal nicht nur an vorderster Front, sondern ist selbst Teil des Falls. Absolut packend und für mich ein richtiger Pageturner.

Ich weiß nicht, wo Elias Haller immer seine Ideen hernimmt, schon das letzte Buch der Reihe war ja unfassbar perfide und auch hier tauchen wir wieder in die menschen Abgründe ein. Als das Motiv des Täters offenbart wird, war ich völlig fassungslos. Generell ist die Geschichte ein ziemlich wilder Ritt.

Tara finde ich mit jedem Buch interessanter und cooler. Dieser Fall treibt sie wirklich an ihr Limit und mal wieder muss sie sich über Hindernisse und Anweisungen hinwegsetzen, um der Lösung des Falls auf die Spur zu kommen.
Mit Gabriel stehe ich ja so ein bisschen auf Kriegsfuß, aber auch der wird mir immer sympathischer. Als absoluter MVP in diesem Buch entpuppt sich allerdings Dieter Stauffen. Der kauzige Hausmeister ist inzwischen einer meiner liebsten Charaktere im dieser Reihe.

Ich fand dieses Buch so spannend und stimmungsvoll. Einfach eine Mischung aus grausig und seltsam faszinierend. Richtig starker Thriller.

Bewertung vom 19.12.2025
Presley, Jade

The Never List


sehr gut

Fands super

Bei „Why Choose“ denke ich ehrlicherweise immer an oberflächlichen Smut. Aber dieses Buch macht tatsächlich einfach Spaß und ist so viel mehr als nur Smut. Dass Riley mit jeder der Legenden einen Monat verbringen soll und sie in dieser Zeit besser kennenlernt, gibt mit so ein bisschen Calender Girl Vibes. Hab ich damals auch geliebt, gefällt mir von der Machart immer noch.

Ich muss sagen die Geschichte beginnt fast schon züchtig, hat sogar anfangs mehr was von Fantasy/Suspense als Spicy Romance, aber das Spice Level steigt kontinuierlich an und verdrängt dabei zunehmend den Rest der Handlung in den Hintergrund. Stört mich das? Eigentlich nicht, weil es sich tatsächlich sehr kurzweilig liest und nicht langweilig wird.

Ich mochte, dass die unterschiedlichen Charakterzüge der Legenden gut herausgearbeitet wurden und man alle vier auf sehr unterschiedliche Art kennenlernt. Es bleibt zwar alles recht oberflächlich und wird im Zeitraffer erzählt, aber um einen Eindruck zu bekommen reichts.

Das Ende wurde nochmal richtig spannend und actionreich. Da kam dann auch eher dieser Prüfungscharakter wieder durch, von dem ich gerne mehr erlebt hätte. Ich würde definitiv auch den zweiten Band lesen wollen.